Neue Archivordnung besprochen 2008 - Reformierte Landeskirche Aargau


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KR_Neue_Archivordnung_besprochen_2008
Der Kirchenrat mit den Dekanatsleitungen am 27. November 08 im Bullingerhaus in Aarau


Neue Archivordnung an der Dekanenkonferenz besprochen – gültig ab Januar 09

Meldung aus dem Newsletter der Ref. Landeskirche Nr. 10 / 2008


Kirchenratspräsidentin Claudia Bandixen nahm Pfarrer Timothy Cook, Gränichen, als neuen Dekan des Dekanats Aarau in Nachfolge von Pfarrer Ulrich Graf in Pflicht. Auch zwei Abschiede waren zu vermerken: Pfarrer Wolfgang Rothfahl ist aus Altersgründen als Vizedekan des Dekanats Brugg zurückgetreten. Paul Bruderer war als Kirchenpflegepräsident Mitglied der Co-Dekanatsleitung im Dekanat Baden, in dem die Partnerschaftliche Gemeindeleitung versuchsweise auch in der Führung des Dekanats umgesetzt wird. Mit seinem Rücktritt als Kirchenpflegepräsident verabschiedet Paul Bruderer sich auch aus der Dekanatsleitung.
 
Nach diesen Personalia war die Dekanenkonferenz der ausführlichen Besprechung der Revision der landeskirchlichen Archivordnung gewidmet. Diese regelt die Führung der Archive in den Kirchgemeinden und des kantonalen, landeskirchlichen Archivs. Da die Dekaninnen und die Dekanen die Aufsicht über die Archivführung der Kirchgemeinden haben – eine Bestimmung die zwar im Rahmen der Revision diskutiert aber noch nicht geändert wurde – ist dieses Gremium der wichtigste Ansprechpartner für den Kirchenrat bei der Vernehmlassung der revidierten Archivordnung.

Die Dekaninnen und Dekane haben die vorgeschlagenen Änderungen weitgehend begrüsst und lediglich einige Einzelheiten diskutiert: So soll die Verantwortung für die Archivführung bei den Pfarrerinnen und Pfarrern bleiben und nicht auf weitere Personen in der Gemeindeleitung ausgedehnt werden. Die Protokolle des Diakoniekapitels (neu «Diakonatskapitel») sollen ebenso wie jene des Pfarrkapitels in das Archiv der Landeskirche aufgenommen werden. Eine angeregte Diskussion löste die Frage aus, wie lange «Aufzeichnungen über die Lebensläufe von kirchlich bestatteten Personen» archiviert werden müssen. Schlussendliche soll es bei der bestehenden Regelung bleiben, nach der sie – soweit sie überhaupt vorliegen – für die Dauer von zehn Jahren archiviert werden müssen.

Nach der abschliessenden Beratung und Genehmigung in der Kirchenratssitzung vom 11. Dezember tritt die neue Archivordnung bereits am 1. Januar 2009 in Kraft. Sie wird in den §§ 24 bis 26 durch eine Gebührenordnung ergänzt, die in erster Linie für das landeskirchliche Archiv gilt. Die Benutzung des Archivs ist grundsätzlich kostenlos. Für aufwändige Recherchen, Abschriften oder Kopien können aber neu Gebühren verlangt werden. Die Kirchgemeinden können für ihre Archive eigene Gebührenordnungen erlassen oder sich auf die entsprechenden Paragraphen der Archivordnung stützen. Zusammen mit der revidierten Archivordnung tritt auch die neue Benutzungsordnung, die aber nur für das landeskirchliche Archiv gilt, in Kraft.



Meldung verfasst von: Frank Worbs.




Aufgeschaltet am 23. Dezember 2008
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