Herbstsynodevorschau 2019 - Reformierte Landeskirche Aargau


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Synode Juni 2019
Die erste ordentliche Sitzung der Synode in der neuen Amtsperiode am 5. Juni 2019 im Grossratssaal in Aarau.
Foto: Frank Worbs

Herbstsynode mit Budget und Krediten

Vorschau auf die Synode am 20. November in Aarau

Am 20. November kommen die ca. 180 Synodalen der Reformierten Landeskirche Aargau im Grossratssaal in Aarau zur zweiten ordentlichen Sitzung der neuen Amtsperiode zusammen. Neben den üblichen Geschäften einer Herbstsynode wie dem Budget für das nächste Jahr geht es vor allem um zwei Kredite und vier Vorstösse.


Der Kirchenrat legt der Synode für das Jahr 2020 ein Budget mit einem Aufwandüberschuss von 143'810 Franken vor. Das Budget basiert auf einem unveränderten Zentralkassenbeitrag der Kirchgemeinden von 2,3 Prozent. Der Kirchenrat beantragt der Synode, den Aufwandüberschuss der Rückstellung «Ausgleich Zentralkasse» zu entnehmen. Das Budget 2020 rechnet mit einem Aufwand von insgesamt 11‘788‘930 Franken und einem Ertrag von 11‘645‘120 Franken.

Verpflichtungskredite für Sanierung Heimgarten Aarau und neue Website

Auch die anderen Geschäfte haben mit Finanzen zu tun: Der Heimgarten Aarau, eine soziale Institution für Frauen mit psychischer Beeinträchtigung muss umfassend renoviert werden. Für die Sanierung des Flachdachs, der Fassade und die zweite Etappe beim Ersatz der Fenster sind 300‘000 Franken veranschlagt. Der Kirchenrat beantragt der Synode einen entsprechenden Verpflichtungskredit.

Die bestehende Website der Reformierten Landeskirche Aargau, www.ref-ag.ch, wurde im Dezember 2012 aufgeschaltet. Ihre Technologie und der Aufbau sind veraltet. Deshalb soll sie 2020 komplett neu aufgesetzt werden. Der Kirchenrat beantragt für die neue Website der Synode 70‘000 Franken.

Ungewöhnlich hohe Zahl von Vorstössen

Im Weiteren wird sich die Synode mit einer ungewöhnlich hohen Zahl von Vorstössen beschäftigen: Eine Motion, zwei Postulate und zwei Interpellationen.
Der Synodale Lutz Fischer-Lamprecht, Kirchgemeinde Wettingen-Neuenhof, hat eine «Interpellation zur Gemeindeberatung und der Gemeindeentwicklung» eingereicht, in der es um die «Kundenzufriedenheit» mit der Arbeit der Gemeindeberatung und um Fragen geht wie: Wie viele Anfragen wurden bisher pro Jahr gestellt, von Kirchenpflegen oder von Einzelpersonen? Welche rechtliche Verbindlichkeit haben die Antworten der Gemeindeberatung?
Die Evangelische Fraktion hat eine Interpellation zur Stellungnahme des Kirchenrats vom 17. September, in der er die zivilrechtliche Ehe für gleichgeschlechtliche Paare und auch deren kirchliche Trauung unterstützt, eingereicht. Die Fraktion fragt, weshalb die Synode zu dem Thema nicht angehört wurde und wie Pfarrerinnen und Pfarrer unterstützt werden, die keine Trauung für gleichgeschlechtliche Paare durchführen möchten.

Der Synodale Roland Frauchiger, Thalheim, hat eine Motion zur Schaffung von Grundlagen für verbandsartige Körperschaften der Kirchgemeinden eingereicht: «Der Kirchenrat soll die Kirchenordnung so anpassen, dass die Möglichkeit zur Bildung verbandsartiger Körperschaften geschaffen wird. Sie sollen von einer oder mehreren Kirchgemeinden – allenfalls zusammen mit Dritten – begründet werden und insbesondere Aufgaben des Gemeindelebens übernehmen können. Diese Körperschaften sollen auch ordinierte Personen oder weitere Mitarbeitende anstellen … und bei Bedarf eine eigene Rechnung führen können.»

Schliesslich hat der Synodale Henry Sturcke, Klingnau, zwei Postulate eingereicht, die die Mitgliedschaft in Kirchenpflegen und kirchlichen Behörden betreffen. Ein Postulat betrifft die Form des Rücktritts aus der Kirchenpflege und schlägt vor, dass «Rücktritten aus der Kirchpflege vom Kirchenrat zugestimmt werden müssten, bevor sie in Kraft treten.» Zur Begründung verweist Sturcke darauf, dass es zurzeit in der Aargauer Landeskirche möglich ist, mit sofortiger Wirkung aus der Kirchenpflege zurückzutreten. Dies kann dazu führen, dass bei einer daraus folgenden Unterschreitung der Mindestzahl an Mitgliedern die Kirchenpflege handlungsunfähig wird und niemand mehr die Geschäfte der Kirchgemeinde führen kann, bis ein Kuratorium eingerichtet ist.

In einem weiteren Postulat thematisiert Henry Sturcke die Auswirkung des Umzugs einer oder eines gewählten Ehrenamtlichen innerhalb einer Wahlperiode auf sein bzw. ihr Amt. Sturcke schlägt vor, dass  «ein gewählter Ehrenamtlicher (Kirchenpflege, Synode) ihr/sein Mandat bis zum Ende der Wahlperiode behalten kann, wenn der Umzug innerhalb des Kantons erfolgt.»





Aufgeschaltet am 25. Oktober 2019
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