Ansichten Dezember - Reformierte Landeskirche Aargau


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Krippe aus dem Landesmuseum
Eine Krippe aus der aktuellen Ausstellung des Landesmuseums in Zürich
Foto: zVg Landesmuseum

Weihnachtsgruss und Dankeschön an alle Mitarbeitenden in den Kirchgemeinden

anSichten - Christoph Weber-Berg - Dezember a+o

Viele Kolumnen zu Dezember und Weihnachten beginnen nicht ganz zu Unrecht mit Bemerkungen zur Hektik und zum arbeitsamen Treiben der Adventszeit. Sie setzen es in Spannung zu eigentlich angesagter Einkehr und Besinnung. Sie reflektieren den Kommerz um das Schenken und den Umstand, dass wir eigentlich schon alles haben. Sie nehmen Bezug auf die Befindlichkeiten, die sich einstellen, wenn man mit Verwandten «O du fröhliche» singt, obwohl man ihnen eigentlich gar nicht viel zu sagen hat, schon gar nichts besonders Fröhliches. Auch über den Konsum exquisiter Speisen wurde gewiss schon geschrieben, der so gar nicht mit dem Bild von der Armut des Jesuskinds in der Krippe zusammenpasst.

Ich überlasse es dieses Jahr anderen, sich vertieft mit diesen Themen auseinanderzusetzen. Viel lieber möchte ich an dieser Stelle Ihnen, den Mitarbeitenden in der Kirche auf allen Ebenen dafür danken, dass Sie sich auch in diesem Jahr für die Menschen in unserer Kirche eingesetzt haben. Ich danke allen, die sich von der frohen Botschaft, die von der Krippe ausgeht, inspirieren liessen und weiterhin inspirieren lassen: «Friede auf Erden, unter den Menschen seines Wohlgefallens!»

«Friede auf Erden» – denn Gott liebt die Welt, er liebt die Menschen und er vertraut ihnen ein Kind an: seinen Sohn! Gott wird Mensch, und er wird unter uns lebendig. Er schenkt sich uns in der Schwachheit eines kleinen Kindes. Das macht Hoffnung: Obwohl Gott uns genau kennt, schenkt er sich uns immer wieder neu: nicht nur an Weihnachten, sondern das ganze Jahr über. Und weil er das tut, sind Sie, liebe Mitarbeitende, Ehrenamtliche und Freiwillige, das ganze Jahr über unterwegs, um den Frieden Gottes in der Welt zu bezeugen. Sie, wir und alle, die sich für den Glauben öffnen, sind gewissermassen die Krippe, in die das Kind gelegt wird. Von dieser Krippe geht die liebende und friedensstiftende Kraft Gottes aus und in die Welt hinaus, um den Armen das Himmelreich zu verheissen, die Trauernden zu trösten, die Gewaltlosen und Barmherzigen selig zu preisen.

Weihnachten ist mehr als eine mit kommerziellem Geschenken und viel Glitter verzierte Erinnerung an ein fernes Ereignis. Weihnachten ist das, was geschieht, wenn das göttliche Kind  in uns geboren, und durch uns in Wort und Tat bezeugt wird. Ich danke Ihnen, dass Sie sich für dieses Geschehen öffnen und sich in seinen Dienst stellen. Deshalb und dafür sind wir Kirche. Heute – und an Weihnachten ganz besonders – danke ich Gott, dass ich zusammen mit Ihnen ein Teil dieses Geschehens sein darf.

Christoph Weber-Berg, Kirchenratspräsident


Aufgeschaltet am 6. Dezember 2013
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