Sylvia Michel Preis 2007 - Reformierte Landeskirche Aargau


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Reformierte Kirchen lancieren internationalen Preis zur Förderung von Frauen in der kirchlichen Führung

Medienmitteilung vom Donnerstag, 5. Juli 2007

Die Reformierte Landeskirche Aargau und der Reformierte Weltbund mit Sitz in Genf haben einen internationalen Preis zur Förderung der Führungspositionen von Frauen in reformierten Kirchen überall auf der Welt geschaffen. Der Sylvia-Michel-Preis in Höhe von 5000 US-Dollar erinnert an die Aargauer Pfarrerin Sylvia Michel, die 1980 zur Präsidentin der Reformierten Landeskirche Aargau gewählt wurde. Sie war die erste Frau in Europa in einer kirchlichen Führungsposition.


Die Schweizer reformierten Kirchen sind inzwischen weltweit führend in der Gleichstellung von Frauen in der kirchlichen Leitung. Weil die Hälfte der Schweizer Kirchen bereits von Frauen geführt wurden oder werden, wollen sie dieses Anliegen an die 214 Kirchen des Reformieren Weltbunds mit 75 Millionen Christinnen und Christen in 107 Ländern weitergeben. Der Sylvia-Michel-Preis soll Frauen in anderen Ländern und Kirchen fördern und zum Leitungsamt ermutigen.

Die Präsidentin der Reformierten Landeskirche Aargau, Claudia Bandixen, lanciert in diesen Tagen den Preis an einem internationalen Treffen des Reformierten Weltbunds und dem St. Paul’s United Theological College Kenya zu Fragen der Führung in der Kirche und der Gleichstellung von Frauen. Die Konferenz mit ca. 30 Vertreterinnen und Vertretern von reformierten Kirchen aus Afrika, Amerika, Asien und Europa fand vom 29. Juni bis 4. Juli in Limuru, Kenia, statt.

Der Sylvia-Michel-Preis wird alle zwei Jahre von den amtierenden Präsidentinnen Schweizer reformierter Kirchen zusammen mit dem Büro des Reformierten Weltbunds für kirchliche Erneuerung, Gerechtigkeit und Partnerschaft verliehen. Die Eingabefrist für die erste Preisverleihung ist August 2008.



ria / Autor, 1686 Zeichen (incl. 235 Leerzeichen)

Zusätzliche Informationen zu diesem Thema finden Sie in den unten angehängten Texten, der Medienmitteilung vom Reformierten Weltbund vom 28.6.07 und dem Pressetext zum Buch «Wenn Frauen Kirchen leiten», das im November 06 erschienen ist.


Pressetext zum Buch «Wenn Frauen Kirchen leiten»
Die gleichberechtigte Stellung der Frauen ist für viele christliche Kirchen ein heikles Thema. Nicht so in den evangelisch-reformierten Kirchen der Schweiz. Seit 1980 leiten auch Frauen reformierte Kirchen. 12 der 24 Kantonalkirchen haben oder hatten bereits Präsidentinnen. Acht Kirchen werden zur Zeit von einer Frau geführt.
Diese für die christlichen Kirchen aussergewöhnliche Situation in der Gleichstellung der Frau dokumentiert das Ende November im Theologischen Verlag Zürich erschienene Buch «Wenn Frauen Kirchen leiten - ein neuer Trend in den reformierten Kirchen der Schweiz». Bundesrätin Micheline Calmy-Rey attestiert in ihrem Geleitwort, dass « die reformierten Landeskirchen der Schweiz bezüglich Gleichstellung eine Bilanz ziehen dürfen, von der Wirtschaft und Politik nur träumen können».

Im Mittelpunkt des 172 Seiten umfassenden Bandes stehen die Portraits der 12 Frauen, die als erste eine Schweizer reformierte Kantonalkirche geleitet haben – verfasst von den Journalistinnen Esther Girsberger und Karin Ammann. Weitere Beiträge zeigen, dass für die Führungsrolle von Frauen neben der geschichtlichen Entwicklung der Schweizer Kirchen auch die typisch reformierte Spiritualität wichtig ist, die ein anderes Verständnis von religiöser Führung begründet. Die Beiträge wurden verfasst von den Theologinnen Claudia Bandixen, Doris Brodbeck, Ina Praetorius, Sabine Scheuter, Luzia Sutter Rehmann und der Historikerin Judith Stofer.

Eine vergleichende internationale Studie der beiden Gender-Fachfrauen vom Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund, Hella Hoppe und Anne Waldner, zeigt, dass in den protestantischen Kirchen der Welt Frauen in Spitzenpositionen noch sehr selten anzutreffen sind. «Typisch reformiert» heisst im Blick auf die Führungsrolle von Frauen zur Zeit auch «typisch schweizerisch».

Die Herausgeberinnen und Herausgeber
•    Claudia Bandixen, Kirchenratspräsidentin der Reformierten Landeskirche Aargau, Initiantin der Treffen der Kirchenpräsidentinnen und der Buches
•    Silvia Pfeiffer, Vizepräsidentin des Rates SEK
•    Frank Worbs, Leiter Kommunikation der Reformierten Landeskirche Aargau

erschienen im Theologischen Verlag Zürich, TVZ, Zürich 2006
ISBN-10: 3-290-17418-2 (ISBN-13: 978-3-290-17418-7)
in der Reihe: Beiträge zu Theologie, Ethik und Kirche, hrsgb. vom Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund SEK durch das Institut für Theologie und Ethik ITE



Aarau,  November 2006, Frank Worbs


Seeking new models of leadership for women and men
News Release des Reformierten Weltbunds (World Alliance of Reformed Churches - WARC) vom 29. Juni 2007

Gender, power and leadership in church and society will be the focus of an international consultation sponsored by the World Alliance of Reformed Churches (WARC) and St. Paul’s United Theological College in Limuru, Kenya, 29 June to 4 July.

Forty-two participants from 17 countries will attend, including 11 students from St. Paul’s, pastors, theologians and lay leaders from Africa, Asia, Europe, Latin America and North America.

The consultation will challenge leadership modelled on domination and explore participatory models that address the gap between women and men in leadership, said Patricia Sheerattan-Bisnauth, executive secretary for WARC’s Office for Church Renewal, Justice and Partnership.

"Current leadership models in church and society are limiting and erect barriers to fostering justice and peace, sharing resources and building just and humane societies. They fail to model patterns of ministry that foster partnership of women and men and inclusion of young people."

Esther Mombo, academic dean at St. Paul’s, said that while women in Africa have been theologically trained and ordained in some churches since the 1970s, women still continue to be on the periphery of the church. "This consultation is a challenge to the church and to theological institutions that the macho approach should be exorcised from the church, theology and theological institutions," Mombo said.

The key objectives of the consultation are:
-    to examine power and leadership within local, regional and global geopolitical contexts;
-    to analyze and reflect on power and leadership in the church from a theological perspective;
-    to challenge patriarchal aspects of ministry and identify negative impacts;
-    to envision new models of leadership by drawing on feminist theology, principles and practice within various cultures and traditions;
-    to offer alternative models of leadership that address the gender gap in church leadership.

Sheerattan-Bisnauth said: "The challenge still remains for women to be included as equal partners in the church - at the local and national levels and also in the mainstream of ecclesiastical affairs."



Meldung verfasst von: ria/Autor.




Aufgeschaltet am 5. Juli 2007
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