Eine ökumenische Erfolgsgeschichte – Kirchenmusikschule Aargau feiert ihr zehnjähriges Bestehen - Reformierte Landeskirche Aargau


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Jubiläumschor KMSA
Der Chor der Ehemaligen und Verbandsmitglieder unter der Leitung von Eva Rüegg lud an der Jubiläumsfeier zum Mitsingen ein.
Foto: Mirjam Stutz

Eine ökumenische Erfolgsgeschichte – Kirchenmusikschule Aargau feiert ihr zehnjähriges Bestehen

Die Kirchenmusikschule Aargau (KMSA) feierte am 22. Juni in der Klosterkirche Wettingen ihr zehnjähriges Bestehen. Unter der Leitung der Aargauer Musikerin und Chorleiterin Judith Flury eröffnete das Vokalensemble Cantemus mit einem Jubiläumskonzert die Feierlichkeiten. Fünf Studentinnen und ein Student durften ihr Diplom als nebenamtliche Kirchenmusikerin resp. -musiker entgegennehmen.


Die Ausbildung von versierten Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern ist ein ganz praktisches Bedürfnis der Landeskirchen im Kanton Aargau. «Wir brauchen Nachwuchs auf Orgelbänken und für die Leitung unserer Chöre», betont Christoph Weber-Berg, Kirchenratspräsident der Reformierten Landeskirche Aargau, in seinem Grusswort. Gottesdienstliches Leben ohne Orgelmusik und Gesang ist auch im 21. Jahrhundert undenkbar. Für seinen katholischen Kollegen, Kirchenratspräsident Luc Humbel, hat die Ökumene durch die Musik schon sehr früh stattgefunden, wie er in der Jubiläumsschrift schreibt. Johann Sebastian Bach hat als Lutheraner Musik komponiert, welche seit Jahrhunderten als musikalisches Glaubensbekenntnis auch in katholischen Kirchen rund um den Erdball erklingt. Und Wolfgang Amadeus Mozarts Messen, sein Requiem, seine Vespern, Kantaten, Litaneien und Oratorien beglücken reformierte Christen auf der ganzen Welt. Kein Wunder erklärte Martin Hobi, Professor an der Hochschule Luzern - Musik, dass die erste Strophe des Volksliedes «Im Aargau sind zwöi Liebi» auf die Erfolgsgeschichte der Kirchenmusikschule Aargau zutreffe. Die beiden Landeskirchen haben die Kirchenmusikschule als Zweierteam gegründet und seither finanziert. Gleichzeitig zeigt die Kirchenmusikschule Aargau eine Pionierleistung in der ökumenischen Zusammenarbeit, auf der es sich aufbauen lässt.

Die Kirchenmusik steht wie die Kirche selbst vor grossen Herausforderungen. «Unsere Aufgabe wird es sein, die Ausbildung, die aus der historisch gewachsenen Kirchenmusik entstanden ist, am Puls der Zeit mit unseren Experten und den Studierenden zusammen weiter zu entwickeln», erläutert Schulleiter Markus J. Frey seine Pläne. Soviel vorweg: Die Populär-Musik soll künftig verstärkt und damit auch einem Bedürfnis der Kirchgemeinden Rechnung getragen werden. Dass Musik im Gottesdienst mehr ist als eine sogenannte «musikalische Umrahmung» bewies der Chor der Ehemaligen und Verbandsmitglieder, welche mit Herzblut und Hingabe auf hohem Niveau unter der Leitung von Eva Rüegg zu begeistern wussten.

Erfolgreiche Diplomandinnen und Diplomanden
Das C-Diplom für katholische und reformierte Kirchenmusik erhielten:
Johanna Fischer, Simone Reuteler, Elena Meister, Yaroslava Kruchelnytska Kästli, Myrta Hümbeli und Fabian Perrenoud. Zum Ausbildungsprogramm gehören die Unterrichtsfächer: Theorie, Orgelspiel, Orgelbaukunde, Singleitung, Chorleitung, Kantorengesang/Gregorianik, Einzelgesang, Liturgik und Hymnologie, welche alle von Experten unterrichtet werden.

Zahlreiche Dozentinnen und Dozenten wurden für ihr zehnjähriges Engagement an der Kirchenmusikschule Aargau geehrt. Gewürdigt und verabschiedet wurde der Dozent für Gregorianik, Bernhard Hangartner, welcher sein Pensum an der Hochschule Luzern - Musik erhöht. Am anschliessenden Jubiläumsfest kamen die Gäste im Kreuzgang der Klosterkirche in den Genuss von gregorianischen Klängen, dargeboten vom laufenden Kurs der Gregorianik-Schola.

Im August 2013 werden voraussichtlich 13 Studentinnen und Studenten die zweijährige Ausbildung beginnen. Weitere Informationen unter: www.kmsa.ch.



Aufgeschaltet am 11. Juli 2013
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