Koreanischer Theologinnenverband gewinnt den Sylvia-Michel-Preis 2013 - Reformierte Landeskirche Aargau


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Kirchenpräsidentinnen Schweizer Kirchen, PanKS, im Oktober 2012
Eine Gruppe der PanKS, Kirchenpräsidentinnen Schweizer Kirchen, die im Oktober 12 als Jury für den Silvia-Michel Preis 2013 fungiert haben.
Foto: Kristine Greenaway

Koreanischer Theologinnenverband wird mit einem Schweizer Preis geehrt

Medienmitteilung vom Montag, 15. Oktober 2012

Ein Verband feministischer Theologinnen in Korea wurde aus einer grossen Zahl von Bewerbungen für einen internationalen Preis der Schweizer Kirchen und der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WRK) ausgewählt, der Personen und Organisationen auszeichnet, die sich für die Stärkung von Frauen in Leitungsfunktionen in der Kirche einsetzen.


Der Koreanische Theologinnenverband (Korean Association of Women Theologians, KAWT) wird mit dem «Sylvia-Michel-Preis» 2013 geehrt, der von Präsidentinnen der Schweizer Reformierten Kirchen in Zusammenarbeit mit der WRK vergeben wird. Der mit 5000 US-Dollar dotierte internationale Preis wurde 2007 lanciert und wird alle zwei Jahre verliehen. Er ist nach der ersten Kirchenpräsidentin in Europa, Sylvia Michel, benannt, die 1980 Kirchenratspräsidentin der Reformierten Landeskirche Aargau wurde.
Der 3. Sylvia-Michel-Preis geht 2013 an die koreanischen Theologinnen für deren Förderung des Theologiestudiums aus einer feministischen Perspektive und in Anerkennung ihres Einsatzes für eine volle Partizipation der Frauen in den Koreanischen Kirchen. Der Theologinnenverband hat seine Wurzeln in Initiativen für Frieden, Wiedervereinigung und Menschenrechte auf der koreanischen Halbinsel.

Der KAWT hat 350 Mitglieder und 150 assoziierte Mitglieder, zu denen ordinierte Pfarrerinnen und Pfarrer, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und kirchenverbundene Frauen gehören, die sich für die die praktischen Anliegen von Frauen einsetzen. Der Verband fördert die gleichberechtige Teilnahme von Frauen in den kirchlichen Strukturen und die Anerkennung der feministischen Theologie in der Kirche. Der Verband wurde 1980 von der Theologin Soon Kyung Park (89), einer Pionierin der Reformierten Kirche in Korea, gegründet. Park war 22 Jahre Professorin an der Koreanischen Ewha Frauen-Universität, während sie gleichzeitig die Arbeit von KAWT leitete.

Ihr Wirken konzentriert sich auf die sogenannte Befreiungstheologie – ein theologischer Ansatz der die Bedürfnisse und den Schutz der schwächsten Menschen der Gesellschaft in den Vordergrund stellt – und deren Verbindung zu koreanischen theologischen Konzepten des Leidens (Minjung) und der nationalen Selbstbestimmung (Minjok). Park ist bekannt für ihre Unterstützung der Wiedervereinigung der Halbinsel Korea, für die sie 1991 über drei Monate im Gefängnis sass.

KAWT will die Preissumme von 5000 US-Dollar für die Publikation einer englischen Version der Geschichte der Organisation verwenden, die rechtzeitig zur Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen herauskommen soll, die vom 30. Oktober bis 8. November 2013 in Busan, Südkorea, zusammenkommen wird. Park wird am 10. März 2013 nach Genf kommen, um den Preis im Namen ihrer Organisation in Empfang zu nehmen.

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Kontakt:
Kristine Greenaway
Office of Communications
World Communion of Reformed Churches
Email: kgr@wcrc.ch
tel: +41 (0)22 791 62 43; fax: +41 (0)22 791 65 05
www.wcrc.ch

Irmelin Kradolfer
Fachstelle Frauen, Männer, Gender
Reformierte Landeskirche Aargau,
Tel. 062 838 00 28
irmelin.kradolfer@ref-aargau.ch
www.ref-ag.ch



Aufgeschaltet am 15. Oktober 2012
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