Bilanz Gesamterneuerungswahlen 07-10 2007 - Reformierte Landeskirche Aargau


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Bilanz der reformierten Gesamterneuerungswahlen für die Amtsperiode 2007 bis 2010

Medienmitteilung vom Mittwoch, 31. Januar 2007

Zwischen September und Dezember 2006 sind in 72 der 75 (nach der Fusion Bözberg-Mönthal Anfang 2007) reformierten Kirchgemeinden des Kantons Aargau die Kirchenpflegen und die Synode von den reformierten Mitgliedern an der Urne neu gewählt worden. Zum ersten Mal wurden im Rahmen einer Gesamterneuerungswahl gemäss dem 2001 eingeführten neuen Modell der Partnerschaftlichen Gemeindeleitung sowohl die ehrenamtlichen Mitglieder der Organe als auch die ordinierten Angestellten (Pfarrerinnen und Pfarrer und Diakonische Mitarbeitende) gemeinsam für die gleiche Amtszeit von vier Jahren (2007 bis 2010) neu gewählt.


Von den 141 388 reformierten Stimmberechtigten im Kanton Aargau gaben 28'195 ihre Stimme ab (sechs Gemeinden fehlen in diesem Zusammenzug). Das ergibt eine Stimmbeteiligung von knapp 20 Prozent. Die Wahlbeteiligung schwankte in den Kirchgemeinden zwischen 9 (niedrig v.a. in den grossen, urbanen Kirchgemeinden) und 50 Prozent. Im Durchschnitt aller Gemeinden lag sie bei 22,7 Prozent.

Wahlen von Pfarrerinnen und Pfarrern und Diakonischen Mitarbeitenden
In 68 Kirchgemeinden wurden 133 Pfarrerinnen und Pfarrer neu oder wieder gewählt. In drei Kirchgemeinden wurden die zur Wahl stehenden Pfarrer abgewählt: In Koblenz, Stein und Thalheim. In Stein wurde auch die Diakonische Mitarbeiterin abgewählt. Die Kirchgemeinden Koblenz und Stein werden zur Zeit von Kuratoren verwaltet, welche die Pfarrer nicht zur Wiederwahl empfohlen hatten.
In 27 Kirchgemeinden wurden 36 Diakonische Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen neu oder wieder gewählt, eine Diakonische Mitarbeiterin wurde abgewählt.

Kirchenpflegen und Synodale
Insgesamt wurden in den 72 wählenden Kirchgemeinden 430 ehrenamtliche Kirchenpflegerinnen und Kirchenpfleger und 64 Präsidentinnen und Präsidenten gewählt. Die gegenüber 2003 um ca. 40 Personen niedrigere Zahl erklärt sich u.a. damit, dass einige sehr grosse Kirchgemeinden ihre Leitungsorgane umstrukturiert haben und die neuen «zentralen» Kirchenpflegen mit bedeutend weniger Personen besetzen. Sie werden ergänzt durch verschiedene lokale Gemeindekommissionen.
In 21 Kirchenpflegepräsidien gab es auf den Beginn der neuen Amtsperiode hin Wechsel. Nach den Gesamterneuerungswahlen sind in acht Kirchgemeinden die Präsidien noch nicht besetzt. Hier übernehmen Stellvertreter resp. Stellvertreterinnen interimistisch diese Aufgabe. In Möhlin und Niederlenz werden Kuratorien eingerichtet, weil noch nicht genügend ehrenamtliche Kirchenpflegemitglieder gewählt wurden. Gemäss Kirchenordnung muss die Kirchenpflege aus mindestens vier ehrenamtlichen Mitgliedern bestehen. In Koblenz wurde das Kuratorium inzwischen aufgehoben, weil eine neugewählte Kirchenpflege die Leitung der Gemeinde übernehmen konnte.
Schliesslich waren nach einem neuen Verteilschlüssel 188 statt wie bisher 201 Mitglieder in die Synode zu wählen. 177 der 188 Sitze im neu gewählten Parlament sind besetzt. Die grosse Mehrheit ist ehrenamtlich für die Kirche tätig. Ca. ein Viertel der Mitglieder sind ordiniert und in der Kirche angestellt. Die Synodalen sind bereits zu ihrer konstituierenden Sitzung am 17. Januar 07 in Aarau zusammengetreten.



Meldung verfasst von: ria / F. Worbs, 3137 Zeichen (incl. 417 Leerzeichen)




Aufgeschaltet am 31. Januar 2007
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