Gespräche mit Rheinischer Kirche 2010 - Reformierte Landeskirche Aargau


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KR_Gespraeche_mit_Rheinischer_Kirche_2010
Legende: Die Gesprächsdelegationen in Düsseldorf (v.li.): Nikolaus Schneider, Jürgen Dembek, Claudia Bandixen, Frank Worbs, Volker Lehnert, Thomas Gottschall
Foto: zVg

Gespräche mit Rheinischer Kirche über Personalaustausch weitergeführt

Am 5. und 6. Oktober war eine Delegation der Schweizer reformierten Kirchen, die die Wartensee-Vereinbarung mit der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) unterschrieben haben, zu Gesprächen mit der Leitung der EKiR in Düsseldorf. Kirchenratspräsidentin Claudia Bandixen und Frank Worbs von der Aargauer Landeskirche und Thomas Gottschall, Dekan der Evangelisch-Reformierten Landeskirche Graubünden, sprachen mit dem Präses der Rheinländischen Kirche und derzeitigen Vorsitzenden der EKD, Nikolaus Schneider, sowie mit Verantwortlichen der Personalabteilung, OKR Jürgen Dembek und Volker Lehnert.


Gut zwei Jahre nach dem Inkrafttreten der Vereinbarung zwischen drei Schweizer Kantonalkirchen (Aargau, Graubünden und St. Gallen) und der EKiR, die im St. Galler Tagungshaus Schloss Wartensee unterschrieben wurde, zog man in Düsseldorf Bilanz. Die Wartensee-Vereinbarung regelt den gegenseitigen Austausch bzw. die Zulassung von Pfarrerinnen und Pfarrern zum Pfarrdienst und die Teilnahme an Weiterbildungsprogrammen. Dies hat v. a. für die in der Schweiz tätigen Pfarrerinnen und Pfarrer aus der EKiR eine neue Berufsperspektive eröffnet, die bei den Betroffenen grosse Beachtung fand und positive Reaktionen bewirkt hat.

Personalwechsel zwischen Deutschland und Schweiz hält sich in Grenzen
Zunächst stellten die Beteiligten fest, dass sich bisher keine Schweizer Pfarrerinnen und Pfarrer für die Möglichkeit eines befristeten Pfarrdienstes in der EKiR interessiert hätten. Nun möchte man dies von Seiten der EKiR stärker fördern. Die EKiR überlegt, einzelne Pfarrstellen eventuell im Sinne eines Kulturaustausches speziell für Schweizer Pfarrerinnen und Pfarrer auszuschreiben, ohne dabei die bereits in der Schweiz tätigen deutschen Pfarrerinnen und Pfarrer abzuwerben. Ausserdem könnten vermehrt zeitlich befristete Projektstellen mit besonderen Arbeitsfeldern für Schweizer Pfarrerinnen und Pfarrer ausgeschrieben werden. Diese Pfarrstellen müssen in der Schweiz besser kommuniziert werden.
Vor allem in Graubünden, wo fast die Hälfte der Pfarrämter von Deutschen versehen wird, aber auch im Aargau ist inzwischen ein Rückgang der Bewerbungen aus Deutschland, speziell aus der EKiR, zu beobachten. In der EKiR bereitet man sich inzwischen aufgrund der anstehenden grossen Pensionierungsjahrgänge und der gesunkenen Studentenzahlen darauf vor, dass in absehbarer Zukunft die Besetzung offener Pfarrstellen schwieriger werden könnte.

Positive Erfahrungen mit dem Austausch
In der Weiterbildung ist mehr grenzüberschreitende Bewegung zu verzeichnen: 2010 haben 17 Pfarrerinnen und Pfarrer aus der Schweiz an Weiterbildungsangeboten der EKiR teilgenommen.
Claudia Bandixen berichtete u. a. von den erfolgreichen Aargauer Mundartkursen für deutsche Pfarrerinnen und Pfarrer, die von diesen sehr geschätzt würden. Dabei gehe es darum, die Schweizer Mundart nicht lediglich als Dialekt der deutschen Sprache, sondern als eigene Sprache zu verstehen und die besondere Mentalität der Schweizerinnen und Schweizer, ihr Lebensgefühl und speziell ihren zurückhaltenden Umgang miteinander zu kennen zu lernen.



Meldung verfasst von: Frank Worbs.



Aufgeschaltet am 9. November 2010
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