Medienmitteilung des ökumenischen Konvents Zofingen zu Vorbereitungen auf die neue Asylunterkunft


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«Gemeinsam schaffen wir das!» - Kirchen vor Ort bereiten sich auf Asylsuchende in Zofingen vor

Medienmitteilung der Kirchgemeinden von Zofingen vom 14. November 2014

Auf die Stadt Zofingen kommt eine grosse Herausforderung zu, wenn im Dezember rund 170 Asylsuchende im alten Pflegeheim untergebracht werden. Pfarrerinnen und Pfarrer und Diakone der drei Landeskirchen und der Evangelisch-methodistischen Kirche von Zofingen haben im Rahmen ihrer Zusammenarbeit im ökumenischen Konvent beraten, wie die Kirchen Asylsuchende und Behörden unterstützen können.


Der ökumenische Konvent in Zofingen findet es angemessen, ein geeignetes und leerstehendes Gebäude für Menschen bereitzustellen, die vor Krieg und Gewalt geflohen sind. Wenn in Zofingen 170 Personen eine vorübergehende Unterkunft finden, stehen die Kirchen in der Pflicht, mitzuhelfen ihnen ein menschenwürdiges Obdach zu bieten. Dass im Kanton 300 Plätze für solche Menschen fehlen, stimmt nachdenklich. Der ökumenische Konvent begrüsst es, dass Zofingen zur Entschärfung dieses Engpasses etwas beitragen kann.

Durch die kurzfristige Information des Kantons muss die Vorbereitung für dieses Projekt rasch geschehen. Der kantonale Sozialdienst und die Stadt sind ebenfalls gefordert. Die Vertreter des ökumenischen Konvents sind bereit, mit ihren Möglichkeiten die Unterbringung und Begleitung der geflohenen Frauen, Männer und Kinder zu unterstützen. Unter anderem wird Beat Maurer, Sozialdiakon der Reformierten Kirchgemeinde, die Kirchen in der geplanten Begleitgruppe des Kantons vertreten. Im ökumenischen Konvent herrscht die Meinung vor: „Gemeinsam schaffen wir das!“ Im Mittelpunkt der Bemühungen stehen die Menschen. Schon heute unterstützen die Kirchen Deutschkurse und andere Integrationsprojekte in Zofingen, um zugewanderten Personen die Integration zu erleichtern. Unabhängig von ihrer Herkunft und Religionszugehörigkeit beraten sie Personen in verschiedensten Notlagen und bieten Freiwilligen eine Plattform, um sich für Menschen in Not zu engagieren.

Für die Kirchenvertreter geht es im Blick auf die Asylsuchenden um das Leisten von erster Hilfe. Die Kirchen stehen in der Verantwortung der Nächstenliebe, diese Menschen mit ihren Möglichkeiten zu unterstützen.
Im Moment ist noch offen, welche Art von Unterstützung gefordert ist. Der ökumenische Konvent prüft jedoch vorsorglich, welche bestehenden Angebote der Kirchen für Asylsuchende geöffnet werden können und wo es gegebenenfalls neue Initiativen braucht. Von Anfang an wollen die Kirchen ihre Unterstützung untereinander koordinieren und gemeinsam auftreten. Dabei werden sie von den Landeskirchen unterstützt, die in den Asylunterkünften in Bremgarten und Aarburg bereits engagiert sind.

Gerade im Hinblick auf die kommende Advents- und Weihnachtszeit kommt der Hilfe an Menschen in Not besondere Bedeutung zu. Im Blick auf die bevorstehenden Feiertage macht es betroffen, dass gerade jetzt so viele Menschen in die Schweiz kommen, denen alles genommen wurde. Gerade sie finden sich in der Weihnachtsbotschaft wieder. Ist doch Flucht, Gewalt und Entwurzelung Thema dieser Botschaft.
Die Mitglieder des ökumenischen Konvents zeigen sich zuversichtlich, dass sich durch die Begegnungen mit den neuen Nachbarinnen und Nachbarn vertrauen schafft, und sich viele Ängste als unbegründet erweisen werden.

Zum ökumenischen Konvent in Zofingen gehören folgende Kirchgemeinden:
  • Römisch-Katholische Kirchgemeinde
  • Reformierte Kirchgemeinde
  • Christkatholische Kirchgemeinde
  • Evangelisch-methodistische Kirchgemeinde


Für weitere Auskünfte:
Beat Maurer, Sozialdiakon der reformierten Kirchgemeinde, Hintere Hauptgasse 19, 4800 Zofingen, Tel. 062 745 00 95





Aufgeschaltet am 14. November 2014
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