Herausgeber - Reformierte Landeskirche Aargau


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Herausgeberschaft und Verbindlichkeit des Kirchenboten für die Gemeinden

Im November 2006 hat die Synode beschlossen, dass die Landeskirche die Herausgeberschaft vom bis dato unabhängigen Kirchenboten-Verein übernimmt. Im Juni 2009 hat die Synode ausserdem beschlossen, dass die Mitgliederzeitung verbindlich von allen Kirchgemeinden in alle Haushaltungen mit einem reformierten Mitglied verteilt wird.


Ziele der neuen Regelungen
Der Kirchenrat und der damalige private Herausgeberverein des Aargauer Kirchenboten wollten mit den neuen Regelungen folgende Ziele erreichen: Langfristige finanzielle und organisatorische Sicherung der gemeinsamen Mitgliederpublikation der Reformierten Landeskirche; breit abgestützte und beständige Form der Herausgeberschaft.
Alle Mitglieder der reformierten Kirchgemeinden im Aargau sollen mit einem gemeinsamen Kommunikationsmittel erreicht werden können. Die Kirchgemeinden müssen bei der Kommunikation mit ihren Mitgliedern optimal unterstützt werden. Dabei soll die finanzielle Belastung der Gemeinden durch kosteneffiziente Produktion der Mitgliederzeitung möglichst niedrig sein. Das wird durch Synergien bei der redaktionellen Arbeit, bei der Produktion und durch eine möglichst hohe Auflage erreicht. Desto höher die Auflage, desto kostengünstiger ist das einzelne Abonnement.

Neue Herausgeberschaft der Mitgliederzeitung

Die neue Herausgeberschaft ist in der Kirchenordnung verankert: «Die Reformierte Landeskirche gibt eine regelmässig erscheinende Publikation für alle Kirchenmitglieder heraus. Das Weitere regelt das Reglement für die Herausgabe einer Mitgliederpublikation.»
Als Herausgeberin wählt die Synode die Hälfte der Mitglieder der zukünftigen Herausgeberkommission, genehmigt die Rechnung und beschliesst über eventuelle Erhöhungen des Abonnementspreises.
 
Die Redaktion soll grundsätzlich publizistisch unabhängig arbeiten. Da der Kirchenbote aber nicht nur eine unabhängige Zeitung sondern auch das wichtigste Kommunikationsmittel der Kirche mit ihren Mitgliedern ist, sind die Grundsätze der Loyalität der Publikation zum Leben der Landeskirche im Reglement umschrieben.
 
Die Herausgeberkommission
Wichtigstes Organ für die neue Herausgeberschaft ist neben der Redaktion und der Verlags- und Geschäftsführung des Kirchenboten, die nicht wesentlich verändert werden, die Herausgeberkommission. Fünf ihrer zehn Mitglieder werden von der Synode gewählt. Sie sollen die Interessen der Kirchgemeinden gegenüber dem Kirchenboten vertreten. Dazu kommen wie bisher je eine Person, die das Pfarrkapitel und das Diakoniekapitel repräsentieren. Der Kirchenrat kann drei Mitglieder in die Herausgeberkommission wählen, um z.B. bestimmte Fachkompetenzen einzubringen und das Präsidium bestimmen.


Verbindlichkeit der Mitgliederpublikation ab Juni 09 für alle Kirchgemeinden
In der Kirchenordnung wurde zusammen mit der neuen Herausgeberschaft des Kirchenboten auch die verbindliche Verbreitung durch alle Aargauer Kirchgemeinden festgeschrieben.
 
Der Kirchenrat hat das entsprechende Reglement am 1. Juni 07 in Kraft gesetzt.
Damit gilt der Kirchenbote seit 1. Juni 2007 als die gemäss § 134bis der Kirchenordnung von der Landeskirche herausgegebene «regelmässig erscheinende Publikation für alle Kirchenmitglieder». «Die Mitgliederpublikation wird allen Haushalten mit mindestens einem Mitglied der Reformierten Landeskirche Aargau zugestellt. Die Kirchgemeinden sind verpflichtet, die Abonnementskosten für die Mitgliederpublikation zu tragen.» (Kirchenordnung § 134bis, Abs 2 und 3).
Für die Kirchgemeinden, die den Kirchenboten zur Zeit nicht abonniert haben, gilt gemäss § 14 des Reglements 239.300 eine Übergangsfrist von zwei Jahren ab Inkraftreten des Reglements. Das heisst bis zum Juni 2009 sind die nicht-abonnierten Kirchgemeinden gebeten, die Mitgliederpublikation für ihre Mitglieder zu abonnieren.

Die Freiheit der Gemeinden

Neben der Verteilung des Kirchenboten sind die Gemeinden aber weiterhin frei, die Kommunikation mit ihren Mitgliedern zu gestalten und eigene Publikationen herauszugeben. Sie können den Kirchenboten mit seinen Leistungen wie Gemeindeseiten und Beilagen und nutzen, sind dazu aber nicht verpflichtet. Umgekehrt gehört es zum Grundauftrag des Kirchenboten, den Gemeinden die bestmöglichen Dienstleistungen anzubieten und weiter zu entwickeln.
In der modernen Mediengesellschaft ist es auch für die Kirche unumgänglich, dass die Reformierten im ganzen Aargau - und nicht nur im Aargau - eine gemeinsame Stimme haben und einheitlich auftreten, damit sie auch von den distanzierten Mitgliedern wahrgenommen werden.

Der Kirchenrat hat das Reglement zur Herausgabe einer Mitgliederpublikation (SRLA 239.300) auf den 1. Juni 2007 in Kraft gesetzt.