Stellenplafond Aufhebung - Reformierte Landeskirche Aargau


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Haus der Reformierten
Das «Haus der Reformierten» im Stritengässli in Aarau ist der Arbeitsplatz für die meisten Mitarbeitenden der Landeskirchlichen Dienste
Foto: Markus Hässig

Aufhebung des Stellenplafonds für die Landeskirchlichen Dienste

Der Kirchenrat beantragt der Synode, dass diese die personellen Ressourcen der Landeskirchlichen Dienste nicht mehr über die Festlegung der Summe von Stellenprozenten steuert, sondern über das Budget. Die Änderung hat keine Kostenfolgen, sondern erhöht die Transparenz der tatsächlich eingesetzten personellen Ressourcen gegenüber der Synode, senkt den administrativen Aufwand, schafft die nötige Flexibilität für die anstehende Organisationsentwicklung und steigert die Effizienz der Landeskirchlichen Dienste.


Dazu legt der Kirchenrat die entsprechenden Anpassungen der Kirchenordnung, des Reglements über die Organisation der Landeskirchlichen Dienste und des dazu gehörenden Dienst- und Lohnreglements vor. In der Kirchenordnung ist bisher festgelegt, dass die Synode die Summe von Stellenprozenten, die dem Kirchenrat zur Erfüllung seiner Aufgaben durch die Landeskirchlichen Dienste zur Verfügung stehen, bestimmt. Innerhalb der bewilligten Gesamtsumme kann der Kirchenrat über die Zuweisung der Stellenprozente auf die einzelnen Aufgaben frei befinden.

In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass diese Regelung nicht zu einer einfacheren Feststellung des tatsächlichen Personalbestands, sondern im Gegenteil unbeabsichtigt zu weniger Transparenz gegenüber der Synode führt. Insbesondere im Rahmen zeitlich befristeter Projekte fallen immer wieder Tätigkeiten an, die zusätzliche personelle Ressourcen erfordern. Die Fixierung einer Obergrenze hat zur Folge, dass diese Stellenprozente im Rahmen von Projekten nicht im Stellenplan ersichtlich sind. Ausserdem haben einzelne Mitarbeitende der Landeskirchlichen Dienste zwei oder sogar drei verschiedene Arbeitsverträge und Projektaufträge.
Der Nutzen des Stellenplafonds für die Synode ist nicht mehr hinreichend erkennbar und nicht mehr zeitgemäss. Dem Kirchenrat fehlt dadurch die nötige Flexibilität und Handlungsfreiheit, um auf den schwankenden Bedarf an Arbeitskräften zu reagieren. Die Flexibilisierung des Stellenplans steigert deshalb bei gleichbleibenden Personalkosten die Transparenz gegenüber der Synode und reduziert den administrativen Aufwand.

Mehr Spielraum für Organisationsentwicklung
2015 und 2016 führt der Kirchenrat aufgrund der Ergebnisse der Dienstleistungsanalyse 2013 sowie der Organisationsanalyse 2014 eine Organisationsentwicklung durch. Im Rahmen dieses Prozesses und im Blick auf die Schwerpunkte des Arbeitsprogramms 2015 - 2018 kommt es voraussichtlich zu Veränderungen in der Struktur der Landeskirchlichen Dienste. Eine Flexibilisierung des Stellenplans erleichtert diesen Prozess und gewährleistet eine höhere Transparenz bezüglich der tatsächlich besetzten Stellen. Es sinkt ausserdem der Anreiz, Aufgaben auswärts zu vergeben, die mit eigenem Personal effizienter erledigt werden könnten. Die externe Beratungsfirma empfahl dem Kirchenrat als ein Ergebnis der Organisationsanalyse unter anderen, zu prüfen, ob die extern vergebenen Aufträge nicht durch eigenes Personal günstiger erledigt werden könnten.

Bewirtschaftung des Stellenplans
Der Stellenplan soll in Zukunft vom Kirchenrat bewirtschaftet werden, der im Rahmen des von der Synode vorgegebenen Budgets über temporäre und neue Stellen oder Verlagerungen entscheidet. Die politische Kontrolle liegt auch weiterhin bei der Synode. Die Jahresrechnung wird weiterhin einen Stellenplan enthalten.
Das Anliegen überlagert die Frage, wie es mit der von der Synode im Juni 2013 bewilligten, bis Ende 2015 befristeten Aufstockung des Stellenplans um 130 Stellenprozente weitergehen soll.
Die durch die Dienstleistungs- und Organisationsanalyse angestossene Organisationsentwicklung wird ab Januar 2016 umgesetzt. Durch die angepasste Struktur und durch optimierte Prozesse soll die Effizienz des landeskirchlichen Betriebs spürbar verbessert werden. Um diese Verbesserungen zu realisieren, ist es von Vorteil, wenn vor einer gezielten, auf bestimmte Stellen bezogenen Reduktion von Stellenprozenten in der neuen Struktur Erfahrungen gesammelt werden können.

Finanzielle Entwicklung der Personalausgaben
Zwischen 2011 und 2015 ist der Gesamtaufwand der Landeskirche von 12,1 Mio. Franken um eine Million auf 11,1 Mio. Franken gesunken. Die Gesamtkosten für Personalaufwand, Dienstleistungen und Honorare sind in diesem Zeitraum von 5.7 Mio. um 170‘000 Franken auf Fr. 5.87 Mio. Franken gestiegen. In diesem Zeitraum wurden aufgrund entsprechender Synodebeschlüsse die Fachstelle Campus Brugg-Windisch aufgestockt, die oben erwähnten temporären Stellen geschaffen und die Entschädigungen für die Dekanatsleitungen erhöht

Das Anliegen des Kirchenrates ist eine effiziente Leistungserbringung durch die Landeskirchlichen Dienste sowie eine transparente Rechenschaft über den Einsatz personeller und finanzieller Ressourcen.
Die Synode hat auch weiterhin die Möglichkeit, die Entwicklung der Gesamt- und der Personalkosten zu überwachen und im Rahmen der Budgetierung und der Rechnungsabnahme Einfluss zu nehmen.

Informationsdienst



Aufgeschaltet am 4. Mai 2015
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