Neues Internetportal Landesdirchen ag 2011 - Reformierte Landeskirche Aargau


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Die ökumenische Zusammenarbeit der Aargauer Landeskirchen ist neu im Internet sichtbar

Medienmitteilung vom 21. Juni 2011 zum neuen Internetportal www.landeskirchen-ag.ch und zur ökumenischen Zusammenarbeit der Aargauer Landeskirchen

Seit Jahrzehnten arbeiten die drei öffentlich-rechtlich anerkannten Landeskirchen im Kanton Aargau in vielen Bereichen eng zusammen. Sie unterhalten gemeinsame Arbeitsstellen, Projekte und Institutionen und kooperieren vor allem in den Bereichen Unterricht und Katechetik sowie Seelsorge an kantonalen und regionalen Einrichtungen. Diese vielfältige Zusammenarbeit dokumentieren sie in einem neuen Internetportal www.landeskirchen-ag.ch, das am Dienstag aufgeschaltet wurde.


Zu den drei Aargauer Landeskirchen gehören die Reformierte, die Römisch-Katholische und die Christkatholische Landeskirche mit insgesamt ca. 420 000 Mitgliedern. Damit sind knapp zwei Drittel der Aargauer Bevölkerung Mitglied einer der drei Landeskirchen. Seit Jahrzehnten kommen die drei Kirchenleitungen zu regelmässigen Treffen und Tagungen zusammen, während in der täglichen Arbeit vor allem in den Bereichen Schulen und Katechetik und in der Seelsorge zusammengearbeitet wird. Seit Juni 2011 sind die Landeskirchen auch im Internet auf einem gemeinsamen Portal vertreten.
Nach aussen treten die Landeskirchen zum Beispiel am Bettag gemeinsam auf, wenn sie zusammen mit der Aargauer Regierung jedes Jahr das «Bettagsmandat» herausgeben. Gemeinsam vertreten sie gegenüber der Regierung und staatlichen Stellen kirchliche Interessen in den Bereichen kirchlicher Unterricht in den Schulen oder Seelsorge in Spitälern und Gefängnissen. Gelegentlich wenden sie sich auch gemeinsam an die Öffentlichkeit zum Beispiel bei Abstimmungen über den Schutz des Sonntags im Arbeitsrecht, bei sozialen Fragen durch Stellungnahmen des Aargauer Sozialrats oder bei speziellen Kampagnen. 2003 haben die Landeskirchen mit dem gemeinsamen Projekt «Wasserzeichen» das Kantonsjubiläum mitgefeiert, 2008 einProjekt für eine friedliche Fankultur bei der Fussball-Europameisterschaft in Aarau realisiert und 2009 zusammen mit dem Stapferhaus in der Aktion «Timeout – Mehr Zeit zum Leben» die Kirchturmuhren angehalten. Und jeden Montagmorgen, kurz nach neun Uhr, machen sich Frauen und Männer in der wöchentlichen Sendung «90 Sekunden» im Radio Argovia Gedanken zum Tag – ein ökumenisches Medienprojekt der Landeskirchen.

Von den Landeskirchen gemeinsame getragene Stellen und Organisationen
Das Internetportal www.landeskirchen-ag.ch dient in erster Linie Stellen und Organisationen, die von den Aargauer Landeskirchen gemeinsam getragen werden, als Internetauftritt. Bisher waren diese Seiten auf ganz verschiedenen kirchlichen Internetseiten verstreut. Dazu gehören vor allem der Sozialrat der Aargauer Landeskirchen, der nun über einen adäqauten eigenen Internetauftritt verfügt, die im Herbst 2010 neu geschaffene ökumenische Polizeiseelsorge, die von Thomas Jenelten geführt wird, und die ökumenische Fachstelle Religion – Technik – Wirtschaft am Standort Windisch-Brugg der Fachhochschule Nordwestschweiz, die von Dr. Asha De geleitet wird. Die vierte grosse ökumenische Institution ist die «Kirchenmusikschule Aargau», die 2005 aus dem Zusammenschluss der konfessionellen Kirchenmusikausbildungen und einer Vereinbarung der beiden grossen Landeskirchen zusammen mit mit dem Aargauischen Reformierten und dem Katholischen Kirchenmusikverband entstanden ist. 
Dazu kommen die beiden ökumenische Kommissionen zur «Bewahrung der Schöpfung», die sich mit Umweltfragen und Nachhaltigkeit befasst, und «Kirche und Wirtschaft», die den Dialog zwischen Kirchen und Wirtschaftsvertretern u.a. mit der regelmässigen Vortragsreihe «Markplatz Kirche» pflegt.

Zusammenarbeit in Unterricht, Katechetik und Seelsorge
Auch die praktische, tägliche Zusammenarbeit der Kirchen vor allem in den Bereichen Unterricht und Katechetik und Seelsorge wird auf dem neuen Internetportal www.landeskirchen-ag.ch sichtbar. Die von den Landeskirchen angestellten Religionslehrerinnen und -lehrer an den sechs Aargauer Kantonsschulen erteilen einen ökumenisch ausgerichteten Unterricht in den Freifächern Religion und Herbräisch und sie sind in der Seelsorge für die Schülerinnen und Schüler da. Das geschieht zum Beispiel in den ökumenischen Foyers an den Kantonsschulen Baden und Wettingen, die von den Jugendlichen in Pausen und Freistunden gerne genutzt werden. Für den Allgemein Bildenden Unterricht an den Berufsschulen haben die Landeskirchen ein gemeinsames Unterrichtspaket zu interreligiösen Fragen entwickelt, das seit 2009 von einigen Lehrerinnen und Lehrern eingesetzt wird.

Die Weiterbildung in der Katechetik, dem kirchlichen Unterricht am Lernort Schule und in den Kirchgemeinden und Pfarreien, wird von den beiden kirchlichen Fachstellen inzwischen in einem ökumenischen Programm zusammengefasst. Diese Zusammenarbeit soll demnächst auch auf die Ausbildung der Katechetinnen ausgedehnt werden. Alle Unterrichtenden nutzen gemeinsam das Angebot der Katechetischen Medienstelle in Aarau.

Die Seelsorgerinnen und Seelsorger an den Kantonsspitälern in Aarau und Baden, in der Klinik Königsfelden und auf der Barmelweid arbeiten eng zusammen und halten ökumenische Gottesdienste in den gemeinsamen Andachtsräumen. Sie vertreten sich im Notfalldienst gegenseitig ohne Rücksicht auf die Konfession. Auch in der Gefängnisseelsorge und in der Gastgewerbeseelsorge spielen konfessionelle Grenzen keine grosse Rolle.


«Ökumene» bedeutet dem ursprünglichen Wortsinn nach «die gesamte bewohnte Erde». Das Wort kommt aus dem Griechischen (von griechisch η οἰκουμένη «das Bewohnte», Passivpartizip von οἰκέω oikéō „wohnen“, daher auch: οἶκος oíkos «Haus») und bezeichnete in der griechisch-römischen Antike die gesamte bewohnte Welt. Im heutigen, kirchlichen Sprachgebrauch bezeichnet es die universale Dimension der christlichen Kirche(n) und die Beziehungen und die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Kirchen oder Konfessionen. Das Ziel der ökumenischen Bemühungen ist es, die die im Laufe der Geschichte entstandenen Spaltungen innerhalb der Christenheit zu überwinden und die sichtbare Einheit der Christen wiederherzustellen.



Meldung verfasst von: ria / Informationsdienst.




Aufgeschaltet am 21. Juni 2011
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