Bericht von der Synode am 7. November 2012 im Grossratssaal in Aarau - Reformierte Landeskirche Aargau


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Synode am 7. Nov. 2012 in Aarau
Synode am 7. November 2012 im Grossratssaal in Aarau
Foto: Frank Worbs

Synode beschliesst Ausbau der kirchlichen Arbeit an der Fachhochschule in Brugg-Windisch und des Projekts «Palliative Care und Begleitung»

Bericht von der Synode am 7. Nov. in Aarau - kurze Version

An der kürzesten Sitzung der letzten zehn Jahre genehmigte die Synode, das Parlament der Reformierten Landeskirche Aargau, den Voranschlag 2013 der Landeskirche mit einem reduzierten Zentralkassenbeitrag der Kirchgemeinden. 146 Synodale stimmten am Mittwoch im Grossratssaal in Aarau der Verbesserung des Schutzes von Kindern und Jugendlichen vor sexuellen Übergriffen, der Weiterentwicklung des Projekts «Palliative Care und Begleitung» zu einem Kompetenzzentrum und dem Ausbau der ökumenische Fachstelle «Religion Technik Wirtschaft» auf dem Fachhochschul-Campus Brugg-Windisch zu.


Am Anfang der Beratungen stand die Verstärkung des Schutzes von Kindern und Jugendlichen vor sexuellen Übergriffen in der Arbeit der Kirchgemeinden. Kirchenrätin Regula Wegmann betonte, wie wichtig die Prävention und Aufklärungsarbeit in den Kirchgemeinden sei, «damit man Vorfälle in einem Konfirmanden- oder Ferienlager richtig einschätzen und angemessen vorgehen kann». Die Synode bewilligte fast einstimmig, dass die Reformierte Landeskirche Aargau ab 2013 Mitglied im Verein «mira – Prävention sexueller Ausbeutung im Freizeitbereich» wird und dass der Kirchenrat eine Kooperationsvereinbarung mit «mira» abschliessen soll.

Projekt «Palliative Care und Begleitung» wird weiterentwickelt

Das Anfang 2011 gestartete Projekt «Palliative Care und Begleitung» wird 2013 mit 120 000 Franken und mit dem Ziel weiterentwickelt, das Projekt ab 2014 als «Kompetenzzentrum Palliative Care, Bildung und Begleitung» zu betreiben. Im Herbst 2013 berät die Synode dann definitiv über die Gründung eines Kompetenzzentrums, das ab 2016 in eine selbstständige Struktur und teilweise finanzielle Unabhängigkeit überführt werden kann.
Nachdem einige Synodale in der Diskussion betonten, dass die Begleitung von schwer kranken und sterbenden Menschen zum Kernauftrag der Kirche gehöre, wurde auch diese Vorlage fast einstimmig angenommen.
2011 und 2012 wurden im Projekt «Palliative Care und Begleitung» 154 Personen in insgesamt acht Lehrgängen für Freiwillige und Berufsleute gemäss den Richtlinien von palliative.ch ausgebildet. Eine Koordinationsstelle organisiert die Lehrgänge und koordiniert die Einsätze der Begleitdienste in den Kirchgemeinden.

Fachstelle «Religion Technik Wirtschaft» in Brugg-Windisch wird ausgebaut
Seit 2007 führen die Reformierte und die Römisch-Katholische Landeskirche gemeinsam eine in der Schweiz einmalige kirchliche Stelle an einer Fachhochschule. Die Arbeit der ökumenischen Fachstelle «Religion Technik Wirtschaft» auf dem Fachhochschul-Campus Brugg-Windisch wird sich aber durch den Zuzug der Pädagogischen Hochschule im September 2013 auf den Campus Brugg-Windisch mit dannzumal 3000 Studierenden und Mitarbeitenden stark verändern. Deshalb soll die Fachstelle auf 140 Stellenprozente ausgebaut werden.
Als ehemaliger Dozent für Wirtschaftsethik an der Hochschule für Wirtschaft Zürich konnte der neue Kirchenratspräsident Christoph Weber-Berg seine Begeisterung für die Präsenz der Kirche in dieser Bildungseinrichtung und damit in diesem wichtigen Lebensabschnitt junger Erwachsener der Synode so gut vermitteln, dass diese einstimmig die feste Einrichtung und den Ausbau dieser Arbeit bewilligte. Die Fachstelle hat einen vierfachen Auftrag mit Lehrangeboten, Forschung, Seelsorge und Beratung sowie spirituellen Angeboten im neuen Raum der Stille.

Voranschlag der Landeskirche für ein Jahr mit reduziertem Beitragssatz
Rundherum Freude und Zustimmung löste der Voranschlag 2013 der Zentralkasse der Landeskirche aus, weil der Kirchenrat den Zentralkassenbeitrag der Kirchgemeinden um 0,1 Punkte von 2,4% auf 2,3% senken kann und trotzdem einem geringen Ertragsüberschuss vorsieht. Kirchenrat Hans Rösch erklärte erfreut, dass sich der Steuerertrag der Kirchgemeinden in den letzten Jahren viel positiver entwickelt hat, als man angenommen hatte. Schon ab 2014, mahnte er, müsse man aber eventuell wieder mit einer Erhöhung des Beitrags auf 2,4% rechnen.

In seinem ersten «Wort des Kirchenratspräsidenten» sprach Christoph Weber-Berg zum Schluss der Synodesitzung vier wichtige Punkte an, die der Kirchenrat in der nächsten Zeit angehen müsse.

ria / F. Worbs
4143 Zeichen, 544 Wörter


Christoph Weber-Berg an der Novembersynode in Aarau
Inpflichtnahme durch Silvia Kistler, Synodepräsidentin an der Novembersynode in Aarau
November Synode im Grossratssaal in Aarau
Seehotel Hallwil, Fam. Nyffenegger mit Grüessli vom Rügel
Plenum an der Synode im Grossratssaal an der Novemberynode
Kongress-Stand an der Novembersynode in Aarau
Palliative Care - Stand an der Novembersynode
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Aufgeschaltet am 30. November 2012
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