Öffentlichkeitskampagne Hoffnungsstreifen Diakoniekampagen 2014


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Kampagnen Plakate in Wohlen
Die Kampagnen-Plakate hier in Wohlen
Foto: Wirz-Wietlisbach, Zürich

Fast jeder Zweite kennt «Diakonie» - Zahlen und Ergebnisse der Kampagne HOFFNUNGSSTREIFEN

Vom 12. Mai bis Ende Juni 2014 wurde erstmals in der reformierte Kirche der Schweiz gleichzeitig in allen vier Sprachregionen der Schweiz mit einer Öffentlichkeitskampagne für das diakonische Engagement der Kirche und für die Mitarbeit von Freiwilligen geworben. Unter dem Titel «HOFFNUNGSSTREIFEN» wurden Menschen aufgefordert zum «Hoffnungsstreifen» für andere Menschen zu werden, die traurig, einsam oder überfordert sind oder ausgegrenzt werden. Die Kampagne zielte einerseits darauf, dass sich jeder einzelne Mensch in der Kirchgemeinde daran beteiligen kann. Andererseits zeigte die Kampagne, wie sich die reformierte Kirche typischerweise sozial-diakonisch engagiert und zum «Hoffnungsstreifen» in der Gesellschaft wird. Die Website www.diakonie-verbindet.ch brachte das soziale Engagement der Kirchen mit dem Begriff «Diakonie» in Verbindung.


Zahlen und Mitwirkung
Nun zu den Zahlen: In den Deutschschweizer Kirchen habe 377, in der Romandie 108 Kirchgemeinden aktiv mitgemacht. Dazu kommen 6 italienisch und 4 rätoromanisch sprachige Kirchgemeinden. Insgesamt haben fast 500 der möglichen 750 Kirchgemeinden mitgemacht (die Kirchen Bern-Jura-Solothurn und Basel-Stadt haben die Kampagne nicht unterstützt). Insgesamt wurden rund 2’800 Pakete mit Plakaten und Materialien an die Kirchgemeinden verschickt.
Zusätzlich zum Plakataushang in und durch die Kirchgemeinden wurden 1'437 Plakate im Format F12 und 715 kleinere Plakat im Format F4, also total 2'152 Plakate in der ganzen Schweiz während den Kalenderwochen 20 bis 24 auf kommerziellen Plakatstellen aufgehängt. In den Sonntagszeitungen erschienen ganzseitige Anzeigen. Das Medienecho umfasste gemäss ARGUS Medienbeobachtung in der Deutschen Schweiz 153 Presseartikel (ohne Artikel in den kirchlichen Medien).

Überprüfung der Wirkung
Zur Auswertung der Diakoniekampagne wurden zwei Befragungen durchgeführt, eine externe und eine interne. Die interkantonale Steuergruppe beauftragte das Meinungsforschungsinstitut Demoscope AG, Adligenswil, mit der Durchführung zweier repräsentativer Umfragen mit jeweils 1000 telefonischen Interviews in der Deutsch- und Westschweiz. Die Nullmessung erfolgte Anfang April, die Kontrollmessung mit zusätzlichen Fragen über die Wahrnehmung und Wirkung der Kampagne im Juni 2014.
In den Umfragen ging es um den Wissenstand und Meinungen über das soziale Engagement der Kirchen und die «Diakonie». Ausserdem wurden die Verantwortlichen der ca. 500 Kirchgemeinden über die Organisation, Abwicklung und Wirkung der Kampagne schriftlich befragt.
Die Ergebnisse zeigen: bestätigt: Durch die Kampagne konnten Menschen für niederschwelliges Engagement für Mitmenschen, welche in schwierigen Situationen sind, sensibilisiert und motiviert werden.

Ergebnisse der Bevölkerungsumfragen
Kirchliche Sozialarbeit ist fast allen (90%) bekannt und 95% finden auch gut, dass die Kirche das macht. Daher ist keine weitere Legitimierung nötig. An der Spitze der Angebots-Hitparade der reformierten Kirche stehen «Begleitung älterer Menschen», «Jugendarbeit» und «Anlässe für alleinstehende Erwachsene».
Überraschend ist für die Steuergruppe, dass fast die Hälfte der Bevölkerung (49%) den Begriff «Diakonie» kennt oder schon mal gehört hat. Und 40% geben an, dass der Begriff «etwas mit der Kirche zu tun hat».
43% der Befragten – und nach der Kampagne 48% - könnten sich sehr gut oder unter Umständen vorstellen, Aufgaben in der lokalen Kirche unter Anleitung zu übernehmen oder leisten bereits Freiwilligenarbeit in der Kirche (15%). Das Potenzial (hauptsächlich bei jungen Frauen) ist also doppelt so gross wie die derzeit Aktiven.
Je ein Fünftel der Befragten im Juni haben Plakate bzw. Inserate der Kampagne beachtet, und noch mehr (35%) haben lokale Kirchenaktivitäten bemerkt. An die einzelnen Sujets und den Begriff «Hoffnungsstreifen» (14%) erinnerten sich allerdings wenige.
65 % finden es gut und notwendig, wenn sich die reformierte Kirche zu gesellschaftlichen Fragen in der Öffentlichkeit äussert. 81 % finden eine Öffentlichkeitskampagne der Kirche wie HOFFNUNGSSTREIFEN sinnvoll. Sie könne Menschen dazu anregen, den Mitmenschen zu helfen.

Einschätzungen der Mitarbeitenden

Wir haben von total 212 Kirchgemeinden (165 Deutschschweiz und Rätoromanische Region, 47 Romandie) die ausgefüllten Antwortbogen erhalten und ausgewertet. Im Folgenden die Auswertung für die Deutsche Schweiz. Die meistgenannten Gründe für die Teilnahme an der Kampagne sind:
  • weil es wichtig ist, dass wir uns in der Gemeinde auch für die Diakonie stark machen
  • weil Öffentlichkeitsarbeit für die Kirche notwendig ist
  • weil das Wissen über Diakonie bei der Bevölkerung z.Zt. sehr gering ist
  • weil Diakonie eines unserer Kernthemen ist.
Die Wirkung der Kampagne für das Image der Kirche taxierten 84 % der Kirchgemeinden als «sehr gut bis gut». 80 % fanden, die Kampagne habe gut bis sehr gut zur reformierten Kirche gepasst.
83 % der Antwortenden fühlten sich im Vorfeld der Kampagne «frühzeitig bis rechtzeitig» informiert. Von den Werbemitteln waren die Chocolats napolitains, die Freundschaftsarmbänder und die Papiertaschentücher am beliebtesten.
Die Reaktionen auf die Kampagne waren sowohl bei den Mitarbeitenden als auch bei Mitgliedern sehr positiv ausgefallen.
Wenn Sie an weiteren Details der Studien interessiert sind, können Sie die Unterlagen beim Informationsdienst der Landeskirche per Mail an info@ref-aargau.ch als PDFs bestellen: 1) Ergebnis der Befragung in Kirchgemeinden, 2) Repräsentative Bevölkerungsumfrage zur Evaluation der Diakoniekampagne 2014, Demoscope AG.
Kampagnen-Website
Mehr Infos, Material und Veranstaltungen und Aktionen der Kirchgemeinden auf der Website der Kampagne: www.diakonie-verbindet.ch