Reformationsgeschichten Kulm - Reformierte Landeskirche Aargau


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Reformationsgeschichten in Kulm (Unterkulm)

Kulm ist vergleichsweise «dünn» mit Quellen für die die dörfliche Reformationsgeschichte belegt. Hier ist aber eine Legende über «Fluchtkunst» angesiedelt, die auch im Zusammenhang mit den noch vorhandenen Fresken des Spätmittelalters und Relikten von Fluchtkunst im Luzernischen interessant ist.


Einleitende Bemerkungen und Überblick

Die 1045 erwähnte Kirche von Unterkulm weist einen bedeutenden Freskenzyklus aus dem frühen 14. Jahrhundert auf, der wohl im Rahmen des reformierten Bildersturms übermalt worden ist.

1528 wurde in der Pfarrei Kulm die Reformation eingeführt, Konrad Müller, Kaplan zu Kulm, unterschrieb im Januar 1528 die 10 Schlussreden.

Im März 1528 richteten die Kirchgenossen von Kulm die Bitte an die Berner Obrigkeit «sy by der mess belyben ze lassen, haben sy doch sich ergeben,  m.h. [meinen Herren=Bern]  ze gehorsamen.

1528 wurde Rudolf Kisling von Erlach als Prädikant in Kulm eingesetzt. Er amtierte 33 Jahre dort und wurde 1561 von seinem Sohn Emanuel Kisling abgelöst, der 22 Jahre im Amt blieb.


Heiligenbilder aus Kulm werden vor dem Bildersturm gerettet…

Johannes Salat, Chronist aus Sursee, mit den Lebensdaten 1498–1561, schrieb in sei-ner Reformationschronik der Jahre 1517–1531 folgenden Text über die Kirche in Kulm:
Es warend jn handlung des bildersturms zu Kulm jn Bern piett/ nun noch 4 oder 6 allt gloubig/ die andern all sectisch / hattend jn jr kilchen ouch ij hüpsch taflen/ die sj lang enthielltend / und taglich warten mûstend das die von den sectern zerschlagen und verbrennt wurdend - Darum alls es ward jn der haberern/ die luterschen puren all uff dem fâld warend/ fùrend die allt glôubigen mit eim gleyterten wagen zù der kilchen/ hidend die taflen uf/ hatt jeder sin gut halbarten by jmm/ und fûrtends allso gen Münster jn Ergôw.