Kirchenratsretraite mit Setri Nyomi 2010 - Reformierte Landeskirche Aargau


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Der Kirchenrat mit Setri Nyomi (3. v. re.) an seiner Jahrestagung im April 10 in Aegeri
Foto: F. Worbs

Kirchenrat im Gespräch mit dem Generalsekretär des Reformierten Weltbunds, Setri Nyomi

Bericht von der Jahrestagung des Kirchenrates in Aegeri
 
Vom 30. März bis 1. April ging der Kirchenrat zu seiner letzten Jahrestagung in der laufenden Amtsperiode wieder in das Zentrum der Schwesterngemeinschaft Ländli in Oberägeri. Aus diesem Grund stand auch die Entwicklung des Arbeitsprogramms für die kommende Amtsperiode auf dem Programm. Der Kirchenrat beschäftigte sich zusammen mit den Mitgliedern des Stabs und der Geschäftsleitung mit den grossen gesellschaftlichen Trends, die für die Reformierte Landeskirche und damit für das Arbeitsprogramm 2011-2014 von Bedeutung sein können.


Die politische Dimension des Reiches Gottes und die Identität der Reformierten
Zu Beginn der Tagung hatte der Kirchenrat einen bedeutenden Gast eingeladen: Dr. Setri Nyomi, der Generalsekretär des Reformierten Weltbunds, RWB, war von seinem Amtssitz in Genf nach Ägeri gekommen, um über die Bedeutung des im Juni geplanten Zusammenschlusses des Reformierten Weltbunds mit dem Reformierten Ökumenischen Rat, RÖR, zu referieren. Die Gründung der neuen «Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen» mit ca. 80 Millionen Mitgliedern ist nach dreijähriger Vorbereitung für die nächste Vollversammlung des Reformierten Weltbunds im Juni 2010 in Grand Rapids, USA, geplant.

Der Kirchenrat sprach mit Setri Nyomi zunächst über die aktuelle Tätigkeit des RWB nach der letzten Vollversammlung in Accra und wie er die Mitgliedkirchen vertrete. Er fragte aber auch nach den Auswirkungen auf die Ausrichtung des Zusammenschlusses des RWB mit seinen 70 Millionen Mitgliedern in 214 Kirchen mit dem kleineren und theologisch eher konservativen RÖR mit 42 Mitgliedkirchen. Nyomi betonte, dass der RÖR bereit sei, vom politischen Auftrag des Evangeliums, wie es der RWB versteht, zu lernen. Und er strich die Bedeutung der Gemeinschaft unter den Kirchen heraus, die vom RÖR bewusster gepflegt werde.

Damit war das Gespräch bei den zentralen Aufgaben und der Identität der Reformierten. Nyomi sieht sie im Einsatz für ein umfassendes Verständnis der Botschaft Jesu vom Reich Gottes: Die Verheissung des Reiches Gottes umfasse alle politischen und sozialen Aspekte der Gesellschaft. Deshalb müsse eine reformierte Kirche in der Nachfolge Jesu sich auf jeden Fall politisch engagieren und Gerechtigkeit fordern sowohl für die benachteiligten Länder in der globalisierten Welt als auch für benachteiligte Menschen in der Gesellschaft.
 
Eine Begegnung mit dem Zuger Regierungsrat Joachim Eder, Gesundheitsdirektor, schloss die Tagung ab. Über die weiteren Themen berichten wir im nächsten a+o.
Frank Worbs, Informationsdienst



Meldung verfasst von: Frank Worbs.



Aufgeschaltet am 15. April 2010
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