MM Synodevorschau 5. Juni 2019 - Reformierte Landeskirche Aargau


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Synode im 2018
Die Synode tagt im 2018.
Foto: Reformierte Kirche Aargau

Vorschau auf die Geschäfte der Sommersynode der Reformierten Landeskirche Aargau am 5. Juni 2019

Medienmitteilung vom Mittwoch, 15. Mai 2019

Am 5. Juni tritt die Synode der Reformierten Landeskirche Aargau im Grossratssaal in Aarau zu ihrer ersten ordentlichen Sitzung in der Amtsperiode 2019 - 2022 zusammen. Im kantonalen Parlament der Reformierten Kirche geht es vor allem um eine gemeinsame Datenbank zur Verwaltung der Mitglieder der Kirchgemeinden und um die Neugestaltung des Arbeitszeitmodells der ordinierten Dienste. Ausserdem wird die Jahresrechnung 2018 abgenommen, die mit einem Ertragsüberschuss abschliesst.


Der Kirchenrat legt der Synode am 5. Juni die Rechnung 2018 der Zentralkasse der Reformierten Landeskirche Aargau vor, die deutlich besser als budgetiert ausgefallen ist. Sie schliesst bei einem Aufwand von 11‘416‘081 und einem Ertrag von 11‘501‘072 Franken mit einem unerwarteten Ertragsüberschuss von 84‘990 Franken ab. Budgetiert war ein Aufwandsüberschuss von 237‘359 Franken. Dies ist vor allem auf die Erträge zurückzuführen, die 345‘991 Franken höher als budgetiert ausfielen.

Einführung einer gemeinsamen Mitgliederverwaltung

Die Kirchenräte der Reformierten und der Römisch-katholischen Landeskirche Aargau und von sechs weiteren Landeskirchen wollen gemeinsam eine Software zur Verwaltung aller Mitglieder ihrer Kirchgemeinden beschaffen. Aufgrund einer öffentlichen Submission wurde dafür Ende 2018 die Firma KW-Soft in Kleindöttingen mit dem Programm «KiKartei» ausgewählt. Der Kirchenrat beantragt nun der Synode, das Programm «KiKartei» in allen reformierten Aargauer Kirchgemeinden zu installieren, um damit alle reformierten Kirchenmitglieder in einer gemeinsamen Datenbank zu führen.

Die neue kantonale Mitgliederdatenbank soll von der kantonalen Einwohnerplattform alle Mutationsmeldungen beziehen. Der Datenaustausch mit den politischen Gemeinden wäre nicht mehr nötig. Die Investitionskosten für die Einrichtung der Datenbank in den 75 Aargauer Kirchgemeinden und für den Import der bestehenden Daten belaufen sich auf insgesamt 121‘000 Franken und werden von der Landeskirche finanziert. Die jährlich wiederkehrenden Kosten von ca. 47‘000 Franken sollen von den Kirchgemeinden getragen werden.

Eine gemeinsame kantonale Mitgliederverwaltung wurde durch ein Postulat der Synode gewünscht. Sie soll die Qualität der Mitgliederdaten verbessern und kirchliche Informationen wie Tauf-, Traudatum oder Konfirmationsspruch auch nach einem Umzug bzw. einem Wechsel der Kirchgemeinde sichern.

Neues Arbeitszeitmodell für ordinierte Angestellte

Mit einer Teilrevision des Dienst- und Lohnreglements für die ordinierten Dienste schlägt der Kirchenrat ein neues, einfacheres Arbeitszeitmodell für die Pfarrerinnen und Pfarrer und die Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone in den Kirchgemeinden vor. Es geht nicht mehr von einer Wochenarbeitszeit, sondern von einer Jahresarbeitszeit aus und trägt so den starken Schwankungen der Arbeitsbelastung im Jahreslauf besser Rechnung. Es gibt Arbeitsspitzen rund um Feiertage, Konfirmationen, Kasualien oder Lager, die mit einem Jahresarbeitszeitmodell in den ruhigeren Phasen, vor allem während der Schulferien, besser kompensiert werden können.

Da die Arbeitsleistung der ordinierten Dienste auf Vertrauen gründet, ist die Arbeitszeiterfassung für die Angestellten grundsätzlich freiwillig. Eine generelle Verpflichtung dazu wurde in der Vernehmlassung klar abgelehnt. Die Revision des Reglements schlägt aber vor, dass die Kirchenpflege in vier definierten Situationen eine Arbeitszeiterfassung und –kontrolle anordnen kann. Die Teilrevision des Reglements stärkt also die Möglichkeiten der Personalführung durch die ehrenamtliche Kirchenpflege, ohne die Arbeit durch unnötige Bürokratie zu erschweren. Sie schafft Klarheit über Arbeitszeit und Überstunden und soll damit zu einer besseren Work-Life-Balance der ordinierten Dienste und zur Prävention von Personalkonflikten beitragen.

Beitrag an die Theologische Fakultät Basel und eine Motion

Der Kirchenrat beantragt der Synode einen Verpflichtungskredit von total 120 000 Franken, verteilt über die Jahre 2020 bis 2022, zur Mitfinanzierung einer Assistenzstelle am Lehrstuhl für Aussereuropäisches Christentum der Theologischen Fakultät der Universität Basel. Diese Assistenzstelle wurde bereits in den Jahren 2017 bis 2019 durch die Finanzierung des Forschungsprojekts «Migrationskirchen in der Schweiz» unterstützt.
Schliesslich diskutiert die Synode über eine Motion zur Konzernverantwortungsinitiative (KOVI), die verlangt, dass Unternehmen mit Sitz in der Schweiz die international anerkannten Menschenrechte und Umweltstandards sowohl im In- als auch im Ausland respektieren müssen. Der Synodale Andreas Burckhardt aus Möhlin verlangt, «die Synode … möge den Kirchenrat beauftragen, der Plattform‚ Kirche für KOVI’ beizutreten.» Damit würde die Landeskirche ihre Unterstützung für die 2016 unter anderem von den kirchlichen Hilfswerken Brot für alle und HEKS eingereichte Volksinitiative «Für verantwortungsvolle Unternehmen – zum Schutz von Mensch und Umwelt» zum Ausdruck bringen.

Informationsdienst / F. Worbs

Für weitere Auskünfte:
Kirchenratspräsident Christoph Weber-Berg, Tel. 062 838 00 11
Der Informationsbeauftragte Frank Worbs, Tel 079 444 97 82, info@ref-aargau.ch

Alle Synodevorlagen stehen online auf www.ref-ag.ch unter Synode / aktuelle Sitzung zur Verfügung.




Aufgeschaltet am 15. Mai 2019
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