Polizeiseelsorge Aargau Wahl Thomas Jenelten 2010 - Reformierte Landeskirche Aargau


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Aargauer Polizisten erhalten eigenen Seelsorger

Pilotprojekt für ökumenische Aargauer Polizeiseelsorge startet im November
 
Die Kirchenräte der Reformierten und der Römisch-Katholischen Landeskirche Aargau haben Thomas Jenelten zum ersten Aargauer Polizeiseelsorger für eine einjährige Versuchsphase gewählt. Das von den Kantonalkirchen finanzierte Projekt hat zum Ziel, den Angehörigen der Kantons- und Regionalpolizei ein qualitativ hochstehendes und den Bedürfnissen der Polizeidienste entsprechendes Angebot an Seelsorge aufzubauen, das längerfristig etabliert werden kann. Positive Erfahrungen mit der Polizeiseelsorge haben bisher die Kantone Luzern und Zürich gemacht. Der Regierungsrat und die Polizei unterstützen das Projekt.


Die 810 Aargauer Polizistinnen und Polizisten sind in ihrer Arbeit einer besonders hohen Belastung ausgesetzt und können in Extremsituationen geraten, bei deren Verarbeitung sie auf Hilfe angewiesen sein können. Hier setzt die Polizeiseelsorge an. Sie unterstützt ergänzend zum psychologischen Angebot auf Wunsch die Angehörigen des Polizeicorps. Die Polizeiseelsorge untersteht der Schweigepflicht und arbeitet in religiöser Offenheit. Sie ist unabhängig von den polizeilichen Behörden. Nebst der eigentlichen Seelsorge wird die Aus- und Weiterbildung in Selbstmanagement, ethischen und interkulturellen Themen, zum Teil gemeinsam mit dem Polizeipsychologen, durchgeführt.

Der neue Polizeiseelsorger Thomas Jenelten nimmt seine Tätigkeit am 1. November 2010 im Umfang von 20 Stellenprozenten auf. Er hat in Freiburg Theologie studiert und ist hauptberuflich seit 1997 Gemeindeleiter der römisch-katholischen Pfarrei Peter und Paul in Aarau. Thomas Jenelten hat aktiv am Aufbau des Care-Teams Aargau mitgewirkt und ist als Seelsorger bei der Stützpunktfeuerwehr Aarau aktiv. Er ist verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Kindern.

Das Projekt ökumenische Polizeiseelsorge wird von den Reformierten und Römisch-Katholischen Landeskirchen des Kantons Aargau finanziert und getragen. Die neue Polizeiseelsorge wird von einer Begleitkommission entwickelt, in der neben den Landeskirchen auch die Kantonspolizei und der Verband Aargauer Gemeindepolizeien vertreten sind. Nach Ablauf eines Jahres wird sie das Pilotprojekt auswerten und die weiteren Schritte vorschlagen.



Meldung verfasst von: Myriam Heidelberger / Claudia Schneider.



Aufgeschaltet am 22. Oktober 2010
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