Synodevorschau 4. November 2015 - Reformierte Landeskirche Aargau


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Synode 2015
Synode Aarau 3. Juni 2015


Vorschau auf die Synode am 4. November 2015 im Grossratssaal in Aarau

Gemeindeentwicklung und Personalmanagement im Fokus der neuen Amtsperiode

Medienmitteilung vom Donnerstag, 22. Oktober 2015

Am 4. November kommen die ca. 180 Synodalen der Reformierten Landeskirche Aargau im Grossratssaal in Aarau zur zweiten Sitzung der laufenden Amtsperiode zusammen. Neben den üblichen Geschäften einer Herbstsynode wie dem Voranschlag 2016 und dem Finanzplan für die nächsten vier Jahre geht es vor allem um besondere Schwerpunkte und Projekte in den Bereichen Gottesdienst und Musik, Gemeindeentwicklung und Personalmanagement für die neue Amtsperiode 2015 – 2018. Ausserdem soll durch drei Massnahmen die Berufsgruppe der Katechetinnen und Katecheten gestärkt werden.


Der Kirchenrat legt der Synode für das Jahr 2016 einen Voranschlag für die Zentralkasse der Landeskirche mit einem Aufwandüberschuss von 109’755 Franken bei einem Gesamtumfang von 11’097'925 Franken vor. Das Budget basiert weiterhin auf einem reduzierten Zentralkassenbeitrag der Kirchgemeinden von 2,3 %. Der Aufwandüberschuss kann aus dem Eigenkapital gedeckt werden.

Drei Projekte für die Dauer der Amtsperiode

Das Projekt «Musik in der Kirche» soll in den Jahren 2015 – 18 besondere musikalische Impulse für das gottesdienstliche Feiern der Kirchgemeinden geben. Im dem neuen Projekt, das an das Projekt «Popularmusik in der Kirche» anknüpft, sollen sowohl klassische Kirchenmusik als auch Jazz, Rock, Pop, Gospel, Ländlermusik und Musik aus aller Welt einbezogen und gleichwertig im Gottesdienst etabliert werden. Um das zu erreichen, sollen besondere Musikangebote über Kirchgemeindegrenzen hinaus vernetzt und erfahrene Musikerinnen und Musiker vermittelt werden. Auch die Chorleitung und das Orgelspiel sollen unterstützt werden. Für das Projekt sind in den Jahren 2016 - 18 180‘000 Franken vorgesehen.
Das Projekt «Gemeindeentwicklung» soll «verschiedenartige Modelle der Zusammenarbeit zwischen Kirchgemeinden, neue Ansätze der Profilierung und Fokussierung des Angebots, zeitgemässe und flexible Gemeindestrukturen sowie zukunftsorientierte Formen von Mitgliederbeziehungen» entwickeln und in den Gemeinden etablieren. Dazu wird das derzeitige Modell der «Partnerschaftlichen Gemeindeleitung» in den Kirchenpflegen evaluiert und allenfalls angepasst. Im Rahmen der verstärkten Zusammenarbeit der Kirchgemeinden sollen regionale Schwerpunkte und Profilgemeinden sowie neue zielgruppenorientierte Angebote entwickelt werden. Ausserdem geht es um Modelle zum Teilen und gemeinsamen Führen von Stellen, nicht territoriale Gemeinden und neue Formen der Kirchenmitgliedschaft. Dafür beantragt der Kirchenrat ein Kostendach von 450‘000 Franken in den nächsten drei Jahren.
Weil der Bedarf der Kirchenpflegen an Beratung und Unterstützung bei der Personalführung, bei der partnerschaftlichen Gemeindeleitung und bei Konflikten hoch ist, sollen mit dem dritten grossen Projekt, «Personalentwicklung», die Kirchgemeinden im Bereich des Personalmanagements gezielt unterstützt und das Angebot an Hilfsmitteln, Beratung und Schulung nachhaltig ausgebaut werden.
Hier geht es vor allem um die Förderung der kirchlichen Mitarbeitenden und  ihrer Kompetenzen. Das Projekt soll umfassende Tools für das Personalmanagement erarbeiten wie arbeitsrechtliche Grundlagen, Formulare, Checklisten und Abläufe z. B. für die Besetzung von Pfarrstellen, Stellenprofile und Muster-Funktionsbeschriebe für alle Anstellungsverhältnisse, Musterarbeitszeugnisse und Leitfaden für Mitarbeitendengespräche. Für dieses Projekt werden in den nächsten drei Jahren 240'000 Franken veranschlagt.

Stärkung der Berufsgruppe der Katechetinnen und Katecheten
Der Kirchenrat möchte aus verschiedenen Gründen die Katechetinnen und Katecheten, die in den Kirchgemeinden Religionsunterricht erteilen, durch drei verschiedene Massnahmen speziell stärken. Die Synode berät folgende Vorschläge: 1. Die Anstellungs- und Arbeitsbedingungen der Katechetinnen und Katecheten sollen an das veränderte Umfeld angepasst werden. 2. Sie sollen eine offizielle Berufsvertretung erhalten, einen «Konvent», der ihre Interessen vertritt und Austausch und Vernetzung fördert. 3. Die Katechetinnen und Katecheten sollen nach Abschluss ihrer Ausbildung im Rahmen eines jährlichen festlichen Gottesdienstes offiziell zum Dienst in der reformierten Kirche beauftragt werden.

Beantwortung der Motion zur Form des Kirchenaustritts
Mit einer Änderung der Kirchenordnung will der Kirchenrat eine Motion vom November 2014 zur Vereinfachung der formalen Hürden beim Kirchenaustritt umsetzen. Die Mitteilung eines Kirchenaustritts soll wieder (wie früher) als einfaches Schreiben per Post möglich sein und nicht zwingend als Einschreiben, wie es die Kirchenordnung der Aargauer Landeskirche seit 2012 vorschreibt. Die Bestimmung wurde in den Kirchgemeinden entweder gar nicht eingehalten, oder nicht eingeschrieben geschickte Austritte wurden mit der Bitte um nochmaliges Zusenden per Einschreiben retourniert, was oft zum Ärger der Betroffenen Anlass gab.
ria / F. Worbs

Traktandenliste und Synodeunterlagen können Sie auf www.ref-ag.ch/Synode  herunterladen. Dort erhalten Sie zu den meisten Traktanden auch noch weitere Informationen und Zusammenfassungen.

Für weitere Auskünfte:
der Informationsbeauftragte Frank Worbs: Tel. 062 838 00 18 (079 444 97 82)



Aufgeschaltet am 22. Oktober 2015
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