Synodebericht kurz 2007 - Reformierte Landeskirche Aargau


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Bericht von der Synode in Baden - KURZE Version: Ja zur neuen Kirchenzeitung und zur kantonalen Seelsorge

Deutliches Ja zur neuen Kirchenzeitung «reformiert.» und zur flächendeckenden Seelsorge im Kanton

Die Synode der Reformierten Landeskirche Aargau hat an ihrer Sitzung am Mittwoch im Kirchgemeindehaus Baden zwei deutliche Signale gesetzt: Mit grosser Mehrheit stimmte sie als erste Herausgeberin der neuen gemeinsamen Kirchenzeitung «reformiert.» zu, die ab Juni 2008 mit einer Auflage von 700 000 Stück erscheinen soll. Einstimmig bewilligte die Synode die Entwicklung einer flächendeckenden und qualitativ hochstehenden reformierten Seelsorge in allen regionalen und kantonalen Einrichtungen im Kanton Aargau.


Kirchenrat Urs Karlen wies auf die historische Bedeutung der Entscheidung zur neuen deutschen Kirchenzeitung «reformiert.» hin. Die Aargauer Synode habe die Möglichkeit hier als erste Herausgeberschaft ein Zeichen für die gemeinsame reformierte Publikation zu setzen. Auch die Voten der Synodalen begrüssten ausdrücklich die durch die Vereinigung der Kirchenboten von Aargau, Graubünden, Zürich und dem Berner Säemann entstehende neue Zeitung. Michael Rahn, Erlinsbach, brachte die beiden wichtigsten Vorteile auf den Punkt: Der viel bessere optische Eindruck und dass bei «reformiert.» die Reformierten auch über die kantonalen Grenzen hinaus zusammenarbeiten können und durch die hohe Auflage der Zeitung auch in der Öffentlichkeit besser wahrgenommen werden. So gab es schliesslich bei der Abstimmung nur wenige Gegenstimmen gegen das Projekt.

Reformierte Seelsorge in allen Einrichtungen im Aargau
Der Kirchenrat legte ein Konzept zur Entwicklung einer umfassenden fachlichen Seelsorge vor, das eine ausreichende und qualitativ hochstehende Seelsorge der reformierten Kirche in möglichst allen medizinischen und sozialen Einrichtungen im Kanton Aargau zum Ziel hat. In den über 240 Einrichtungen (Spitäler, Kliniken, Alters- und Pflegeheime, Einrichtungen für Menschen mit besonderen Bedürfnissen) ist die Seelsorge - so das Ergebnis einer umfassenden Studie des Kirchenrates - zurzeit in einem Drittel genügend bis gut, in einem Drittel nicht genügend und im Rest gar nicht abgedeckt.
Die Synode stimmte allen Anträgen des Kirchenrates einstimmig oder mit grossem Mehr zu. Die Sicherstellung einer fachliche Seelsorge soll in allen Einrichtungen durch eine regionale Organisation der Seelsorgearbeit erreicht werden nach dem Modell Seelsorgeverband, wie es an einigen Orten von Kirchgemeinden schon heute praktiziert wird. Dazu sollen vier bis sechs regionale kirchliche Verbände als Träger der Seelsorgestellen geschaffen werden, die auch für die gerechte Verteilung der Finanzierung unter den Mitgliedgemeinden sorgen. Eine auf drei Jahre befristete, mit 40 Stellenprozenten dotierte Projektstelle soll die Entwicklung und Etablierung der Verbände unterstützen.

Wahlen und Rechnungen
Einstimmig hat die Synode die von den vier Fraktionen vorgeschlagenen und vorgestellten fünf Kandidatinnen und Kandidaten für die fünf Sitze der Synode in der zehnköpfigen neuen Herausgeberkommission des Aargauer Kirchenboten gewählt. Gewählt wurden: Paul Bhend, Oftringen, Esther Meier, Brugg, Beat Peter, Aarau, Ursula Walti-Werren, Staufen und Susanne Ziegler, Lenzburg. Die Herausgeberkommission wird sich im Juli konstituieren und im Lauf des Jahres die Geschäfte vom jetzigen Herausgeberverein übernehmen.
Kirchenrat Hans Rösch stellte die Rechnung 2006 der Zentralkasse der Reformierten Landeskirche Aargau vor, die  bei einem Gesamtumfang von 11 014 078 Franken mit einem Ertragsüberschuss von 100 320 Franken abschloss. Der Ertragsüberschuss wird zunächst dem Eigenkapital gutgeschrieben. Seine Verwendung wird an der Synode im November 07 beschlossen.
Schliesslich beschloss die Synode den Beitritt der Landeskirche als Trägermitglied zum Verein «Suizid-Netz Aargau» und überwies ein Postulat für die Erarbeitung eines Unterrichtsmittels zu Jugend und Demokratie in der reformierten Kirche. Das Suizid-Netz ist eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe von Fachpersonen der Landeskirchen zusammen mit staatlichen Beauftragten zur Suizidprävention im Aargau. Es bietet Fachberatung und Schulungen sowie Informationen für Fachstellen und Pfarrämter zum Thema Suizid an.



Meldung verfasst von: ria / Frank Worbs, 4068 Zeichen (incl. 544 Leerzeichen)




Aufgeschaltet am 6. Juni 2007
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