Sommersynoden Vorschau 2011 - Reformierte Landeskirche Aargau


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Vorschau auf die Geschäfte der Sommersynode am 8. Juni 2011 in Wettingen

Medienmitteilung vom Dienstag, 7. Juni 2011

Am Mittwoch, 8. Juni, kommen ca. 180 Synodale der Reformierten Landeskirche Aargau zur zweiten Synodesitzung in diesem Jahr im reformierten Kirchgemeindehaus Wettingen zusammen. Die Sitzungen des Parlaments der Reformierten Landeskirche sind öffentlich. Zu Beginn der Sitzung steht eine Ersatzwahl für den Kirchenrat auf dem Programm für die zurücktretende Kirchenrätin Myriam Heidelberger Kaufmann, die an der Synode verabschiedet wird. Neben den üblichen Sachgeschäften an einer Sommersynode wie Abnahme der Jahresrechnung und des Berichts des Kirchenrates geht es am 8. Juni um Informationen zum Projekt «Regionale Seelsorge 2011» und die Beantwortung von Postulaten und Interpellationen.


Die Rechnung 2010 der Zentralkasse der Reformierten Landeskirche Aargau schliesst bei einem Aufwand von 11 537 684 Franken mit einem Ertragsüberschuss von 255 563 Franken ab, der nur ca. 9000 Franken unter dem im Budget 2010 erwarteten Überschuss von 264 200 Franken liegt. Die Rechnung 2009 hatte noch praktisch ausgeglichen abgeschlossen. Die Ausgaben stiegen gegenüber dem Vorjahr um 147 108 Franken (1,3%), der Ertrag stieg aber deutlich stärker als die Ausgaben um 399 491 auf 11 793 248 Franken (3,5%). Die 2008 ausgebrochene Finanzkrise hat die reformierten Aargauer Kirchgemeinden, auf deren Einnahmen auch die Erträge der Landeskirche beruhen, weit weniger getroffen als befürchtet. Der Ertragsüberschuss wird seit dem Synodebeschluss vom 10. Juni 2009 dem Eigenkapital gutgeschrieben.

Ausserdem werden die Rechnungen 2010 der Heimgärten Aarau und Brugg, des Tagungshauses Rügel und der Zeitung «reformiert.» Aargau sowie der Jahresbericht des Kirchenrates beraten und abgenommen.

Abschluss des Projekts «Regionale Seelsorge 2011»
Neben diesen für eine Sommersynode üblichen Geschäften geht es um den Abschluss des vierjährigen Projektes «Regionale Seelsorge 2011». Im Juni 2007 hatte die Synode ein Konzept zur Entwicklung einer umfassenden fachlichen Seelsorge beschlossen, das eine ausreichende und qualitativ hochstehende Seelsorge der reformierten Kirche in möglichst allen medizinischen und sozialen Einrichtungen im Kanton Aargau zum Ziel hatte. In vielen dieser Einrichtungen ist die reformierte Seelsorge genügend bis gut sichergestellt, z.B. in allen kantonalen Einrichtungen. In den regionalen Institutionen, in denen dies noch nicht der Fall war, sollte das Projekt «Regionale Seelsorge 2011» die Grundlagen für eine fachliche Seelsorge durch die regionale Organisation bzw. Trägerschaft der nötigen Seelsorgestellen erreichen, nach dem Modell von bereits bestehenden Seelsorgeverbänden.

Nach umfangreichen Diskussionen von zwei verschiedenen Modellen für die Einteilung dieser Regionen wurden in zwei Pilot-Regionen die Vorabklärungen in Angriff genommen. In der Region Zofingen sind die Gespräche abgebrochen worden, weil sie von der noch ausstehenden Festlegung des Leistungsauftrags des Spitals Zofingen abhängen. In der Region Fricktal-Laufenburg-Rheinfelden wurde eine geplanteVersuchsphase ab 2012 durch die Entscheide einzelner Kirchgemeinden gestoppt.

Das Projekt «Regionale Seelsorge 2011» wird nun ohne neue Verbände abgeschlossen, hat aber einige Vorarbeiten geleistet. Die Planung für die Bildung von Regionen mit vergleichbarer Finanzbelastung der einzelnen Kirchgemeinden wurde abgeschlossen. Es wurden Minimalstandards für die Seelsorge in Institutionen erstellt, z.B. im Leitfaden zur Qualitätssicherung der Gefängnisseelsorge. Mit den Ausbildungslehrgängen in Palliative Care und Begleitung wird neu auch die Qualitätssicherung im Bereich der Freiwilligenarbeit wahrgenommen.

Die Verantwortlichen des Projekts glauben, dass Regionalisierung gerade in der Seelsorge, als Kerngeschäft der Kirche, in Institutionen sehr sinnvoll ist und die Qualität der Seelsorge langfristig sichern kann. Aber im Kanton Aargau seien die Finanzen der einzelnen Kirchgemeinde noch so gut, dass der Druck zur Regionalisierung noch nicht allzu stark sei, halten die Verantwortlichen in ihrem Bericht zuhanden der Synode fest.

Schliesslich stellt der Kirchenrat der Synode sein Arbeitsprogramm für die Amtsperiode 2011-2014 vor und beantwortet die beiden Postulate «Religion darf nicht nur Mädchenfach sein» und neue Musik in der Kirche sowie eine Interpellation zum Ausbildungsgang im Theologiestudium.



Meldung verfasst von: ria / F. Worbs.



Aufgeschaltet am 7. Juni 2011
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