Laienprediger werden - Reformierte Landeskirche Aargau


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Laienprediger werden

Wer kann Laienprediger, -predigerin werden und wie?
 
LaienpredigerIn kann jede und jeder werden, der/die Mitglied unserer Kirche ist. Erfahrungen aus der eigenen Lebens- und Alltagswelt sollen in Gottesdiensten mit dem Evangelium in Beziehung gebracht werden. Die Ausbildung zum und Tätigkeit als LaienpredigerIn ist auch für Diakonische Mitarbeitende möglich, die bereits in einem kirchlichen Arbeitsfeld tätig sind.
 
Das Gesuch um Aufnahme in die Ausbildung und der damit verbundenen provisorischen Predigterlaubnis ist an Christian König von der Laienpredigerkommission (LPK) zu stellen. Das Gesuch enthält einen formellen Antrag der Kirchenpflege des Wohnortes oder der anstellenden Gemeinde und eine Stellungnahme des Kandidaten/der Kandidatin über die Motivation und die Beweggründe. Ebenso ist ein Lebenslauf enthalten. Die Kommission führt mit den Kandidaten ein Aufnahmegespräch und entscheidet über die Aufnahme in die mindestens zwei Jahre dauernde Ausbildung. Die Kommission sucht für die Auszubildenden einen Mentor/eine Mentorin, der/die Auszubilden begleitet, indem durchgeführte Gottesdienste besprochen und Fragen z.B. zu Zielen der Predigten/Gottesdienste, zur Predigvorbereitung, zur Liturgie oder Theologie geklärt werden. Mentoren schreiben auch Zwischenberichte und einen ausführlichen Schlussbericht. Die Auszubildenden halten bis zum Abschluss der Ausbildung mindestens 10 Gottesdienste, von denen drei Gottesdienstmanuskripte der Laienpredigerkommission schriftlich vorgelegt werden. Eine Delegation der LPK besucht mindestens einen Gottesdienst und gibt der predigenden Person ein Feedback. Der/die Auszubildende besucht die jährlich stattfindende Weiterbildung für LaienpredigerInnen. Am Ende der Ausbildung erstellt der/die Kandidatin einen ausführlichen Schlussbericht u.a. über die eigene Entwicklung während der Ausbildung, Lernerfolge und erworbene Kenntnisse. Die LPK führt mit jeder Kandidatin/jedem Kandidaten vor dem Antrag auf die Erteilung der definitiven Predigterlaubnis durch den Kirchenrat ein Schlussgespräch.
LaienpredigerInnen bilden sich auch nach der Ausbildung weiter. Innerhalb von vier Jahren sind mindestens zwei Weiterbildungen zu besuchen. Die Teilnahme an der jährlich stattfindenden Weiterbildung der LPK sollte auch später eine Selbstverständlichkeit für LaienpredigerInnen sein.
Die Mitglieder der Laienpredigerkommission stehen für An- und Rückfragen sowie Hilfestellungen gern zur Verfügung.


Unterlagen
Sie können die Verordnung für den Dienst der Laienpredigerin und des Laienpredigers (372.100) sowie die Verordnung für die Ausbildung und Begleitung der Laienpredigerin und des Laienpredigers (372.200) als PDF-Dokumente herunterladen. Darin ist geregelt, wie Sie Laienprediger resp. Laienpredigerin in der Reformierten Landeskirche Aargau werden können.