MM Flüchtlingshilfe Nordirak - Reformierte Landeskirche Aargau


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Kirchenrat spendet 15 000 Franken für verfolgte Flüchtlinge im Nordirak

Medienmitteilung vom Mittwoch, 20. August 2014

Der Kirchenrat der Reformierten Landeskirche Aargau spendet 15 000 Franken Nothilfe für die Menschen, die vor dem Terror des «Islamischen Staates» im Nordirak fliehen mussten. Das Geld wird der christlichen Hilfsorganisation Christian Aid Program Northern Iraq (CAPNI) überwiesen.

Die Kämpfer des «Islamischen Staates» konnten inzwischen auch in die Gegend östlich von Mosul eindringen und terrorisieren dort die Bevölkerung. Hier, in der sogenannten Niniveh-Ebene, ist das traditionelle Siedlungsgebiet der Christen und der Jesiden. Und hier liegt auch die grösste christliche Stadt im Irak: Karakosch. Der Terror der Dschihadisten hat erneut eine Massenflucht ausgelöst. Gegen 200`000 Christen und Jesiden sind Hals über Kopf, ohne Kleidung und Essen, ins Sindschar-Gebirge und in die teilautonome Kurdenprovinz geflohen. Die Lage der Flüchtlinge ist katastrophal. In Irakisch-Kurdistan leben inzwischen weit über eine Million Flüchtlinge. Es wurden zwar in Eile grosse Camps eingerichtet, aber es fehlt an allem.

Die in der Kurdenprovinz ansässigen Christen versuchen ebenfalls zu helfen. Sie bieten den Flüchtlingen – unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit – Unterkunft in Kirchen, Klöstern, Gemeindezentren und Schulen. Aber auch sie sind durch diese Entwicklung bei weitem überfordert.
Seit 1993 gibt es im Nordirak eine professionell und transparent arbeitende, einheimische Hilfsorganisation: Christian Aid Program Northern Iraq (CAPNI), die von der Reformierten Kirche des Kantons Zürich unterstützt wird. Sie leistet seit 20 Jahren humanitäre und Aufbauhilfe im Nordirak. Vor ca. drei Wochen hat CAPNI ein grosses Nothilfeprojekt für die neuen Flüchtlinge gestartet. CAPNI verteilt dringend benötigte Lebensmittelpakete, Hygieneartikel, Matratzen, Wassercontainer und Medikamente.

Zudem ruft der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) seine Mitgliedkirchen zum Gebet und zur Solidarität mit den Menschen im Nordirak auf. Diesem Aufruf schliesst sich der Kirchenrat der Reformierten Landeskirche Aargau an und bittet die Aargauer Kirchgemeinden, Gebete für die Flüchtlinge und die bedrohten Menschen im Nordirak in ihren Gottesdiensten aufzunehmen und die Hilfsorganisation CAPNI zu unterstützen.

ria / F. Worbs
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Weitere Auskünfte: Frank Worbs, Tel. 062 838 00 18 (079 444 97 82)



Aufgeschaltet am 20. August 2014
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