Theologie- und Glaubenskurse - Evangelischer Theologiekurs - Reformierte Landeskirche Aargau


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Evangelischer Theologiekurs

FRAGEN – NACHDENKEN – WISSEN – Der Fülle des Lebens auf der Spur

Der Evangelische Theologiekurs ist modular aufgebaut. Deshalb ist es möglich, zu Beginn jedes Kursjahres (jeweils im Oktober) neu einzusteigen. Es wird empfohlen, das ganze Kursjahr zu besuchen. Es gibt aber neu die Möglichkeit, einzelne Themenblöcke zu besuchen. Aktuelle Daten finden Sie auf dem Flyer.


Der Theologiekurs
...umfasst fünf thematische Hauptbereiche, die den Grundfragen der Theologie und des Menschseins nachgehen
...führt ein in die Theologie, wie sie evangelisch-reformierter Tradition, landeskirchlicher Offenheit und persönlicher Lebenserfahrung entspricht
...stellt Lehrtraditionen vor und hinterfragt sie kritisch, entdeckt verborgene und überraschende Wahrheiten und Wirklichkeiten, und integriert neue theologische Bewegungen
...macht mit den Quellen des jüdisch-christlichen Glaubens bekannt, wie sie in der Bibel überliefert sind und wie sie weiter gewirkt haben
...setzt sich mit dem Wesen des christlichen Glaubens auseinander, vermittelt Bilder und Sprachen des Glaubens und befähigt dazu, mit eigenen Worten dem «Geheimnis des Daseins» nachzuspüren
...beschäftigt sich mit Gedanken und Gestalten aus der Geschichte des Christentums und begegnet bedenkenswerten und bedenklichen Spuren und Leitlinien christlichen Lebens

Teilnahme
Willkommen sind alle Personen, die sich auf einen Prozess einlassen, in dem Wissen vertieft, Glauben kritisch geprüft und Forschung vermittelt wird. Sie sollten sich dabei von der Gemeinschaft mit anderen herausfordern lassen. Die Kursgruppe umfasst 12 bis 18 Teilnehmende.
Der ETK ist als dreijähriger Prozess konzipiert, ein Ein- bzw. Austritt ist jeweils zu Beginn resp. zum Ende eines Kursjahres möglich.

Kursleitung
Stephan Degen-Ballmer
Dr. theol., Pfarrer in Kilchberg-Rünenberg-Zeglingen BL, Erwachsenenbildner,
Fachstelle Erwachsenenbildung der Reformierten Landeskirche Aargau

Christine Nöthiger-Strahm
Dr. theol., pens. Pfarrerin, Erwachsenenbildnerin


Auskünfte und Anmeldung
Stephan Degen-Ballmer, 062 838 06 52, stephan.degen@ref-aargau.ch
Anmeldung: Ursula Güttinger (Sekretariat), 062 838 00 10, kursadmin@ref-aargau.ch

Themenbereiche

Bibel – Keine schlechte Gesellschaft
Ein umstrittenes, jedoch das meistverkaufte Buch der Welt; Gotteswort doch Menschenwerk; Grundlage dreier Religionen und der westlichen Zivilisation. Es gilt eine ganze Bibliothek zu entdecken, in Liedern, Erzählungen, Sprüchen und Lehren. Und dabei Befreiendes und Belastendes aufzudecken. Dazu trägt ihre Auslegung bei, in Forschung und Theologie, Kunst und Glaubensleben. Das Buch für die einsame Insel oder ein geselliges Buch?

Themen der Theologie – Gott denken
Vorstellungen vom Menschsein und von Gott, Erfahrungen des Lebens und des Todes, Glauben und Infragestellungen begleiten unser Denken und Fühlen. Nicht immer finden wir Ausdruck für das, was uns bewegt. Einfache Antworten sind selten. Theologie als die «vernünftige Rede von Gott» entschlüsselt, klärt und ordnet. «Gott denken» (Dorothee Sölle) heisst, sich die Beziehung von Gott und Mensch bewusst zu machen. Was andere vor uns gedacht haben, hilft dabei, eine eigene Sprache für das Unbenennbare zu finden.

Spuren des Christlichen – eigene Spuren aufnehmen
Die Geschichte des Christentums in ihrem Reichtum und ihren Schwächen hat uns und unsere Kultur geprägt. Spuren wurden gelegt von Frauen und Männern, von Bewegungen und Kirchen. Was ist denn das Christliche, und was ist Kirche? Die Reise auf den Spuren des Christlichen lässt christliche Lebensformen entdecken, damals und heute, in ihren persönlichen Gestaltungen und in der weltweiten Kirche. «Tradition ist die Weitergabe des Feuers, nicht die Anbetung der Asche!» (Gustav Mahler)

Ethik – verantwortlich Handeln – nach welchem Massstab?
Ethik stellt die Frage nach dem guten Leben. Sie befragt zugleich die Antworten, die sie zur Wahl stellt: Ist zum Beispiel gut, was moralisch ist? Ethik befasst sich mit überlieferten Werten und Normen: Worauf bauen Menschen, wenn sie lieben und hassen, arbeiten und ruhen, sich entscheiden und verantworten? Ethik führt zum Tun – «Vor allem: Wie handelt man?» (Bertolt Brecht)

Religionswissenschaft – «Opium des Volkes?»
Der Mensch will über die Grenzen des Vorfindlichen hinausblicken. Gemeinsame Sinnsuche verbindet. Das macht ihn zum religiösen Wesen. Religion ist das, was im Innersten betrifft und eine Gemeinschaft zusammenhält: Damit beschäftigt sich die Religionswissenschaft. Sie fragt auch kritisch und sucht nach dem Ort des Religiösen in Symbolen und Feiern, in Kulturen und religiösen Bewegungen. Oder im Gespräch zwischen den Religionen.

Kursaufbau und Gestaltung
Der Kurs orientiert sich in seiner Struktur am Bild des Dreieinigkeit Gottes. Die Reihenfolge der Module kann variieren.

1. Kursjahr
- Einführung in die Schriften des Alten Testaments
- Gott der Schöpfer
- Grundfragen der Ethik
- Geschichte Israels als Geschichte der Gotteserfahrung
- Judentum
- Sophia. Weisheit und Feministische Theologie

2. Kursjahr
- Einführung in die Schriften des Neuen Testaments
- Einblicke in die Christentumsgeschichte
- Ethik Gerechtigkeit
- Gott der Versöhner (Christologie)
- Islam

3. Kursjahr
- Hauptfragen Biblischer Theologie
- Gott der Vollender (Lehre vom Heiligen Geist)
- Konfessionskunde und Ökumene
- Ethik Sachfragen
- Religion und Biografie
- Christsein und Kirche


Arbeitsweise
Wissensaneignung und Deutung sind verschiedene Schritte zum Verstehen. Fachwissen wird auf unterschiedliche, ganzheitliche Weise durch Fachpersonen vermittelt. Ein grosser Teil der Kurszeit dient der persönlichen, nachhaltigen Vertiefung; die Kursleitung versteht sich als Lernbegleitung. Thematisch beziehen sich die einzelnen Module aufeinander, im Lauf des dreijährigen Zyklus verknüpfen und vertiefen sich die Themen immer deutlicher.

Es besteht die Möglichkeit, freiwillig und begleitet eine schriftliche Arbeit oder einen mündlichen Kursbeitrag zu erarbeiten. Die Kursleitung reagiert schriftlich auf das Endresultat und unterstützt bei der Erarbeitung.

Lebendiger Austausch
Der Kurs dauert drei Jahre. Die fünf Themenbereiche sind modular aufgebaut; in jedem der drei Kursjahre sind alle fünf Themenbereiche vorgesehen. Die verschiedenen Inhalte sind aufeinander bezogen und verbinden sich im dreijährigen Kursprozess zu einem Ganzen mit den Erfahrungen der KursteilnehmerInnen. Neben Wissensvermittlung und persönlichem Weg bietet der ETK Raum zur Begegnung mit anderen Menschen. Sein Ziel ist nicht Vollständigkeit, sondern Befähigung zu eigenem theologischem Weiterdenken.

Umfang
Der ETK bietet 400 Stunden Unterrichtszeit an. Das entspricht jährlich 45 Lektionen zu je 3 Stunden, wobei ein Studientag 2 Lektionen und ein Wochenende 3 Lektionen umfasst.

Voraussetzung und Anerkennung
Bereitschaft, mit anderen Menschen die Hintergründe des christlichen Glaubens auf der Basis wissenschaftlicher Forschung kennenzulernen. Neugier und Lust, Wissen zu vertiefen, sich mit Glaubensfragen auseinanderzusetzen und diese mit anderen zu diskutieren. Freude an einer intensiven und ganzheitlichen Lernkultur.

Der Besuch des ETK dient der persönlichen Weiterbildung und wird mit einem Testat bestätigt; die Modularisierung erlaubt den Unterbruch jeweils zum Kursende.

Beim Besuch von 80% (324 Stunden) wird das Testat erteilt; in jedem Fall wird bestätigt, welche Module besucht worden sind. Das erlaubt, zu einem späteren Zeitpunkt oder in einem anderen Kanton den ETK-Besuch fortzusetzen.

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