Weiss beflaggte Kirchentürme 2007 - Reformierte Landeskirche Aargau


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Weiss beflaggte Kirchtürme im Aargau vom 16. bis 20. Oktober – ein Zeichen für den Kampf gegen Armut in der Welt

Medienmitteilung vom Freitag, 12. Oktober 2007

Auf Empfehlung des Aargauer Kirchenrats und nationaler Organisationen werden mindestens 20 reformierte Aargauer Kirchgemeinden in der Zeit vom 16. bis 20. Oktober 2007 ihre insgesamt 30 Kirchtürme als Zeichen ihres Engagements für die Millenniumsziele der UNO zur Halbierung der Weltarmut weiss beflaggen. Auch viele Römisch-katholische Pfarreien beteiligen sich im Aargau auf Empfehlung der Bistumsregionalleitung St. Urs in dieser Zeit an der Aktion.


Die Zeit der weissen Kirchtürme beginnt mit dem Welternährungstag der UNO, der seit 1979 am 16. Oktober von der Welternährungsorganisation FAO begangen wird. Der letzte Tag ist der «White-Band-Day», am 20. Oktober, der im Juli 2005 zum ersten Mal stattfand. Hinter dem White-Band-Day steht die Nonprofit-Organisation «Global Call to Action Against Poverty», die einen Schuldenerlass für die Länder der Dritten Welt, freien Handel für alle Staaten und bessere Hilfe für die Menschen in diesen Länder fordert. Einige Kirchgemeinden feiern in dieser Zeit ihre Erntedankgottesdienste mit Blick auf die Armut in anderen Teilen der Welt. 
Schon am Menschenrechtstag 2005, am 10. Dezember, hingen in über 40 Aargauer Kirchgemeinden und Pfarreien weisse Fahnen an den Kirchtürmen. Während der Brot für alle – Fastenopfer-Kampagne vor Ostern 2008 soll diese symbolische Aktion nochmals wiederholt werden. Denn der Einsatz für die weltweite Armutsbekämpfung und dafür, dass auch die Schweizer Regierung ihre diesbezüglichen Versprechen einlöst, braucht einen langen Atem.

Hintergrund: Millenniumsziele der UNO und Entwicklungshilfe der Schweiz
Im Jahr 2000 haben die Regierungen an der Generalversammlung der UNO die Millenniumsziele beschlossen. Dieses Aktionsprogramm will die weltweite Armut bis 2015 halbieren. Die reichen Industrieländer – auch die Schweiz – haben damals versprochen, ihre Gelder für Entwicklungszusammenarbeit schrittweise auf 0,7% des Bruttonationaleinkommens zu erhöhen. Aktueller Stand in der Schweiz gemäss Angaben der Hilfswerke: 0,39%.

Deshalb tragen der Schweizerische Evangelische Kirchenbund, Brot für alle, HEKS, mission 21 und die entsprechenden Organisationen der katholischen Kirche die Kampagne «0.7% – gemeinsam gegen die Armut» mit und rufen die Kirchgemeinden auf, diese zu unterstützen. Kernelement dieser Kampagne ist die «0,7%-Petition», welche Ende Mai 07 von insgesamt 60 Organisationen lanciert wurde. Die Kirchgemeinden können diese Petition mit einer Unterschriftensammlung unterstützen.

Mitwirkende Kirchgemeinden:
20 reformierte Kirchgemeinden haben ihre Mitwirkung an der Kampagne mitgeteilt und werden in folgenden Ortschaften reformierte Kirchen oder Gemeindehäuser weiss beflaggen:

Aarau, Arni / Oberlunkhofen, Brugg, Buchs / Rohr, Bözberg / Mönthal, Densbüren, Erlinsbach, Holderbank / Möriken, Kirchberg, Klingnau, Kölliken, Lenzburg, Mandach, Meisterschwanden, Oberentfelden, Rheinfelden / Kaiseraugst / Magden, Schöftland, Suhr / Hunzenschwil, Würenlos, Zofingen / Strengelbach / Vordemwald.



Meldung verfasst von: ria / F. Worbs, 2’472 Zeichen (incl. 335 Leerzeichen)




Aufgeschaltet am 12. Oktober 2007
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