Medienbericht von der konstituierenden Synode am 16. Januar 2019 in Aarau


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Inpflichtnahme Synodepräsident

Kirchenratspräsident Christoph Weber-Berg (li.) nimmt den neu gewählten Synodepräsidenten Lucien Baumgaertner (re.) in Pflicht.

Foto: Frank Worbs

Synode der Reformierten Landeskirche konstituierte sich am 16. Januar für die neue Amtsperiode

Medienmitteilung vom Mittwoch, 16. Januar 2019

Die Synode, das Parlament der Reformierten Landeskirche, hat an ihrer konstituierenden Sitzung am Mittwoch Lucien Baumgaertner zum neuen Synodepräsidenten und Lutz Fischer-Lamprecht zum neuen Vizepräsidenten der Amtsperiode 2019 – 2022 gewählt. 139 Synodale tagten im Grossratssaal und wählten u.a. das Synodebüro, die Geschäftsprüfungskommission, die Schlichtungskommission und diverse Vertretungen. Anschliessend wurde mit einem Festgottesdienst in der Stadtkirche Aarau der Beginn der neuen Amtsperiode gefeiert.


Kirchenratspräsident Christoph Weber-Berg eröffnete die Sitzung der ersten Synode in der neuen Amtsperiode 2019 – 2022 und nahm die 139 anwesenden Synodalen für die neue Amtsperiode in Pflicht. Mit einem Applaus begrüsste die Synode die neue Mitglieder des Parlaments und die beiden neuen Mitglieder des Kirchenrats Gerhard Bütschi und Rolf Faes. Weber-Berg erläuterte die Zusammensetzung des Parlaments: 160 Synodale wurden im Rahmen der Gesamterneuerungswahlen in den 75 Kirchgemeinden für die 178 Sitze gewählt. Besonders erfreulich sei, dass dem Parlament in der neuen Amtsperiode genau gleich viele Frauen wie Männer angehören. 18 Sitze sind noch vakant.
Der Kirchenratspräsident betonte in seiner Ansprache, dass reformierte Kirche auf vielen Ebenen, in der Kirchgemeinde, auf kantonaler und nationaler Ebene und weltweit stattfindet und dass alle Ebenen gut zusammenwirken müssten. Sie verkündigt das Evangelium von Jesus Christus in der Tradition der Schweizer Reformation, die 2019 mit dem Gedenken an den Amtsantritt von Ulrich Zwingli im Grossmünster Zürich vor 500 Jahren ein besonderes Jubiläum feiert.

Wahlen des Synodepräsidiums
Auf dem Programm der halbtägigen Synodesitzung standen vor allem Wahlen. Zu Beginn wählte die Synode Lucien Baumgaertner, Evangelische Fraktion, mit 137 von 139 Stimmen zu ihrem neuen Präsidenten und Pfr. Lutz Fischer-Lamprecht, Fraktion der Fraktionslosen, zu ihrem Vizepräsidenten. Der 37-jährige Lucien Baumgaertner ist Personalchef in einem Schweizer KMU und war von 2011 – 2018 Präsident der Geschäftsprüfungskommission der Synode. Seit 2013 ist er in der Kirchenpflege der Kirchgemeinde Zofingen und seit 2015 deren Präsident. Der 51-jährige Lutz Fischer-Lamprecht ist Pfarrer in der Kirchgemeinde Wettingen-Neuenhof und war von 2011 – 2018 in der Geschäftsprüfungskommission. Er ist seit 2016 Einwohnerrat in der Gemeinde Wettingen und Präsident von deren Geschäftsprüfungskommission.
Nach der Inpflichtnahme des neuen Synodepräsidenten durch Christoph Weber-Berg übernahm Lucien Baumgaertner die Leitung der Sitzung und führte durch die weiteren Wahlen.

Synodebüro Geschäftsprüfungskommission und Schlichtungskommission
In das Synodebüro wurden gewählt: Urs Jost, Rheinfelden, Fraktion Kirche und Welt, Roland Schwendener, Oftringen, Evangelische Fraktion, Sabine Zehnder, Aarau, Fraktion Freies Christentum, und Beate Zimmermann, Wohlen, Fraktion der Fraktionslosen.

Für die Wahl in die Geschäftsprüfungskommission stellten sich vier bisherige Mitglieder zur Verfügung und wurden wieder gewählt: Christoph Jauslin, Gebenstorf, Fraktion Freies Christentum, Elisabeth Kistler, Möriken, Fraktion Kirche und Welt, Pfr. Stefan Siegrist, Spreitenbach, Fraktion Lebendige Kirche, und Ursula Stocker-Glättli, Obermumpf, Fraktion Lebendige Kirche. Neu gewählt wurden: Michael Brücker, Lenzburg, Fraktion Kirche und Welt, Reinhold Lückhardt, Dürrenäsch, Evangelische Fraktion, und Pfrn. Birgit Wintzer, Tegerfelden.

In die Schlichtungskommission werden gewählt: Silvia Kistler-Wuffli, Brugg, als Präsidentin (bisher Ersatzmitglied), Franco Pedrotti, Rothrist und Michaela Sprenger, Nesselbach als Mitglieder sowie die Ersatzmitglieder Roland Metzger, Münchwilen, und Heinz Steiner, Windisch. Ausserdem wurden zwei Mitglieder in die Herausgeberkommission der Zeitung «reformiert.» Aargau gewählt: Ruth Imhof-Moser, Zuzgen, (bisher) und Michael Brücker, Lenzburg (neu). Urs Jost, Rheinfelden wurde wieder in die Fondsverwaltung des Ökofonds der Landeskirche gewählt. Zum Schluss wurden drei Delegierte der Landeskirche Aargau in die Abgeordnetenversammlung des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbunds gewählt: Pfrn. Ruth Kremer-Bieri, Zofingen, Kirchenrätin Catherine Berger-Meier, Rheinfelden, und Sozialdiakon Sigwin Sprenger, Niederwil.
Der Kirchenrat und das Rekursgericht wurden bereits im Juni 2018 von der Synode für die neue Amtsperiode gewählt.

Weitere Programmpunkte
Zwischen den Wahlgängen stellte Christoph Weber-Berg das Arbeitsprogramm des Kirchenrats für die Amtsperiode 2019 – 2022 vor. Dabei sei vor allem die Reihenfolge der drei Hauptthemen wichtig, betonte Weber-Berg: Zuerst «Glauben und Werte», dann «Leben und Handeln» und zum Schluss «Organisation und Strukturen». Zuerst gehe es darum wie die Kirchgemeinden und die Landeskirche von ihrem Auftrag, die Botschaft von Jesus Christus zu verkündigen, her miteinander Kirche sein wollen. Man solle nicht mit dem Kassensturz anfangen und nach dem Geld schauen, sondern fragen, wohin sich die Kirche und die Gemeinden entwickeln und wofür sie sich einsetzen wollen. Und erst dann stellen sich die Fragen nach Strukturen und Ressourcen, z.B. welche Gebäude dafür nötig seien. In der Kirche dürften Immobilien nicht als Investitionen sondern vor allem als Kostenfaktoren gelten, denn die Menschen sind die Investitionen – und nicht Kostenfaktoren.
Der Kirchenrat wolle die Gemeinden z.B. mit geistlichen Impulsen für Kirchenpflegen unterstützen, damit die Zusammenarbeit auch eine geistliche und gemeinschaftliche Dimension hat. Ausserdem soll die Sprachfähigkeit der Christinnen und Christen gestärkt werden, denn der Glaube ist nicht Privatsache, aber viele Menschen trauen sich nicht über ihren Glauben öffentlich zu sprechen.

Ausserdem informierten die fünf Synodefraktionen über sich und ihre Arbeit: Kirche und Welt, der Verein Lebendige Kirche, die Evangelische Fraktion, die Fraktion Freies Christentum und die Fraktion der Fraktionslosen. Im Anschluss an die Sitzung der Synode, um 12.45 Uhr, wurde der Beginn der neuen Amtsperiode mit einem Gottesdienst in der Stadtkirche Aarau, geleitet von Kirchenratspräsident Pfr. Christoph Weber-Berg gefeiert.




Schlichtungskommission im Januar 2019
15 Fotos


Aufgeschaltet am 16. Januar 2019
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