Aargauer Landeskirche zum Volksentscheid gegen Arbeitsrecht 2010 - Reformierte Landeskirche Aargau


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Aargauer Landeskirchen begrüssen Volksentscheid zum Arbeitsrecht, der den Sonntag stärkt

Medienmitteilung Sonntag, 13. Juni 2010
 
Heute haben die Aargauer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger mit dem deutlichen Nein zum kantonalen Einführungsgesetz für das neue Arbeitsrecht die vorgesehenen vier arbeitsfreien Sonntage für das Verkaufspersonal abgelehnt. Sie haben damit ein Signal gesetzt, das über den Kanton hinaus Beachtung finden könnte. Die Kirchenräte der christkatholischen, römisch-katholischen und reformierten Landeskirche stellen dankbar fest, dass die Aargauer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger dem arbeits- und konsumfreien Sonntag eine grössere Bedeutung beimessen, als in der Gesetzesvorlage vorgesehen war.


Der Sonntag als zentrales Element im Rhythmus von Arbeit und Feiertag ist für die Aargauerinnen und Aargauer offensichtlich ein Kulturgut und eine wesentliche soziale Errungenschaft unserer christlichen Gesellschaft, die durch das weitgehende Verbot der Sonntagsarbeit gestärkt und nicht weiter geschwächt werden soll. Insbesondere das Familienleben und das soziale Leben des Verkaufspersonals und seiner Familien werden durch dieses Abstimmungsergebnis berücksichtigt.

Die Kirchenräte der drei Aargauer Landeskirchen möchten den Sonntag als Feiertag für die ganze Gesellschaft bewahren, damit er unserem Leben und unserer Gesellschaft einen sinnvollen Rhythmus geben kann. Sie engagieren sich nicht, damit mehr Leute am Sonntag in die Kirche gehen – denn der Gottesdienstbesuch wird durch den Schutz des Sonntags weder verbessert noch verschlechtert.
 
Die Sonntagsarbeit muss auf jene Bereiche des gesellschaftlichen Lebens beschränkt bleiben, wo sie tatsächlich nötig ist. Den in unserer Gesellschaft immer enger werdende Raum für Begegnungen in Familie und Verwandtschaft und für gemeinschaftliche Aktivitäten in Vereinen, dem Dorf und den Kirchgemeinden gilt es zu schützen. Nachdem 2005 die Aufhebung des Ladenschlussgesetzes nur äusserst knapp vom Aargauer Volk angenommen wurde, haben die Aargauerinnen und Aargauer nun ein Signal in der entgegen gesetzten Richtung gegeben.
 


Meldung verfasst von: Frank Worbs. 1967 Zeichen (259 Wörter)



Aufgeschaltet am 13. Juni 2010
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