Interreligiöse Aargauer Woche Musik und Begegnung 2009 - Reformierte Landeskirche Aargau


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Interreligiöse Aargauer Woche «Musik und Begegnung» vom 8. bis 15. November

Medienmitteilung vom Donnerstag, 29. Oktober 2009
 
Im Kontext des Projekts «Religion in Freiheit und Würde» der Reformierten Landeskirche Aargau zugunsten von Religionsfreiheit und verfolgten Christen vom 8. bis 15. November finden sechs Veranstaltungen an verschiedenen Orten statt. Die interreligiöse Woche «Musik und Begegnung» wird in Zusammenarbeit mit dem Verband Aargauer Muslime (VAM) in Baden, Aarau und Wohlen durchgeführt.


An sechs Abenden vom 8. bis 15. November werden Musik, Filmveranstaltungen und Podiumsgespräche angeboten. Die Abende werden gemeinsam von Christen und Muslimen, Frauen und Männern gestaltet. Das erklärte Ziel dieser Woche ist: Christen und Muslime setzen sich gemeinsam für Toleranz und Religionsfreiheit ein. Jede einseitige Schuldzuweisung oder politische Agitation wird vermieden. Das gemeinsame Interesse der Religionen, das Zusammenleben der Menschen friedlich zu gestalten, wird sichtbar, spürbar und unbeschwert erlebbar. Das Konzept wurde im Aargau von der Reformierten Landeskirche in Zusammenarbeit mit der Eventagentur Open Hearts entwickelt und wird anderen Organisationen zur Verfügung gestellt.

Das Programm
Die Woche startet am Sonntag, 8. November, um 17 Uhr in der reformierten Kirche Baden mit einer interreligiösen Feier mit muslimischem und christlichem Kinderchor und einer Trommlergruppe. Am Montag, 9. November, wird in den Kinos «Royal» in Baden und «Schloss» in Aarau um 20 Uhr in Schweizer Erstaufführung der Film «Der Imam und der Pastor» gezeigt. Der Film handelt von ungewöhnlich freundschaftlichen Beziehungen zwischen Moslems und Christen in Nigeria. Anschliessend reden Vertreter der Reformierten Landeskirche und des Verbands Aargauer Muslime über den Film.

Eine Diskussion zum Thema «Christen und Muslime in der Schweiz und die Minarett-Initiative» können am Dienstag, 10. November, um 19 Uhr, alle Aargauerinnen und Aargauer live im Radio Argovia verfolgen. Vor einem kleinen Publikum diskutieren im Studio von Radio Argovia unter der Leitung von Noel Graber (Radio Argovia): Claudia Bandixen (Kirchenratspräsidentin der Reformierten Landeskirche), Sylvia Flückiger-Bäni (Nationalrätin SVP, Mitglied des Initiativkomitees der Minarett-Initiative), Hamit Duran (Vorstandsmitglied des Vereins Aargauer Muslime) und Dr. Samuel Behloul  (Lehrbeauftragter am Religionswissenschaftlichen Seminar der Uni Luzern mit Schwerpunkten Islam und Migrationsforschung).

Am Mittwoch, 11. November, kommen im Kino «Royal» in Baden christliche und muslimische Frauen zu einem «Interreligiösen Frauengespräch» zusammen. Nach Kurzreferaten der Islamologin Büsra Küçükkaya, und der Theologin Dr. Ina Prätorius unterhalten sich Yasemin Duran und Zinet Duran mit den Pfarrerinnen Irmelin Kradolfer und Marianne Reifers. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr nach einem Apéro ab 18.30 Uhr.

Höhepunkt für Jüngere ist das Rap-Konzert «für Respekt und Toleranz» am Donnerstag, 12. November, um 20 Uhr in Aarau, im Club Kettenbrücke, Zollrain 18. Die Gruppe «Ammar 114» und Rapper Black Tiger bestreiten den Abend mit Musik und engagierten Texten. Der Eintritt ist frei.

Die Woche schliesst am Sonntag, 15. November, mit einer interreligiösen Feier, dieses Mal in der Moschee in Wohlen um 17 Uhr, Rigackerstrasse 25, mit Sennur Aydin, Vizepräsident der Moschee Wohlen, Halit Duran, Präsident des VAM, sowie Claudia Bandixen, Präsidentin der Reformierten Landeskirche Aargau, und Kirchenrat Pfr. Martin Keller. An ein Abendgebet der Muslime schliessen sich Bibel- und Koranverse, Stille und Gebet sowie ein Rückblick auf die Woche der Begegnung an.

Hintergründe
Bei der Diskussion über die Minarett-Initiative wird den Kirchen von den Befürwortern Heuchelei und Schlimmeres vorgeworfen, weil sie sich nicht um verfolgte Christen und Christinnen kümmern würden, dafür aber um das Wohlergehen der Muslime. Gerade die Kirchen haben sich aber schon immer für Verfolgte besonders eingesetzt. Im Aargau hat vor kurzem die Synode der Reformierten Landeskirche dazu zwei ausserordentliche Aktionen unter dem Titel «Religion in Freiheit und Würde» beschlossen.

Dazu gehört eine Friedensaktion, die mit einer Tagung am 24. Oktober in Lenzburg zusammen mit den Kantonalkirchen von Solothurn, Luzern und Zug gestartet ist: 100 Kirchgemeinden sollen während zwei Jahren zusätzlich 1000 Franken pro Jahr für den neu geschaffenen Friedensfonds von Mission 21 spenden. Mit diesem Geld werden in Krisengebieten zwischen den Fronten der verschiedenen religiösen Gruppierungen Aktionen entwickelt, die das Verständnis fördern und Verfolgungen verhindern sollen. Ein weiterer wichtiger Schritt im Einsatz für Verfolgte und für Verständigung zwischen Religionen und Kulturen ist die interreligiöse Woche «Musik und Begegnung» im November im Aargau.

Bei der Diskussion «Christen und Muslime in der Schweiz und die Minarett-Initiative» am Dienstag, 10. November, um 19 Uhr, im Studio von Radio Argovia können 20 Gäste im Publikum mitdiskutieren und Fragen an das Podium stellen. Anmeldungen und Infos: Frank Worbs, Tel. 062 838 00 18, info@ref-aargau.ch.



Meldung verfasst von: ria / F. Worbs.



Aufgeschaltet am 29. Oktober 2009
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