Synodevorschau 4.6.14 - Reformierte Landeskirche Aargau


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Vorschau auf die Geschäfte der Sommersynode der Reformierten Landeskirche Aargau am 4. Juni 2014 im Grossratssaal in Aarau

Synode wählt den Kirchenrat für die neue Amtsperiode

Am Mittwoch, 4. Juni, kommen die ca. 180 Synodalen, die Mitglieder des Parlaments der Reformierten Landeskirche Aargau, zur vorletzten Synodesitzung in der laufenden Amtsperiode zusammen. Die Sitzungen der Synode sind öffentlich. Im Mittelpunkt stehen die Gesamterneuerungswahlen des Kirchenrats und des Rekursgerichts für die Amtsperiode 2015 – 2018. Aufgrund eines Rücktritts ist ein Mitglied des Kirchenrats neu zu wählen.

Neben den Wahlen geht es um die Jahresrechnung 2013 der Landeskirche, die mit einem Ertragsüberschuss von 378‘077 Franken abschliesst. Besondere inhaltliche Geschäfte stehen im Juni nicht zur Diskussion. Dafür sind eine Motion und ein Postulat zu behandeln.


Die Rechnung 2013 der Zentralkasse der Reformierten Landeskirche Aargau schliesst bei einem Aufwand von 11'179‘012 Franken und einem Ertrag von 11'557'089 Franken mit einem Ertragsüberschuss von 378‘077 Franken ab. Die Erträge sind zwar aufgrund des 2013 von 2,4 auf 2,3% reduzierten Zentralkassenbeitrags um 468‘154 Franken zurückgegangen, lagen aber immer noch rund 133’00 Franken über den budgetierten Erwartungen. Vor allem bei den Personalkosten und den Ausgaben für die Ausbildung gab es besondere Einsparungen. Über die Verwendung des Ertragsüberschusses entscheidet die Synode.

Ausserdem sind die Rechnungen der Heimgärten Aarau und Brugg, des Tagungshauses Rügel und der Zeitung «reformiert.» Aargau sowie der Jahresbericht des Kirchenrates zu beraten und zu genehmigen.

 
Gesamterneuerungswahlen des Kirchenrats, Kandidatur von Catherine Berger

An der letzten Sommersynode einer Legislaturperiode werden gemäss Kirchenordnung alle Mitglieder des Kirchenrats und das Präsidium für die neue Legislaturperiode gewählt. Fünf der sechs Kirchenratsmitglieder und der Präsident stellen sich für die Amtsperiode 2015 – 2018 zur Wiederwahl zur Verfügung: Daniel Hehl (Dossier Seelsorge), Martin Keller (Dossier Theologie und Ethik), Beat Maurer (Dossier Diakonie), Hans Rösch (Dossier Finanzen) und Regula Wegmann (Dossier Jugend und Musik). Kirchenratspräsident Dr. theol. Christoph Weber-Berg stellt sich nach zweieinhalb Jahren Amtszeit der Wiederwahl für seine erste volle Amtsperiode.

Aufgrund des Rücktritts von Kirchenrat Urs Karlen Ende 2014 ist der siebte Sitz neu zu besetzen. Der Vorstand der Fraktion Lebendige Kirche schlägt Catherine Berger-Meier aus Rheinfelden vor. Catherine Berger-Meier, geb. 1964, ist seit 2003 selbständige Anwältin und Mediatorin in Rheinfelden und seit 12 Jahren Mitglied der Kirchenpflege Rheinfelden Kaiseraugst Magden Olsberg, die sie seit 2006 präsidiert.

Auch die fünf Mitglieder und zwei Ersatzmitglieder des Rekursgerichts müssen am 4. Juni für die neue Amtsperiode gewählt werden. Alle jetzigen Mitglieder und Ersatzmitglieder stellen sich zur Wiederwahl zur Verfügung.

 
Motion und Postulat
Der Synodale Reto Löffel aus Oberentfelden hat ein Postulat eingereicht, das den Kirchenrat auffordert, «zu prüfen, ob die Höhe der Entschädigung für den Kirchensteuereinzug durch die politischen Gemeinden einheitlich geregelt werden kann.» In seiner Begründung schreibt Reto Löffel, dass die politische Gemeinde Oberentfelden die Entschädigung für den Einzug der Kirchensteuer, den sie im Auftrag der Kirchgemeinde vornimmt, von bisher 3% auf neu 4% des Steueraufkommens angehoben hat. Das bedeute für die Kirchgemeinde, dass sie für die gleiche Leistung statt bisher 34'000 neu 45'000 Franken bezahlen müsse.

Da in den meisten Gemeinden die Kirchensteuer von den politischen Gemeinden im Auftrag der jeweiligen Kirchgemeinden eingezogen und entsprechend entschädigt wird, bittet Reto Löffel deshalb den Kirchenrat, «dass die Landeskirche für alle Kirchgemeinden einen einheitlichen Entschädigungssatz aushandelt, der den tatsächlichen Kosten Rechnung trägt, die den Gemeinden für den Steuerbezug entstehen.»

Eine Motion von Synodalin Therese Wyder-Rätzer, Kirchgemeinde Rein, und 14 Mitunterzeichnenden verlangt vom Kirchenrat, «alternative Möglichkeiten zum heutigen Anstellungs- und Entlassungsverfahren von ordinierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu überprüfen, der Synode Bericht zu erstatten und entsprechende Vorschläge zu unterbreiten.» Ordiniert werden in der Aargauer Landeskirche Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Sozialdiakone und –diakoninnen. Sie werden genauso wie die ehrenamtlichen Mitglieder der Kirchenpflege jeweils für eine Amtszeit von vier Jahren von den Stimmberechtigten einer Kirchgemeinde an der Urne gewählt. Innerhalb dieser Amtszeit hat die Kirchenpflege ohne Disziplinarverfahren vor dem Kirchenrat keine Möglichkeit, die Anstellung zu kündigen, während die Ordinierten ihrerseits jederzeit kündigen können. Dieses Wahlprozedere und «das einseitige Kündigungsverfahren» erachtet die Motionärin als «nicht mehr zeitgemäss» und verweist darauf, dass «einige Kantonalkirchen die Anstellungsverfahren anders geregelt» haben.

 

ria / F. Worbs

 

Alle Synodevorlagen finden Sie auf unserer Homepage www.ref-ag.ch unter "Synode/aktuell"

 

Für weitere Auskünfte:

der Informationsbeauftragte Frank Worbs: Tel. 062 838 00 18 (079 444 97 82)

 

 


Aufgeschaltet am 2. Juni 2014
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