Erklärung Aargauer LK zur Ökumene 2007 - Reformierte Landeskirche Aargau


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Erklärung der Aargauer Landeskirchen zur ökumenischen Zusammenarbeit

Meldung aus de a+o Dezember 07

Die Kirchenräte der drei Aargauer Landeskirchen, der Christkatholischen, der Reformierten und der Römisch-katholischen Kirche sowie die Leitung der Bistumsregion St. Urs haben an ihrer regelmässigen Begegnung am 24. Oktober in Aarau die Grundlage der Ökumene der christlichen Kirchen und den Willen zu einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit in gegenseitigem Respekt bekräftigt. Sie begrüssen ausdrücklich die vielfältigen Formen der ökumenischen Zusammenarbeit auf kantonaler und regionaler Ebene und in den Kirchgemeinden und Pfarreien im Aargau.


In gleichberechtigter Partnerschaft treten sie gemeinsam für christliche Werte in der Gesellschaft, für die ökumenischen Anliegen von Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung und für ein verständnisvolles und tolerantes Zusammenleben der Menschen aus unterschiedlichen Religionen und Kulturen im Kanton Aargau ein.

Im Juli 07 hatte die Glaubenskongregation der Römisch-katholischen Kirche mit der Publikation von «Antworten auf Fragen ... bezüglich der Lehre über die Kirche» einiges Aufsehen in der Öffentlichkeit und Irritationen in den Kirchen ausgelöst, weil das Papier erklärte, dass die «aus der Reformation des 16. Jahrhunderts hervorgegangen Gemeinschaften ... vor allem wegen des Fehlens des sakramentalen Priestertums ... nach katholischer Lehre nicht «Kirchen» im eigentlichen Sinn genannt werden».

An ihrem dritten ökumenischen Treffen in diesem Jahr, am 24. Oktober in Aarau, haben die Kirchenräte und die Bistumsvertretung die Bedeutung dieser Erklärung und die Auswirkungen auf die ökumenische Zusammenarbeit der christlichen Kirchen diskutiert und halten fest, dass sich am guten Klima zwischen den Kirchen nichts ändert und dass die langjährige, intensive Zusammenarbeit der Kirchen im Kanton Aargau in gegenseitigem Respekt und partnerschaftlicher Anerkennung weitergeführt wird. Dies geschieht unter anderem zusammen mit weiteren Kirchen seit 1985 in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen im Aargau (AGCK-AG)*, die intensive Kontakte und gemeinsame Aktivitäten fördert.

Im Pastoralen Entwicklungsplan des Bistums Basel vom Februar 2007 wird im Kapitel «Auf dem Weg der Ökumene weitergehen» die «Einheit mit anderen christlichen Kirchen und Gemeinschaften, mit denen wir durch den Glauben an Jesus Christus und die Taufe verbunden sind» betont und festgehalten: «Ökumenisches Handeln ist für uns die Regel, nicht die Ausnahme.» Die Aargauer Landeskirchen arbeiten seit vielen Jahren mit grosser Selbstverständlichkeit zum Beispiel in der Seelsorge in Kantonsspitälern, Kliniken und Heimen, beim Religionsunterricht an kantonalen Schulen, in der Fachhochschule Nordwestschweiz, in sozialen Aufgaben – speziell beim Einsatz für Asylsuchende und Flüchtlinge – und in der Öffentlichkeitsarbeit zusammen.



Meldung verfasst von: gezeichnet Claudia Bandixen, Ernst Blust, Erich Häring, Barbara Kühne.




Aufgeschaltet am 14. Dezember 2007
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