Synodevorschau vom 16.11.2016 - Reformierte Landeskirche Aargau


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Seelsorge an kantonalen und regionalen Institutionen verbessern und ein gemeinsames Erscheinungsbild

Vorschau auf die Synode am 16. November 2016 im Grossratssaal in Aarau

Medienmitteilung vom 1. November

Am 16. November kommen die ca. 180 Synodalen der Reformierten Landeskirche Aargau im Grossratssaal in Aarau zur vierten Sitzung der laufenden Amtsperiode zusammen. Neben den üblichen Geschäften einer Herbstsynode wie dem Budget für das nächste Jahr geht es vor allem um die Verbesserung der Seelsorge für die Patienten in kantonalen und regionalen Institutionen und eine neues einheitliches Erscheinungsbild für die Aargauer Kirchgemeinden und die Landeskirche.


Der Kirchenrat legt der Synode für das Jahr 2017 ein Budget für die Zentralkasse der Landeskirche mit einem Aufwandüberschuss von 305’920 Franken bei einem Gesamtumfang von 11’210'650 Franken vor. Das Budget basiert weiterhin auf einem reduzierten Zentralkassenbeitrag der Kirchgemeinden von 2,3 %. Der Aufwandüberschuss kann aus dem Eigenkapital gedeckt werden.

Projekt «Seelsorge an kantonalen und regionalen Institutionen»
Kranke und leidende Menschen zu besuchen gehört zum Kernauftrag der reformierten Kirche. Sie nennt das «Seelsorge» und möchte mit dem Projekt «Seelsorge an kantonalen und regionalen Institutionen» sicherstellen, dass Menschen auch in Spitälern, Kliniken und Heimen im Aargau von speziell ausgebildeten Pfarrerinnen und Pfarrern gut begleitet werden. Dazu können mit jährlich 75‘000 Franken in bescheidenem Umfang neue Seelsorgestellen von der Landeskirche geschaffen werden.
Das Konzept sieht vor, dass alle Beteiligten enger zusammenarbeiten: Die Seelsorgerinnen und Seelsorger in den Institutionen und in den Gemeindepfarrämtern, die reformierte und katholische Seelsorge und die Kirchen mit den Institutionen. Ökumenische Zusammenarbeit bedeutet, dass eine Seelsorgerin, unabhängig davon, welcher Konfession sie angehört, immer im Auftrag von beiden grossen Konfessionen Patientinnen und Patienten besucht. Eine Konfession vertritt die andere. Bei Bedarf fragt die Seelsorgerin nach, ob der Seelsorger der anderen Konfession gewünscht wird.
Als zweite Massnahme soll die regionale Zusammenarbeit der Gemeindeseelsorge und ihre Einbindung in Institutionen gestärkt werden. Es sollen regionale und ökumenische Zusammenarbeitsmodelle geschaffen werden, die die Stellung der Gemeindeseelsorge in den Institutionen stärken. Da es die finanzielle Situation der Kirchgemeinden und der Landeskirche zurzeit nicht erlaubt, mehr Stellen für die regionale Seelsorge einzurichten, soll mit den aufgeführten Massnahmen gleichwohl eine bessere seelsorgliche Betreuung von Menschen in Spitälern und Heimen erreicht werden.

Gemeinsam und wiedererkennbar auftreten
Der Kirchenrat möchte die Sichtbarkeit und Wiedererkennbarkeit der «Reformierten Kirche» auf allen Ebenen, auf der kantonalen Ebene der Landeskirche und auf der lokalen Ebene der Kirchgemeinden durch die Einführung eines einheitlichen, gemeinsamen Erscheinungsbilds verbessern. Deshalb beantragt der Kirchenrat der Synode die rechtlichen Grundlagen für ein einheitliches, gemeinsames Erscheinungsbild in der Landeskirche und in allen Aargauer Kirchgemeinden mit der entsprechenden Ergänzung der Kirchenordnung zu schaffen. Mitglieder sollen auch nach einem Umzug oder an einem anderen Ort ausserhalb ihrer Wohngemeinde «ihre» reformierte Kirche auf Anhieb wiedererkennen, und es soll deutlicher werden, was alles zur «Reformierten Kirche» gehört und von ihr angeboten wird. Ausserdem ergeben sich durch das gemeinsame Erscheinungsbild grosse Einsparungsmöglichkeiten für die Kirchgemeinden.
Zum neuen Erscheinungsbild gehören verbindliche Vorgaben und gemeinsame Elemente, aber auch genügend Freiraum für individuelle Ergänzungen und lokale Gestaltung. Die geplante gemeinsame Wortmarke «Reformierte Kirche …» kann mit zusätzlichen Bildelementen bzw. Logos der Kirchgemeinden ergänzt werden. Diese Bildelemente müssen aber stilistisch zur Wortmarke passen. Neu ist, dass auf allen Ebenen nur noch «Reformierte Kirche» im Logo stehen soll und nicht mehr «Reformierte Kirchgemeinde» oder «Landeskirche».

Stimmt die Synode dem zu, wird in Zusammenarbeit mit den Kirchgemeinden das Konzept für das gemeine Erscheinungsbild erstellt, das den Kirchgemeinden ab Ende 2017 zur Verfügung stehen soll. Die Kirchgemeinden sollen dann sechs Jahre lang Zeit haben, dieses Erscheinungsbild einzuführen.

Weitere Geschäfte: Dienstleistungszentrum Finanzen und Unterstützung nachhaltigen Bauens
Der Kirchenrat beantragt der Synode, das Dienstleistungszentrum der Landeskirche für Finanzen der Kirchgemeinden (DLZ) in eine neue Rechtsform als unselbstständige öffentlich-rechtliche Anstalt zu überführen. Das DLZ hat Ende 2011 den Betrieb aufgenommen und erledigt inzwischen für  27 Aargauer Kirchgemeinden und 5 weitere Institutionen Aufgaben im Bereich Rechnungswesen. Sieben Angestellte führen Rechnungen mit einem Gesamtumfang von ca. 36,8 Mio. Franken pro Jahr. Zu den Arbeiten gehören Buchhaltung, Personalmutationen, Lohnzahlungen und administrative Aufgaben. Da das DLZ nicht gewinnorientiert arbeitet, werden die Dienstleistungen rein kostendeckend und zu einem möglichst günstigen Preis angeboten. In der angestrebten neuen Rechtsform werden bereits das Tagungszentrum Rügel und die beiden Heimgärten Aarau und Brugg erfolgreich geführt.
Zur Beantwortung einer Motion vom Juni 2013 zur stärkeren finanziellen Unterstützung der Kirchgemeinden bei der Ausführung von Energiesparmassnahmen legt der Kirchenrat eine Revision des Reglements über den Ökofonds vor. Bis anhin werden aus dem Ökofonds nur indirekte Massnahmen wie Gebäudeanalysen oder Beratungen durch anerkannte Energieberatungsstellen gefördert. Neu sollen auch direkte Massnahmen gefördert werden. An die effektiven Kosten baulicher Massnahmen sollen maximal 25 Prozent der Kosten oder 25‘000 Franken pro Kirchgemeinde innerhalb von drei Jahren ausgezahlt werden können. Ausserdem wird das Modul «Beratung für Schutzobjekte und kirchliche Gebäude», das von der Energieberatung des Kantons Aargau seit Ende 2015 angeboten wird, speziell unterstützt. Die Beratung soll bei energietechnischen Massnahmen die besonderen denkmalschützerische Aspekte und bauphysikalischen Bedingungen kirchlicher Gebäude berücksichtigen.
ria / F. Worbs

Traktandenliste und Synodeunterlagen können Sie auf www.ref-ag.ch/Synode  herunterladen. Dort erhalten Sie zu den meisten Traktanden auch noch weitere Informationen und Zusammenfassungen.

Für weitere Auskünfte:
der Informationsbeauftragte Frank Worbs: Tel. 062 838 00 18 (079 444 97 82)




Aufgeschaltet am 3. November 2016
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