Gottesdienst auf dem Staufberg zur Eröffnung des Stationenwegs zu den Hugenotten im Aargau - Reformierte Landeskirche Aargau


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Hugenottenweg Staufberg
Der Gottesdienst wurde von Pfrn. Régine Lagarde, Pfr. Gotthard Held und Pfr. Christoph Weber-Berg (v. li. n. re.) geleitet
Foto: Frank Worbs

Aus dem Schicksal der reformierten Flüchtlinge lernen

Gottesdienst auf dem Staufberg zur Eröffnung des Stationenwegs zu den Hugenotten im Aargau

Am 28. September wurde der Stationenweg zu den Hugenotten im Aargau mit einem Gottesdienst in der Kirche Staufberg feierlich eröffnet. Die Predigt zu 2. Timotheus 1, 6-10 wurde von Pfrn. Régine Lagarde und Kirchenratspräsident Pfr. Christoph Weber-Berg gehalten. Der Weg mit den sechs Stationen in Schafisheim, Lenzburg und auf dem Staufberg wurde vom Museum Burghalde in Zusammenarbeit mit der die Stiftung «Via – auf den Spuren der Hugenotten und Waldenser», die den Aufbau des internationalen Hugenotten- Kulturwanderwegs in der Schweiz betreut.


Die Eröffnung hatte am Vormittag an den ersten beiden Stationen, die direkt nebeneinander liegen, die Kirche und das Schlössli in Schafisheim begonnen. Die Wanderung führte dann über das Brutelgut auf den Staufberg hinauf, wo eine weitere Station bzw. Stele bei der Kirche Staufberg vorgestellt wurde.

Die Predigt des weitgehend zweisprachigen Gottesdienstes mit ca. 150 Gästen wurde ebenfalls in zwei Sprachen und zwei Teilen zu einem Text aus 2. Timotheus 1, 6-10 gehalten: «Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit».

Im ersten Teil legte Régine Lagarde, Pfarrerin der Eglise reformée de langue française en Argovie, die Verse 6 bis 8 auf Französisch aus. Im zweiten Teil ging Pfr. Christoph Weber-Berg auf die heutigen Konsequenzen ein, die wir in der Schweiz aus dem Mut und dem Schicksal der Glaubensflüchtlinge im 18. Jahrhundert ziehen müssten. So wurde damals zum Beispiel die zu leichte und offenherzige Bekleidung der französischen Flüchtlingsfrauen zum Stein des Anstosses, während man sich heute eher über die Verhüllung von Frauen in der Schweizer Gesellschaft aufregt.

Grussworte und Gedanken hoben die kulturelle und geschichtliche Bedeutung der Hugenotten und dieses Kulturwanderwegs im Aargau heraus. Dazu sprachen Thomas Pauli-Gabi, Leiter der Abteilung Kultur im Departement Bildung, Kultur und Sport, Urs F. Meier, Präsident der Stiftung Museum Burghalde und für die Stiftung via ihr Präsident Rolf Bloch und Simone Saxer, die massgeblich diesen Stationenweg gefördert hat.

Musikalisch wurde der Gottesdienst von Helene Thürig, Konzertorganistin aus Lenzburg, und den Aarauer Turmbläsern in historischen Gewändern umrahmt. Anschliessend ging die Eröffnungsfeier mit einem Empfang in Lenzburg weiter und schloss im Museum Burghalde ab.



Aufgeschaltet am 17. Oktober 2013
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