Vorschau auf die Synode am 7. November 2012 im Grossratssaal in Aarau - Reformierte Landeskirche will 2013 den Zentralkassenbeitrag der Kirchgemeinden senken - Reformierte Landeskirche Aargau


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Reformierte Landeskirche will 2013 den Zentralkassenbeitrag der Kirchgemeinden senken

Vorschau auf die Synode am 7. November 2012 im Grossratssaal in Aarau - Medienmitteilung vom Dienstag, 30. Oktober 2012

Der Kirchenrat legt der Synode für das Jahr 2013 einen fast ausgeglichenen Voranschlag für die Zentralkasse der Landeskirche vor, der den Zentralkassenbeitrag der Kirchgemeinden von 2,4 % auf 2,3 % reduziert. Das Parlament der Reformierten Landeskirche mit 150 Mitgliedern tritt am 7. November im Grossratssaal in Aarau zu seiner Herbstsitzung zusammen. Neben dem Voranschlag wird die Verbesserung des Schutzes von Kindern und Jugendlichen vor sexuellen Übergriffen, die Weiterentwicklung des Projekts «Palliative Care und Begleitung» zu einem Kompetenzzentrum und der Ausbau der ökumenische Fachstelle «Religion Technik Wirtschaft» auf dem Fachhochschul-Campus Brugg-Windisch diskutiert.


Der Kirchenrat legt einen Voranschlag 2013 mit einem geringen Ertragsüberschuss von 13 800 Franken für die Zentralkasse der Landeskirche vor. Trotzdem kann der Zentralkassenbeitrag der Kirchgemeinden um 0,1 Punkte von 2,4 % auf 2,3 % gesenkt werden. Der Voranschlag 2013 rechnet mit Kosten von 11 410 900 Franken (214 600 Franken weniger als 2012) bei Einnahmen von 11 424 700 Franken. Das sind aufgrund des reduzierten Zentralkassenbeitrags 304 300 Franken weniger als 2012.

Kirchgemeinden verbessern Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexuellen Übergriffen
Der Kirchenrat beantragt der Synode, dass die Reformierte Landeskirche Aargau ab 2013 Mitglied im Verein «mira – Prävention sexueller Ausbeutung im Freizeitbereich» mit einem jährlichen Beitrag von 5000 Franken wird. Der gemeinnützige Verein «mira» wurde 1998 unter der Federführung des Cevi gegründet. Er sensibilisiert Verantwortliche von Vereinen und Verbänden durch Referate, Drucksachen und Öffentlichkeitsarbeit für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexuellen Übergriffen und Ausbeutung. Dazu schult «mira» die Verantwortlichen und Kontaktpersonen auch in den Kirchgemeinden und unterstützt bei der Erstellung von Konzepten zur Prävention und Intervention bei Verdacht auf sexuelle Ausbeutung. In einer Kooperationsvereinbarung mit «mira» sollen die Leistungen für die Landeskirche und ihre Kirchgemeinden festgelegt werden.

Weiterentwicklung des Projekts «Palliative Care und Begleitung»
2011 und 2012 wurden mit dem Projekt «Palliative Care und Begleitung» und einem Budget von 240 000 Franken die landeskirchliche Ausbildung in der Begleitung sterbender und schwer kranker Menschen weiter entwickelt und zertifiziert und der Einsatz der Ausgebildeten koordiniert. 154 Personen wurden in insgesamt acht Ausbildungslehrgängen auf drei verschiedenen Niveaus für Freiwillige und Berufsleute gemäss den Richtlinien von palliative.ch ausgebildet. Auch die der Synode versprochene Zertifizierung der Ausbildung wurde realisiert: Seit Juni 2012 ist nicht nur Palliative Care, sondern der gesamte Bildungsbereich der Reformierten Landeskirche Aargau nach dem eduqua-Standard zertifiziert.
Die Koordinationsstelle organisiert die Lehrgänge, Weiterbildung und Supervision und führt das Sekretariat des Projekts. Die Stelle koordiniert die Einsätze der Begleitdienste in den Kirchgemeinden und nimmt Anfragen für Palliative Care-Dienste entgegen. Palliative Begleitdienste konnten in acht Gemeinden bzw. Regionen aufgebaut werden. Soweit der Bericht über die ersten zwei Jahre des Projekts, den der Kirchenrat der Synode am 7. November vorlegt.
Nun beantragt der Kirchenrat eine zweite Pilotphase für das Jahr 2013 mit dem bisherigen Kostendach von 120 000 Franken. In dieser Zeit soll der Aufbau des geplanten «Kompetenzzentrums Palliative Care, Bildung und Begleitung» weiter vorangetrieben werden, so dass die Synode im Herbst 2013 über den Betrieb eines Kompetenzzentrums entscheiden könnte. Ab 2016 soll dieses Zentrum in eine selbstständige Struktur und teilweise finanzielle Unabhängigkeit überführt werden.

Ausbau der ökumenischen Fachstelle «Religion Technik Wirtschaft» auf dem Fachhochschul-Campus Brugg-Windisch
Der Kirchenrat beantragt der Synode, die ökumenische Fachstelle «Religion Technik Wirtschaft» auf dem Fachhochschul-Campus Brugg-Windisch ab September 2013 in eine feste ökumenische Stelle umzuwandeln, mit zwei Pensen und maximal 120 000 Franken pro Jahr und Landeskirche. Durch den Zuzug der Pädagogischen Hochschule im September 2013 auf den Campus Brugg-Windisch nimmt die Zahl der Studierenden und Dozierenden um mindestens 40% zu. Deshalb soll die Arbeit der ökumenischen Fachstelle deutlich ausgebaut werden.
Das Stellenprofil der Fachstelle wird sich am vierfachen Leistungsauftrag der Fachhochschule (Ausbildung, Weiterbildung, Forschung und Entwicklung, Dienstleistungen) orientieren. Im Bereich Ausbildung macht die Fachstelle Angebote für Studierende zu Themen aus Kultur, Geschichte und Ethik. Zu den Dienstleistungen der Fachstelle gehören Seelsorge und Beratungen, ein Angebot, das nicht nur von Studierenden, sondern auch von Dozierenden und Angestellten der Fachhochschule in Anspruch genommen wird. Durch den neuen Raum der Stille auf dem neu gebauten Campus kommt ein zusätzliches Angebot im Bereich der Spiritualität dazu.

ria / F. Worbs
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Für weitere Auskünfte:
der Informationsbeauftragte Frank Worbs: Tel. 062 838 00 18 (079 444 97 82)



Aufgeschaltet am 30. Oktober 2012
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