Sylvia Michel Preis 2010 - Reformierte Landeskirche Aargau


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Agnes Lisulo aus Sambia erhält den zweiten internationalen Sylvia-Michel-Preis der Reformierten Kirchen

Medienmitteilung vom Montag, 29. November 2010
 
Die Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen mit Sitz in Genf verleiht 2011 zum zweiten Mal nach 2009 in Zusammenarbeit mit den Präsidentinnen der Reformierten Landeskirchen der Schweiz den «Sylvia-Michel-Preis». Der mit 5000 US-Dollar dotierte Preis geht an Agnes Lisulo aus Senanga, Sambia. Sie hat in Sambia das Liyoyelo Batik Center aufgebaut, das Frauen schult und befähigt, als «anamoio» leitende Funktionen in ihren Kirchen und Dörfern zu übernehmen. Der internationale Preis soll Frauen in kirchlichen Leitungspositionen weltweit fördern, damit mehr Frauen in Kirchen oder kirchennahen Institutionen Leitungsfunktionen wahrnehmen können.


Die Verleihung des mit 5000 US-Dollar dotierten Preises findet am 20. März 2011 in Murten statt und wird von der Reformierten Kirche des Kantons Freiburg ausgerichtet. Der Preis ist nach der ersten Präsidentin einer Kirchenexekutive in Europa benannt, Sylvia Michel, die 1980 zur ersten Kirchenratspräsidentin der Aargauer Landeskirche gewählt wurde.
Die ebenfalls 1980 gewählte erste Freiburger Synodalsratspräsidentin Hedwig Schneider reiste 1996 ein erstes Mal nach Sambia und lernte dort Agnes Lisulo kennen. Lisulo war als ehemalige Pflegedienstleiterin eines grösseren Spitals in Sambia bereits mit Leitungsaufgaben vertraut, als sie die Schulungsprogramme für Frauen initiierte und das Liyoyelo Batik Center gründetet. Ihre Offenheit für die gesellschaftliche Situation der Frauen, lassen sie immer wieder neue Arbeitszweige erschliessen. Bemerkenswert und anerkannt ist ihr Umgang mit den besonderen gesellschaftlichen Herausforderungen Sambias, der Aidsproblematik und der Situation der Flüchtlinge aus Angola.
«Es handelt sich um eine nachhaltige Arbeit mit grosser Ausstrahlung“, begründet Martina Zurkinden, Vizepräsidentin des Freiburger Synodalrates, die Wahl der
Jury, die v.a. aus Präsidentinnen Schweizer reformierter Kirchen besteht. Und Claudia Bandixen, Kirchenratspräsidentin der Reformierten Landeskirche Aargau, führt aus: «Durch gezielte Schulungsprogramme werden Frauen befähigt, leitende Funktionen als anamoio in den Kirchen und Dörfern im Gebiet Senanga mit 120'000 Menschen zu übernehmen. Ihre erworbenen Kenntnisse in Imkerei und Batik, Kochen und landwirtschaftlichen Gemüseanbau werden weiter vermittelt und ermöglichen vielen Familien eine unabhängige Existenz. Das Center selbst unterhält auch Häuser für Aidswaisen und Aidskranke. Mit der Preisverleihung wird ein Projekt unterstützt, das in eindrücklicher Weise Frauen zu gesellschaftlich und diakonisch prägendem Handeln befähigt.»



Meldung verfasst von: Informationsdienst.



Aufgeschaltet am 29. November 2010
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