Vorschau Synode Kirchenratswahl 2010 - Reformierte Landeskirche Aargau


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Synode: Gesamterneuerungswahl des Kirchenrates für die nächste Amtsperiode ab 2011

Vorschau auf die Geschäfte der Synode am 9. Juni 2010 der Reformierten Landeskirche Aargau
 
Im Zentrum der Sommersynode der Reformierten Landeskirche Aargau stehen Wahlen für die neue Amtsperiode 2011 – 2014. Die 180 Mitglieder des Parlaments der Landeskirche tagen am Mittwoch, 9. Juni, im Stadtsaal in Zofingen. Sie wählen das Präsidium und die Mitglieder des Kirchenrats sowie die Mitglieder des Rekursgerichtes. Bei den Sachgeschäften stehen die Umwandlung der Rechtsform der Pensionskasse in eine Stiftung und die neue Organisation der beiden landeskirchlichen Häuser für Frauen, der Heimgärten in Aarau und Brugg, im Mittelpunkt.
Der Kirchenrat, die Exekutive der Landeskirche, mit einem vollamtlichen Präsidenten bzw. einer Präsidentin und sechs ehrenamtlichen Mitgliedern wird von der Synode am 9. Juni für die nächste vierjährige Amtsperiode, die 2011 beginnt, gewählt. Die sieben Mitglieder müssen mehrheitlich Laien sein, das heisst weder ordinierte Pfarrer noch Sozialdiakoninnen. Wählbar sind alle stimmberechtigten Mitglieder der Landeskirche. Alle sieben aktuellen Kirchenratsmitglieder stellen sich für die neue Amtsperiode wieder zur Verfügung: Für das Präsidium Pfarrerin Claudia Bandixen, als Mitglieder Myriam Heidelberger Kaufmann (bisher Dossier Seelsorge), Elisabeth Känzig (Dossier Jugend und Musik), Dr. Urs Karlen (Vizepräsident, Dossier Medien und Strukturen), Pfarrer Martin Keller (Dossier Theologie und Ethik), Hans Peter Mauch (Dossier Diakonie), Hans Rösch (Dossier Finanzen). Bisher sind keine weiteren Kandidatinnen oder Kandidaten angemeldet.


Medienmitteilung vom Montag, 7. Juni 2010

Auch die sieben Mitglieder des Rekursgerichtes stehen für die Wiederwahl zur Verfügung: John Christoffel (bisher Präsident), Frank Gantner, Markus Sahli, Rudolf Schmid, Jürg Vögtli (bisher Aktuar), sowie die beiden Ersatzmitglieder Anja Martina Kaufmann und Rosmarie Keller-Haller. Ausserdem steht eine Ersatzwahl für die Geschäftsprüfungskommission für die zurückgetretene Heidi Sommer an.
Sachgeschäfte: Neue Rechtsform der Pensionskasse, neue Organisation der beiden Heimgärten
Die für diese Synode vorgesehene Fortsetzung der Beratung der Gesamtrevision der Kirchenordnung fällt weg, weil die Detailberatung bereits an der Synode am 28. April 2010 in Aarau abgeschlossen wurde. Die Schlussabstimmung erfolgt erst in der Synode im November 2010. Deshalb rücken die beiden anderen Sachgeschäfte in den Vordergrund: die Umwandlung der Rechtsform der Pensionskasse in eine Stiftung und die neue Organisation der beiden landeskirchlichen Häuser für Frauen in Aarau und Brugg.
Die Pensionskasse ist heute eine unselbständige Anstalt öffentlichen Rechts, die rechtlich der Reformierten Landeskirche Aargau angegliedert ist. Diese enge Verbindung mit der Landeskirche ist rechtlich und finanziell problematisch. Zum Beispiel sind in der Synode, dem obersten Organ der Pensionskasse, die Sitze nicht paritätisch nach Arbeitgebern und Arbeitnehmern verteilt, wie es gesetzlich vorgeschrieben wäre. Die Verwaltungskommission der Pensionskasse und der Kirchenrat schlagen deshalb der Synode die Umwandlung der Pensionskasse in eine selbstständige und vom Arbeitgeber unabhängige Stiftung vor. 96% der Vorsorgeeinrichtungen in der Schweiz werden in dieser Rechtsform geführt. Das jetzt gültige Pensionskassenreglement würde als Reglement für die Stiftung übernommen. Der Stiftungsrat mit acht Mitgliedern wäre künftig das oberste Organ der Pensionskasse und würde die Funktionen der Synode und der jetzigen Verwaltungskommission übernehmen. Er setzt sich je zur Hälfte aus Vertreterinnen und Vertretern der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber zusammen.
Neue Organisationsstruktur für die Heimgärten Aarau und Brugg
Für die beiden bisher eigenständigen Heimgärten (Häuser für Frauen mit besonderen Betreuungsbedürfnissen) in Aarau an der Konradstrasse 11 und in Brugg an der Jurastrasse 5 soll eine neue gemeinsame Organisationsstruktur geschaffen werden. Eine gemeinsame Betriebskommission mit je drei Vertretern bzw. Vertreterinnen der beiden Heimgärten und einem Mitglied des Kirchenrates führt zusammen mit einer neuen gemeinsamen Geschäftsleitung die beiden Heimgärten. Die Geschäftsleitung koordiniert die Heimleitungen und vertritt die Interessen der Heimgärten nach aussen, speziell im Kontakt mit Behörden. Die beiden bestehenden Heimleitungen bleiben weitgehend unverändert. Sie gehören ebenfalls zur Betriebskommission und führen weiterhin verantwortlich die Heime am jeweiligen Standort.
Schliesslich werden – wie an der Sommersynode üblich – die Rechnungen 2009 der Zentralkasse der Landeskirche, der Heimgärten Aarau und Brugg, des Tagungshauses Rügel und der Zeitung «reformiert.» Aargau sowie der Jahresbericht des Kirchenrates beraten und abgenommen.



ria / F. Worbs



Aufgeschaltet am 7. Juni 2010
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