Synodevorschau - Reformierte Landeskirche Aargau


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Plenum an der Synode im Grossratssaal an der Novemberynode
Sitzung der Synode im Grossratssaal in Aarau.
Foto: Frank Worbs

Vorschau auf die Geschäfte der Sommersynode der Reformierten Landeskirche Aargau am 5. Juni 2013

Erfreulich positiver Rechnungsabschluss an der Sommersynode der Reformierten Landeskirche

Am Mittwoch, 5. Juni, kommen die ca. 180 Synodalen, die Mitglieder des Parlaments der Reformierten Landeskirche Aargau, zur ersten Synodesitzung in diesem Jahr zusammen. Die Sitzungen der Synode sind öffentlich. In der Sommersynode geht es zunächst um die Genehmigung der Jahresrechnung der Landeskirche, die mit einem Ertragsüberschuss von 735'799 Franken abschliesst. Anschliessend stehen sieben weitere Geschäfte auf dem Programm, darunter der Verkauf des alten Verwaltungsgebäudes an der Augustin-Keller-Strasse in Aarau und eine befristete Aufstockung der Landeskirchlichen Dienste. Der Ratspräsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbunds, Gottfried Locher, besucht zum ersten Mal die Aargauer Synode.


Die Rechnung 2012 der Zentralkasse der Reformierten Landeskirche schliesst bei einem Aufwand von 11'289'445 Franken und einem Ertrag von 12'025'244 Franken mit einem unerwartet hohen Ertragsüberschuss von 735'799 Franken ab. Der Kirchenrat hatte zwar einen Überschuss von 103‘500 Franken budgetiert, aber nicht mit dieser Höhe gerechnet. Vor allem durch die Auflösung von nicht benötigten Rückstellungen resultierten Mehreinnahmen von fast 300‘000 Franken gegenüber dem Budget.
Der Kirchenrat beantragt der Synode den grössten Teil des Überschusses, 492‘821 Franken, in eine neue Rückstellung einzulegen, damit der reduzierte Beitragssatz der Kirchgemeinden von 2,3% über mehrere Jahre beibehalten werden kann. 200‘000 Franken sollen in die Gemeindeausgleichskasse und 42‘977 Franken ins Eigenkapitel kommen.
Ausserdem werden die Rechnungen der Heimgärten Aarau und Brugg, des Tagungshauses Rügel und der Zeitung «reformiert.» Aargau sowie der Jahresbericht des Kirchenrates beraten und abgenommen.

Verkauf des ehemaligen Verwaltungsgebäudes in Aarau
Neben diesen für eine Sommersynode üblichen Geschäften geht es um den Verkauf der Liegenschaft an der Augustin-Keller-Strasse 1 in Aarau, dem ehemaligen Verwaltungsgebäude der Landeskirche, an die Kirchgemeinde Aarau. Die Kirchenpflege Aarau beantragt der Kirchgemeindeversammlung ebenfalls am 5. Juni 2013, die Liegenschaft zum Preis von 1,6 Millionen Franken zu kaufen. Der Kirchenrat beantragt der Synode, dem Kauf zuzustimmen und den Erlös für künftige Renovationen den Rückstellungen «Liegenschaften/Infrastruktur»  gut zu schreiben.
Das Bürogebäude wurde von der Landeskirche 1973 auf dem Grundstück der Reformierten Kirchgemeinde Aarau erstellt. Ein Baurechtsvertrag über 99 Jahre hält fest, dass das Baurecht erlischt, falls die Landeskirche die Liegenschaft nicht mehr für eigene Zwecke nützt. Seit dem Bezug des Neubaus am Stritengässli in Aarau im Oktober 2011 werden die Büro- und Sitzungsräume an die HEKS Regionalstelle Aargau/Solothurn vermietet.

Stellenplan der Landeskirchlichen Dienste und ökumenische Seelsorgestellen

Seit 1998 umfasst der Stellenplan der Landeskirchlichen Dienste 2440 bis 2470 Stellenprozente. Weil der Umfang der Aufgaben und Dienstleistungen in den letzten 15 Jahren stark zugenommen hat, beantragt der Kirchenrat eine bis Ende 2015 befristete Aufstockung des Stellenplans um 130 Stellenprozente. Dazu gehören Aufstockungen des Sekretariats und der Fachstelle für Menschen mit Behinderungen sowie eine neue Assistenzstelle für das Kirchenratspräsidium. Befristet ist die Aufstockung, weil der Kirchenrat zurzeit eine Organisations- und Dienstleistungsanalyse durchführen lässt. Dabei wird überprüft, ob die Dienstleistungen den Bedürfnissen und Erwartungen der Kirchgemeinden entsprechen und ob die Personalressourcen richtig eingesetzt werden. Die Ergebnisse sollen bis Ende 2015 umgesetzt werden. Die befristete Aufstockung des Stellenplans soll den augenblicklich dringendsten Bedarf decken.

Ausserdem beantragt der Kirchenrat die Umwandlung der seit Jahren ökumenisch geführten Projektstellen Polizeiseelsorge (10%) und Gefängnisseelsorge (20%) in insgesamt 30% unbefristete, feste ökumenische Stellen. Diese Stellen sind vertraglich mit der Römisch-Katholischen Landeskirche geregelt. In der Einführungsphase wurden sie als Projektstellen geführt, in der Zwischenzeit haben sich die beiden Angebote bewährt.

Infrastruktur und Kirchenrecht
Der Kirchenrat beantragt einen Nachtragskredit für das Budget 2013 in der Höhe von 90'000 Franken zur Erneuerung der IT-Infrastruktur der Landeskirchlichen Dienste in Aarau. Eine umfassende Überprüfung hat schwerwiegende Sicherheitsmängel aufgezeigt, da der zentrale Server noch auf Windows 2003 basiert.

Bei der Teilrevision von verschiedenen Erlassen der Landeskirchlichen Rechtssammlung, SRLA, werden unter anderem Anpassungen der §§ 114 und 115 der Kirchenordnung beraten, die die Leitung der sechs Dekanate, regionale Einteilungen ähnlich wie Bezirke, regeln. Neu sollen ausser Pfarrerinnen und Pfarrern auch Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone in die Dekanatsleitung gewählt werden können. Sie müssen mindestens fünf Jahre Berufserfahrung im Gemeindedienst aufweisen und eine für diese Aufgabe geeignete Weiterbildung in Führung und Beratung abgeschlossen haben oder absolvieren.

Der Ratspräsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbunds SEK, Pfr. Dr. theol. Gottfried Locher, besucht zum ersten Mal seit seiner Wahl im Juni 2010 die Aargauer Synode. Er hält ein Referat über die aktuelle Entwicklung in den reformierten Kirchen der Schweiz und über die anstehende Verfassungsrevision des SEK.

ria / F. Worbs

Für weitere Auskünfte:
der Informationsbeauftragte Frank Worbs: Tel. 062 838 00 18 (079 444 97 82)




Aufgeschaltet am 23. Mai 2013
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