Vorschau Sommersynode 2009 - Reformierte Landeskirche Aargau


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Vorschau auf die Geschäfte der Sommersynode 2009 der Reformierten Landeskirche Aargau in Menziken

Entscheidungen zum Neubau der Landeskirche und ein neuer Ökofonds
 
Die 180 Synodalen der Reformierten Landeskirche Aargau tagen am 10. Juni im Kirchgemeindehaus in Menziken. Das Kirchenparlament nimmt die Diskussion über den Büroneubau in Aarau und die neuen Arbeitsplätze der Landeskirchlichen Dienste von der ausserordentlichen Synode am 27. Mai erneut auf und entscheidet nun. Ausserdem werden mehrere Motionen beantwortet und die Einführung eines Fonds zur Unterstützung von ökologischen Verbesserungen in kirchlichen Gebäuden beraten.


Medienmitteilung vom Donnerstag, 4. Juni 2009
 
Nachdem 118 Synodale an der ausserordentlichen Synode am 27. Mai in Aarau zwei Stunden lang über den von der Pensionskasse der Landeskirche finanzierten Büroneubau im Stritengässli in Aarau und die Frage diskutiert haben, ob die ca. 25 Arbeitsplätze der Landeskirchlichen Dienste dort ein neues Domizil beziehen dürfen, fallen am Mittwoch nun die Entscheidungen. Der Kirchenrat beantragt der Synode, die Mehrausgaben für die Miete im Neubau bis zu einem Kostendach von 125'000 Franken pro Jahr und die Kosten für Innenausbau und Mobiliar von ca. 1'450’000 Franken zu genehmigen.

Das zweite finanziell bedeutsame Geschäft ist die geplante Einrichtung eines Fonds «zur finanziellen Förderung von Massnahmen der Reformierten Kirchgemeinden im Aargau zur rationellen Energieanwendung, zur Nutzung erneuerbarer Energien und zum Klimaschutz» mit einem eigenen Reglement, dass das Vorgehen, die förderungswürdigen Projekte und die Höhe der Beiträge regelt.
Die Landeskirche bzw. ihre 75 Kirchgemeinden besitzen und unterhalten im Aargau 92 Kirchen, 66 Kirchgemeindehäuser und 24 Nebengebäude sowie ca. 120 Pfarrhäuser oder Wohnungen. Mit diesen ca. 330 Immobilien ist
die Reformierte Landeskirche neben der öffentlichen Hand und den Pensionskassen eine der grössten Immobilienbesitzerinnen im Kanton Aargau. Entsprechend gross ist ihre Verantwortung für die Energie, die jeden Tag in diesen Gebäuden verbraucht wird und für den CO2-Ausstoss, den die Kirche damit produziert. Das Kapital des sogenannten Ökofonds soll zunächst schrittweise bis zu einer halben Million Franken anwachsen, später jedoch eine Million nicht übersteigen.

Inhaltlich kommt der Beantwortung einer Motion zur Situation von verfolgten Christinnen und Christen in aller Welt besondere Bedeutung zu. Der Kirchenrat antwortet auf die Frage, was die Aargauer Landeskirche zur Unterstützung von diskriminierten und verfolgten Christinnen und Christen in anderen Ländern tun kann, mit einem Paket von Aktivitäten: Unter dem Titel «Religion in Würde und Freiheit» sollen Pilotprojekte für ein friedliches Zusammenleben verschiedener Religionen in Konfliktregionen entwickelt und finanziell und ideell von mindestens 100 Kirchgemeinden in der ganzen Schweiz unterstützt werden. Im Rahmen einer interreligiösen Kulturwoche «Musik und Begegnung» vom 8. bis 15. November 09 soll mit verschiedenen Angeboten in Aarau und Baden von Christen und Muslimen gemeinsam für Toleranz und Religionsfreiheit geworben werden. Bei allen Projekten geht es um Friedensarbeit, die Vorurteile und politische oder kulturelle Hetze jeder Art vermeiden soll.

Wie üblich wird auch die Rechnung der Zentralkasse der Reformierten Landeskirche Aargau beraten. Sie hat 2008 bei Gesamtausgaben im Umfang von 11 154 733 Franken mit einem Ertragsüberschuss von 58 445 Franken abgeschlossen, der zunächst dem Eigenkapital gutgeschrieben wird. Was zukünftig mit einem Ertragsüberschuss geschehen soll, wird im Rahmen einer Motionsbeantwortung an der Juni-Synode diskutiert.



Meldung verfasst von: ria / Frank Worbs.



Aufgeschaltet am 4. Juni 2009
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