Jahrestagung Kirchenrat 2009 - Reformierte Landeskirche Aargau


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KR_Jahrestagung_Kirchenrat_2009
Christian Tappenbeck (stehend) referiert an der Retraite des Kirchenrates, links neben ihm (sitzend) Prof. Dr. René Pahud de Mortanges


Jahrestagung des Kirchenrates 2009: Weiterentwicklung der «Freien Wahl der Kirchgemeinde»

Die Grundfragen zum Modell der «Freien Wahl der Kirchgemeinde» nahmen den grössten Raum an der Jahrestagung des Kirchenrates vom 30. März bis 1. April im Zentrum der Schwesterngemeinschaft Ländli in Oberägeri ein.


Die Beschlüsse der Synode vom November 2007 zur freien Wahl der Kirchgemeinde wurden aufgrund der Einsprache eines Synodalen vom landeskirchlichen Rekursgericht im Oktober 2008 aufgehoben. Der Kirchenrat will nach wie vor das Jahrzehnte alte und politisch von der Synode beschlossene Anliegen umsetzen. Er prüft nun, in welcher Form die freie Wahl der Kirchgemeinde wieder vor die Synode gebracht und in der Kirchenordnung verankert werden kann. Allerdings muss man bei der neuen Vorlage sehr sorgfältig vorgehen, da mit grosser Wahrscheinlichkeit wieder mit einem Rekurs gerechnet werden muss. Die Vorarbeiten sind bereits im Gange.

Aussprache mit juristischen Spezialisten
Mit der vertieften Abklärung und Bearbeitung der staatsrechtlichen und kirchenpolitischen Fragen des Modells hat der Kirchenrat Professor Dr. René Pahud de Mortanges beauftragt. René Pahud de Mortanges ist Inhaber des Lehrstuhls für Rechtsgeschichte und Kirchenrecht an der Universität Freiburg und Leiter des Instituts für Religionsrecht, das Fragen des Kirchenrechts und Staatskirchenrechts auch im Auftrag des SEK bearbeitet.
Der Institutsleiter reiste zum Gespräch mit dem Kirchenrat in Ägeri zusammen mit zwei Mitarbeitern, den Juristen Christian Tappenbeck und Raimund Süess, an.

In der Diskussion ging es um Grundlinien und mögliche Varianten, wie das Modell der freien Wahl der Kirchgemeinde in Rücksicht auf das Staatskirchenrecht und die öffentlich-rechtliche Verfasstheit der Landeskirche weiterentwickelt werden kann. Dabei wurden vor allem die Fragen der Einheitlichkeit von politischen Rechten, Steuerpflicht, Wohnsitz und Kirchgemeindezugehörigkeit der Mitglieder sowie die Grundlage der Steuerhoheit der Kirchgemeinden besprochen. Die neue Vorlage soll spätestens Ende 2010 vor die Synode kommen.
Ausserdem hat sich der Kirchenrat mit der Auswertung und Folgerungen aus den Besuchen des Kirchenrates in den Kirchenpflegen und mit der Interpellation zum Haus im Stritengässli befasst.



Meldung verfasst von: Informationsdienst.






Aufgeschaltet am 29. Mai 2009
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