Planung & Ziele der Kommunikation - Reformierte Landeskirche Aargau


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Planung, Ziele und Zielgruppen der Kommunikation in Kirchgemeinden

Im Planungsprozess der Kommunikation sind die wichtigsten Schritte: Ziele - Zielgruppen bestimmen und beschreiben - Massnahmen festlegen - budgetieren - umsetzen - Ergebnis kontrollieren.


Zu geplanter und koordinierter Kommunikation gehören folgende  Schritte:

  • Analyse der Ausgangssituation, Bestimmen der Problematik und der Aufgabe
  • Ziele festlegen
  • Zielgruppen festlegen und beschreiben - v.a. ihr Informationsverhalten
  • Den Zielgruppen entsprechende Massnahmen auswählen und planen
  • Budgetieren: Kommunikationsarbeit benötigt Finanzen (Bei grösseren Projekten und Veranstaltungen immer Finanzen für die Kommunikation (Werbung) einplanen)
  • Umsetzen der Massnahmen, Kontrolle des Budgets
  • Kontrolle: Wurden die Ziele erreicht? Was kann verbessert werden?Gute Kommunikation setzt geplantes und sorgfältiges Vorgehen voraus.

1) Ziele der Informationsarbeit
Die Ziele der Information und Öffentlichkeitsarbeit müssen im Selbstverständnis und den grundsätzlichen Zielen der Kirchgemeinde verankert sein, wie sie am besten in einem Leitbild erarbeitet und formuliert sind.
Ziel der Information und Öffentlichkeitsarbeit ist es, den Zielgruppen (Mitgliedern, Öffentlichkeit) ein angemessenes und attraktives Bild von der Kirchgemeinde, von ihren Mitarbeitenden, ihren Angeboten, ihrem Leben und ihren Entwicklungen zu vermitteln und zum Teilnehmen und Mitmachen zu motivieren.

Konkrete Ziele der Information und Öffentlichkeitsarbeit:

Die Kirchgemeinde pflegt ein Bild in der Öffentlichkeit (Image), das ihr ein erkennbares und verständliches Profil gibt und ihren Stärken entspricht.
Sie verwendet konsequent ein einheitliches leicht erkennbares Erscheinungsbild (CI), das sie als Teil der Reformierten Kirche identifiziert.
Die Kirchgemeinde informiert offen, schnell und transparent über Entscheidungen, Ereignisse, Entwicklungen und Finanzen. Sie schafft damit Vertrauen in ihre Tätigkeit als im Dienste der Menschen wirkenden öffentlich-rechtliche Institution.
Die Kirchgemeinde kommuniziert und wirbt für das vielfältige Angebot an Veranstaltungen und Mitwirkungsmöglichkeiten, so dass (nicht nur interessierte) Mitglieder das Angebot kennen und zum Teilnehmen oder Mitwirken motiviert werden.
Die Kirchgemeinde unterscheidet die verschiedenen Zielgruppen ihrer Kommunikation und wählt die für jede Zielgruppe passenden Massnahmen aus. (s.u.)
Durch eine gute interne Kommunikation wird das Vertrauen zwischen leitenden, angestellten und freiwilligen Mitarbeitenden gestärkt und damit die Motivation und das Gemeinschaftsgefühl verbessert.

2) Definition von Zielgruppen und Massnahmen
Die Ziele werden im Hinblick auf die verschiedenen Zielgruppen konkretisiert. Für jede Zielgruppe werden geeignete Medien und Massnahmen eingesetzt. Die erwachsenen Personen teilt man am sinnvollsten nach ihrer Kirchenverbundenheit ein. Ihr Informationsverhalten hängt in erster Linie von der Stärke ihrer Verbundenheit mit der Kirchgemeinde ab.
 
1. Die Mitarbeiter/innen - interne Kommunikation an erster Stelle
Den freiwilligen oder angestellten Mitarbeitenden muss mit der internen Kommunikation besonders Sorge getragen werden. Sie sollten nach Möglichkeit immer als Erste informiert werden. Wenn es geht persönlich oder mündlich. Bei sensiblen und Mitarbeitende persönlich betreffenden Informationen werden die direkt Betroffenen als Erste informiert und gehört.
Wenn der Kreis der Mitarbeitenden so gross ist, dass mündliche Informationen oder Briefe die rechtzeitige und gleiche Information nicht sicherstellen, müssen schriftliche (regelmässige Mitarbeiterbriefe) oder elektronische Medien (evtl. auch als E-Mail) geprüft werden.
 
2. Die aktiven Mitglieder (Kerngemeinde)
Aktiv teilnehmende Mitglieder informieren sich gerne regelmässig und ausführlich. Dem muss mit zusätzlichen Informationen - z.B. im Internet - entsprochen werden. Dafür können spezielle Ziele aufgestellt werden.
 
3. Die passiven Mitglieder (Gesamtgemeinde)
Der grösste Teil der Mitglieder nimmt keine Leistungen in Anspruch, finanziert aber den grössten Teil des Budgets mit ihren Kirchensteuern. Sie müssen deshalb besonders sorgfältig informiert werden. Viele wollen wissen, was in der Gemeinde geschieht.

  • Wichtigste Medien: Berichte in öffentlichen Medien, Gemeindepublikation im Kirchenboten
  • Ziele: Imagepflege, Steigerung der Kirchenverbundenheit und Vorbeugung von Kirchenaustritten
 
4. Die gesellschaftliche Öffentlichkeit / Partner
Die Ortsbevölkerung, die nicht zur Kirchgemeinde gehört und gesellschaftlich relevante Gruppen und Institutionen, Partner der Kirchgemeinde. Die wichtigsten Ziele der Öffentlichkeitsarbeit sind:

  • Ziele: Vertrauen in eine religiöse und öffentlich-rechtliche Institution, Kenntnisse und öffentliches Image, Werbung für öffentliche Veranstaltungen
  • Kontakte zu Bezugsgruppen wie Vereine, soziale Institutionen und zu gesellschaftlich relevanten Gruppen (Wirtschaft, Gewerbeverein oder lokale Politik)
  • Beziehungen zu anderen Kirchen (Ökumene, Allianz) und Religionsgemeinschaften

Sie können das Kapitel "Information und Öffentlichkeitsarbeit in Kirchgemeinden" aus dem Handbuch zur Gemeindeleitung, in dem die Ziele kirchlicher Informationsarbeit beschrieben werden, als PDF-Dokument herunterladen (51 KB).

Im Ordner KOMPRAX - Kommunikationsarbeit praktisch für Kirchgemeinden finden Sie unter Kapitel 2.1 wichtige Hinweise zur Organisation des Ressorts Kommunikation in Kirchgemeinden.

Sie können das Kapitel 2.1 als PDF-Dokument herunterladen (165 KB).