Kirchen im Internet - Reformierte Landeskirche Aargau


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Kirche Gränichen Chorraum
Die reformierte Kirche Gränichen: Der Chorraum wurde mit Bibelversen in Sgraffito-Technik dekoriert.
Foto: Roger Wehrli

Kunst, Geschichten und Legenden

Die Aargauer Landeskirche präsentiert die 90 reformierten Kirchen im Internet

Im Januar 2013 hat die Reformierte Landeskirche Aargau einen Internetauftritt gestartet, der bis Mitte 2014 alle 90 reformierten Kirchen im Aargau umfassend präsentieren wird. «Kunst, Geschichten und Legenden» lauten Titel und Programm des eigenen Internetauftritts. Kommunikationsleiter Frank Worbs und die wissenschaftliche Projektleiterin Barbara Strasser sind für den Internetauftritt www.ref-kirchen-ag.ch und die Dokumentation verantwortlich.


Kirchen sind das sichtbarste Zeichen des Glaubens, der Kirche. Sie sind ein wesentlicher Teil der Geschichte und der Kultur des Kantons Aargau. Sie prägen im Zentrum eines Ortes das Stadtbild oder die gemeinsame Identität der Glaubensgemeinschaft vor allem bei jungen Gemeinden in der Diaspora, die neue Kirchen gebaut haben. Menschen und Mitglieder suchen in ihnen Ruhe, Trost, inneren Halt und die Nähe zu Gott.
Viele von ihnen sind kulturhistorisch, architektonisch oder historisch bedeutsam, oder sie beherbergen kulturelle Schätze wie Wandmalereien, Glasfenster, Taufsteine, Glocken, Orgeln oder historische Uhrentechnik. Trotzdem ist vieles davon nur im eigenen Dorf und nicht mal allen Gemeindegliedern bekannt. Die wenigsten Kirchen werden von den Gemeinden im Internet vorgestellt. Das soll nun anders werden. Wert gelegt wird auch auf Legenden und Geschichten, die sich um die Kirchen ranken, die Menschen mit ihnen erlebt haben. Sie werden ebenfalls auf diesem in der Schweiz bisher einzigartigen Internetauftritt gesammelt und zugänglich gemacht.
Kulturell und historisch interessierte Personen, Touristen und Wanderer, aber auch die eigenen Mitglieder finden auf www.ref-kirchen-ag.ch umfassende Informationen und viele Fotos. Praktische Aspekte wie Anzahl Plätze, Multimediaeinrichtung oder Öffnungszeiten dienen auch Veranstaltern von kulturellen Anlässen oder Traupaaren, die eine Hochzeitskirche suchen. Kirchen mit besonderen Merkmalen werden zu Wegen verknüpft. Da kann es um die Anfänge des reformierten Kirchenbaus, Reformation und Ökumene, historische Uhrentechnik, besondere Orgeln, Glasfenster und Wandmalereien, oder auch um einzelne Künstler wie Felix Hoffmann gehen.

In Aarau startet die Dokumenation
Als erstes wurden die reformierten Kirchen von Aarau, wo auch der Startanlass im Januar 2013 stattfand, Frick, Muhen und Wettingen aufgeschaltet. Jeden Monat sollen vier bis fünf weitere Kirchen folgen. Das Projekt wird von Barbara Strasser, Kunsthistorikerin und Publizistin aus Aarau, geleitet. Die Historikerin mit Spezialgebiet Ostasiatische Kunst und Literatur war acht Jahre Projektmanagerin für Corporate IT bei Holcim Group Support in Holderbank und Zürich und ist heute freiberuflich im Kultur- und Wissenschaftsbereich tätig.
Sie wird unterstützt von einem dreiköpfigen Autorenteam, das die Beiträge verfasst: Béatrice Koch aus Basel ist Kunsthistorikerin und freie Journalistin und hat den Kunstführer zur Mauritiuskirche in Dornach verfasst. Matthias Walter ist Kunsthistoriker und Inventarisator bei der Denkmalpflege des Kantons Bern. Der auch für Radio SRF tätige Schweizer Glockenspezialist war mehrere Jahre Redaktionsmitglied der Zeitschrift Kunst+Architektur der Schweizerischen Gesellschaft für Kunstgeschichte und hat die Kunstführer zu den reformierte Kirchen von Zürich-Oerlikon und Arlesheim verfasst. Der erst 22-jährige Raffael Sommerhalder aus Gippingen studiert evangelische Theologie in Zürich und hat im Rahmen seiner Maturaarbeit 2012 einen Aargauer Klosterführer publiziert.
Auch auf die Bilddokumentation wird Wert gelegt. Kirchen, von denen noch nicht ausreichendes Bildmaterial vorliegt, werden von den beiden selbstständigen Fotografen Markus Hässig, Aarau, und Roger Wehrli, Baden, dokumentiert.

ria / F. Worbs
3676 Zeichen, 480 Wörter


Aufgeschaltet am 22. Januar 2013
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Bericht von Christine Fürst, AZ 24.1.13 (PDF, 667 KB)