Pfarrkapitel Mai - Reformierte Landeskirche Aargau


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Neue Entwicklungen in der Pfarrerausbildung thematisiert

Pfarrkapitel vom 16. Mai 2013

Am 16. Mai versammelten sich ca. 80 Pfarrerinnen und Pfarrer der Aargauer Landeskirche im Zwinglihaus in Aarau zu ihrer halbjährlichen Kapitelstagung.
Nach der Begrüssung durch den Aarauer Kirchenpflegepräsidenten Frank Gantner, führte Co-Präsident Rudolf Gebhard durch die üblichen Traktanden wie Mutationen, Abrechnungen der Kapitels- und Bibliothekskasse und der Hilfskasse für Pfarrerinnen und Pfarrer. Gebhard verabschiedete den Co-Präsidenten Lutz Fischer-Lamprecht, der nach sieben Jahren im Vorstand, davon sechs Jahre als Co-Präsident, diese Aufgaben Ende Juni abgibt. In den Vorstand gewählt wurde Ursus Waldmeier, Aarau.


Im inhaltlichen Teil stellten zunächst Mireille Kaufmann und Dorothea Billeter die Arbeit der Beratungsstelle der Evangelischen Frauenhilfe in Aarau vor. Dazu gehören v.a. die Frauen- und die Budgetberatung. Fachfrauen aus den Bereichen Sozialarbeit, Budget und Recht bieten Frauen jeden Alters unabhängig von Konfession und Nationalität unentgeltliche Beratungen an. Die Budgetberatung ist übrigens auch für Männer. Pfr. Thomas Schaufelberger aus Zürich leitet die Aus- und Weiterbildung der Pfarrerinnen und Pfarrer des Ausbildungskonkordats der Deutschschweizer Kirchen. Unter dem Titel «Pfarramt – quo vadis?» referierte er über die aktuellen Entwicklungen in der Ausbildung. Aufgrund der «Unschärfe», die dem Pfarrberuf zu Eigen sei, müsse immer wieder neu überlegt werden, wie
die Aufgabe der «Kommunikation des Evangeliums» erfüllt werden könne und welche Kompetenzen es dafür brauche. Zudem erhöhe die zunehmende Komplexität der Gesellschaft auch die Aufgabendichte im Pfarramt. Schaufelberger zeigte auf, wie sich die gesellschaftlichen Veränderungen auf das Pfarramt auswirken und berichtete über die «Fresh expressions», mit denen die anglikanische Kirche
in England auf diese Entwicklungen reagiert. Neue Gemeinden entstehen dort in Milieus, zu denen die Kirche bisher keinen Zugang hatte. Wichtig seien dabei insbesondere zwei Dinge:
Die «Fresh expressions» werden als zusätzliches Angebot verstanden, nicht als ein «entweder oder» und damit einher geht eine gewisse Fehlertoleranz.
Drei von fünf Projekten scheitern, und sie dürfen das auch. Die tatsächliche Arbeit der Pfarrerinnen und Pfarrer, so Schaufelberger, sei heute schon häufig von dem geprägt, was die zukünftige Prüfungsordnung beim Abschluss des einjährigen pfarramtlichen Praktikums von den Vikarinnen und Vikaren verlangt. Die Kompetenztafel für die Prüfung hinke dieser Entwicklung noch hinterher, werde aber bald angepasst. Nach einer kurzen aber interessanten Diskussion dankte Co-Präsident Lutz Fischer-Lamprecht den Referenten und verabschiedete ihn.

Lutz Fischer-Lamprecht, Frank Worbs



Aufgeschaltet am 19. Juli 2013
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