Ordination Gränichen 2009 - Reformierte Landeskirche Aargau


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MM_Ordination_2009
Ordination in der Kirche Gränichen am 30 August 2009, v.li.:
Kirchenratspräsidentin Claudia Bandixen, Marc Burger, Nadja Renggli, Barbara Zobrist, Brigitta Josef Rahn, Kirchenrat Hans Peter Mauch
Foto:
Mirjam Stutz, Lenzburg

Eine Pfarrerin und ein Pfarrer sowie zwei Sozialdiakoninnen wurden am Sonntag in der Kirche Gränichen von der Reformierten Landeskirche Aargau ordiniert

«Ist Gott ein Herzchirurg?» – die innere Haltung der Liebe als Grundlage für den Dienst in der Kirche

Am Sonntag, 30. August 2009, wurden in der reformierten Kirche Gränichen eine Pfarrerin und ein Pfarrer sowie zwei Sozialdiakoninnen für ihren Dienst in der Reformierten Landeskirche Aargau ordiniert. Kirchenratspräsidentin Claudia Bandixen und Kirchenrat Hans-Peter Mauch führten die beiden Ordinationen durch.


Medienmitteilung vom Montag, 31. August 2009

Ein Mal im Jahr ordiniert die Aargauer Landeskirche sowohl Pfarrerinnen und Pfarrer als auch Sozialdiakoninnen und -diakone nach Abschluss ihrer Ausbildungen in einem gemeinsamen Gottesdienst. Am Sonntag wurden in einem feierlichen Gottesdienst in der reformierten Kirche Gränichen der Theologe Marc Burger und die Theologin Brigitta Josef Rahn für das Pfarramt sowie die zwei Sozialdiakoninnen Nadja Renggli und Barbara Zobrist für das Diakonische Amt in der Reformierten Landeskirche ordiniert. Die Ordinationen wurden von der Kirchenratpräsidentin, Pfarrerin Claudia Bandixen und dem Kirchenrat und Sozialdiakon Hans Peter Mauch durchgeführt.

Timothy Cooke Ortspfarrer in Gränichen, eröffnete den Gottesdienst mit dem Psalmwort «von ganzem Herzen suche ich dich». Dann stellten sich die Ordinandinnen und Ordinanden mit ein paar Worten selbst vor. Mit dem zentralen Satz aus seiner Lizentiatsarbeit «Dein Reich komme» machte der angehende Pfarrer Marc Burger den Anfang. «Pfarrdienst, durchleuchtet vom Himmel her, macht diesen Beruf zum schönsten den es gibt,» begründete Burger sein Engagement für die Kirche. Die angehende Pfarrerin Brigitta Josef Rahn erklärte: «Gott hilft und trägt mich, das ist mir Kraft und Ermutigung.»

Für die angehende Sozialdiakonin Nadja Renggli ist die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen der Ausgangspunkt für ihre Arbeit in der Kirche. Barbara Zobrist ist bereits Leiterin der Fachstelle Diakonie der Landeskirche und hat sich darüber hinaus mit Integrationsarbeit beschäftigt und den Besuchsdienst der Kirchgemeinde Gränichen vor vielen Jahren mit aufgebaut. «Das tägliche Brot der sozialen Beziehungen» sei die heutige Aufgabe der Diakonie, meinte Zobrist.

Auf das Herz des Menschen als Symbol für sein Zentrum und seine innere Haltung fokussierte Kirchenratspräsidentin Claudia Bandixen in ihrer Predigt über ein Wort aus dem Lukasevangelium: «Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus dem guten Schatz seines Herzens;  und ein böser Mensch Böses ... Denn wovon das Herz voll ist, davon geht der Mund über.» Kirchenrat Hans Peter Mauch nahm das Bild auf und verglich Gott mit einem Herzchirurgen, da vom Herz aus alles Gute strömt. In diesem Sinne seien Arterien und Venen «die Leitungen und Röhren», durch die die Güte fliesst. Das, was von der inneren Haltung aussen sichtbar werde, sei die «Frucht», und «wenn innen alles krank ist, dann gibt es auch keine Schösslinge, keine Blüten und keine Früchte», führte Mauch aus. Im Sinne dieses Bildes von den «Früchten der Liebe» nahm Hans Peter Mauch, zur Überraschung aller, eine kräftigen und genüsslichen Biss von dem Apfel, den er bei der Ansprache in der Hand hielt.

Anschliessend ordinierte Claudia Bandixen die Pfarrerin und den Pfarrer, die das Ordinationsgelübde ablegten und gesegnet wurden. Danach ordinierte Hans Peter Mauch in gleicher Form die beiden Sozialdiakoninnen. Für das Diakonatskapitel überbrachte die Präsidentin Verena Fantozzi ein Grusswort an die neuen Kolleginnen und Kollegen mit einem Zitat von Bernhard von Clairvaux «Gönne dich dir selbst».

Pfarrerin Verena Grasso, als Vertreterin des Aargauer Pfarrkapitels und die Präsidentin der Kirchenpflege Gränichen, Dorothea Schneiter, als Vertreterin des Dienstes der ehrenamtlichen Gemeindeleitung, begrüssten ebenfalls die Ordinierten und lasen miteinander die «10 Gebote für frisch Ordinierte». Dazu gehören zum Beispiel: «Vergiss nicht deinen Humor. Er hilft dir manchmal die Herzen der Mitmenschen zu öffnen.» oder: «Vergiss nicht, in deinen Terminkalender die Pausen einzutragen.» Mit einem Apéro vor der Kirche wurde der stimmungsvolle Anlass beendet.



Meldung verfasst von: ria / Frank Worbs.



Aufgeschaltet am 31. August 2009
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